Award / Auszeichnung (auch für Studierende) | 11/2025
competitionline CAMPUS Award 2026
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Silosee
©Janni Schaffner
PLA-Strohstein – Entwicklung eines biobasierten Baustoffs und Anwendung im architektonischen Entwurf Industriegrotte
Engere Wahl | Kategorie: Master- und Diplomarbeiten
Architektur
Erläuterungstext
PLA-Strohstein – Entwicklung eines biobasierten Baustoffs und Anwendung im architektonischen Entwurf Industriegrotte
Als Ort dient das Dyckerhoff-Areal in Wiesbaden mit der historischen Kraftwerkhalle von 1864, mehreren Industriesilos und dem denkmalgeschützten Neufert-Büroturm. Das räumliche Konzept versteht neue Industrie nicht als abgeschlossene Infrastruktur, sondern als öffentlich erfahrbaren Prozess. Eine Flusswasser-Wärmepumpe entzieht dem Rhein Energie, versorgt die Kraftwerkhalle sowie eine Therme und führt das genutzte Wasser über gestufte Ebenen zurück. Einzelne Silos werden dabei zu Siloseen umgebaut und als sichere Wasserlandschaft nutzbar gemacht. Eine neue Brücke am westlichen Silo, getragen vom bestehenden Hafenkran, schließt die Lücke im Uferweg und eröffnet neue Blickbeziehungen auf Rhein und Industriearchitektur.
Die Therme befindet sich im Untergeschoss der Kraftwerkhalle. Die Ankunft erfolgt über den Thermen-Eingang am Silofeld; die Umkleiden liegen in den kleineren Bestandssilos. Von dort führen Treppe und Aufzug ins Untergeschoss. Ein sanft abfallender Tunnel leitet in die sogenannte Industriegrotte. Hier werden die im Fundament vorhandenen Bestandsbecken reaktiviert und über einen Doppelboden auf variable Wassertiefen von bis zu etwa 2,20 m eingestellt; darunter befindet sich die Technik- und Revisionszone. Oberlichter in der Hallendecke führen Tageslicht in das Untergeschoss. Rohe Wandflächen, skulpturale Betonformen und offen geführte Rohrleitungen der Wärmepumpe prägen die Atmosphäre.
Die Neubauten am Silofeld orientieren sich am Stützenraster der Kraftwerkhalle sowie der örtlich erlebbaren Charakteristiken: Hoch und Tief, Eng und Weit. Der im Rahmen der Arbeit entwickelte und untersuchte PLA-Strohstein wird gezielt eingesetzt: im Café als raumfassende Innenhaut mit Tonnengewölbe sowie im Eingang der Therme. Im feuchten Untergeschoss wird bewusst auf den Strohstein verzichtet. Außen macht eine transluzente Polycarbonat-Schicht vor Holzlattung den konstruktiven Schichtaufbau ablesbar; die Haustechnik bleibt aufputz geführt. Die konstruktive Logik setzt sich in der Landschaftsarchitektur fort: Gewölberadien formen Wege, Bögen und Sitznischen, während sich die Sockelzone als integrierte Sitzbank in den Außenraum weiterzieht. So verschränken sich Materialforschung, Energieinfrastruktur und öffentlicher Raum zu einem neu belebten Industriestandort, in der Technik, Raum und Atmosphäre eine gemeinsame Sprache sprechen.
Lageplan & Blick von der Petersaue
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Gebiet & Schnitt A
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Grundriss EG & Grundriss OG1
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Ansicht Süd & Ansicht Nord & Schnitt B
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Grundriss UG & Explosionsaxonometrie
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Industriegrotte
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Pop-Up-Café - Konstruktion
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Pop-Up-Café - Innen
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Entwickelter PLA-Strohstein
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Modell 1:200
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Modell 1:1000
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