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Einladungswettbewerb | 07/2013

Conti-Parkhaus

Contiparkhaus Perspektive Tag

Contiparkhaus Perspektive Tag

ein 3. Preis

meyerschmitzmorkramer

Architektur

Erl├Ąuterungstext

St├Ądtebau
Die Gro├čgarage auf der Ecke zwischen Magnusstra├če und der Alten Wallgasse wird saniert und die oberen Geschosse des Parkhauses werden durch Wohnbebauung ersetzt und aufgestockt. Mit dem Fassadenentwurf werden die beiden unterschiedlichen Funktionen - Wohnen und Parken - hinter einer einheitlichen Fassade vereint.
Stilbildend f├╝r die neue Fassade ist die schlichte Eleganz der Klinkerfassaden. Die L├Ąngsseiten des Geb├Ąudes werden durch markante Schattenfugen gegliedert, um in Ihrer Proportion an die benachbarte Kleinteiligkeit des Friesenviertels anzukn├╝pfen. Die L├Ąnge der Fassade wird gebrochen und erh├Ąlt die Ma├čst├Ąblichkeit traditioneller Stadth├Ąuser.
Zur Aufwertung der Eingangssituation f├╝r die Wohnnutzung wird der Vorplatz an der Alten Wallgasse durchg├Ąngig mit einem neuen Betonwerksteinpflaster Format 40/60cm versehen, der im Bereich der Zu- und Ausfahrt abgesenkt ist. Die Fl├Ąche zum Nachbargeb├Ąude Alte Wallgasse 29 wird durch ein Baumsolit├Ąr begr├╝nt und l├Ądt mit einer Sitzgelegenheit zum Verweilen ein.

Fassade
Die sandfarbene Ziegelfassade erzeugt eine hohe Wertigkeit und verleiht sowohl den Parkgeschossen als auch den Wohnungen einen klassischen, zeitlosen Charakter.
Die Klinkerfassaden werden durch horizontale B├Ąnder und vertikale Fenster├Âffnungen gegliedert. Die Wohngeschosse erhalten zweifl├╝glige bodentiefe Fenster, die durch umlaufende Faschen gerahmt werden.
Au├čenliegende Vertikalmarkisen bieten Sonnenschutz f├╝r die Bewohner.
Auch die ├ľffnungen in den Parkgeschossen werden als Fenster mit bronzefarbenem Rahmen ausgebildet, die mit einem kleinmaschigen Streckgitter in der gleichen Farbe gef├╝llt werden. Im Bereich der Parkgeschosse wird die hinterl├╝ftete Klinkerfassade perforiert, um zusammen mit den Elementen aus Streckgitter die nat├╝rliche Bel├╝ftung des Parkhauses zu gew├Ąhrleisten.
In den Wohngeschossen wird die Klinkerfassade aus Riemchen mit einer dahinterliegenden W├Ąrmed├Ąmmung hergestellt.
Die vertikal gegliederten ├ľffnungen in der Erdgeschossfassade wirken wie Schaufenster, die sich durch eine Rahmung aus Betonwerkstein hervorheben.
In die ÔÇśSchaufensterfl├ĄcheÔÇÖ aus bronzefarbenem Streckgitter werden Werbefl├Ąchen in Form von City Light Panels integriert.
Die Erschlie├čung der geplanten Aufstockung erfolgt ├╝ber ein zentrales Erschlie├čungsgeb├Ąude auf der Ostseite an der Alten Wallgasse.
Die um den Erschlie├čungskern geplante Wohnnutzung wird nach unten durch ein Geschoss erweitert, so dass ein niedrigeres ÔÇśVordachÔÇÖ ├╝ber dem Eingang ausgebildet wird. Die Fassade wird durch vertikale Lisenen aus Betonwerkstein gegliedert, die bis auf das Stra├čenniveau heruntergezogen sind und so einen Bezug zum Stra├čenraum herstellen.
Die zur├╝ckgesetzte Fassade in den unteren Geschossen wird als rahmenlose Glasfassade ausgebildet, w├Ąhrend die dar├╝ber liegenden Wohnungen eine Fassade mit bodentiefen Fenstern und Ziegelelementen erhalten. Auch im Erschlie├čungsgeb├Ąude werden horizontale B├Ąnder ausgebildet, um die Geb├Ąudeteile gestalterisch zu verbinden.
Die Fassade des Erschlie├čungsgeb├Ąudes wird im Bereich des zur├╝ckgesetzten Staffelgeschosses fortgesetzt, womit die Zugeh├Ârigkeit zu der Wohnnutzung deutlich gemacht wird.

Fassaden├╝berstand
Der neue Fassadenaufbau kann innerhalb der heutigen Au├čenkante der Fassade realisiert werden, so dass es zu keiner weiteren ├ťberschreitung der Grundst├╝cksgrenze f├╝hrt.

Tragwerk / Lastbeschr├Ąnkung
Um das Gewicht der neuen Fassadenkonstruktion auf 100kg/qm zu beschr├Ąnken, wird in den Wohngeschossen eine w├Ąrmeged├Ąmmte Fassade aus Klinkerriemchen ausgebildet. Die darunterliegenden Parkgeschosse werden mit einer klassischen Vorsatzschale aus Klinker versehen. Durch die Kombination aus gelochten und ungelochten Klinkern mit einer Tiefe von nur 90mm und durch die starke Perforierung der Vorsatzschale kann die Konstruktion innerhalb des maximal zul├Ąssigen Gewichts realisiert werden.
Die bestehende Fassade wird bis auf die Betonstruktur zur├╝ckgebaut, wobei die Stahlbetonkonstruktion des Bestandes nicht ver├Ąndert wird.

Logo / Beschilderung
Der Entwurf sieht ein Logo der Contipark CI sowohl auf der Fassade an der Magnusstra├če als auch an der Alten Wallgasse vor. Es wird als nach hinten abstrahlende Einzelbuchstaben an der Klinkerfassade befestigt.
Die Ein ÔÇô und Ausfahrten werden durch leuchtende Hinweisschilder f├╝r den Autofahrer klar erkenntlich gemacht. Entlang der Magnusstra├če zeigen zwei Parkhausschilder die Verf├╝gbarkeit der freien Parkpl├Ątze.

Beleuchtung / Blendwirkung
Abends wird die neue Fassade im Bereich der Wohnungen von innen heraus durch die Wohnnutzung leuchten.
Der Eingangsbereich zur Wohnnutzung wird von au├čen durch in das ÔÇśVordachÔÇÖ integrierte Downlights angeleuchtet.
Im Bereich des Parkhauses werden die mit Streckgitter gef├╝llten Fenster von hinten mit einer LED-Lichtlinie inszeniert, Licht schimmert durch die kleinmaschige Perforierung der Gitterstruktur.
Die innere Beleuchtung auf den Parkebenen wird durch die Elemente aus Streckgitter und die perforierte Klinkerfassade nur indirekt sichtbar sein.
Durch die Erhaltung der Bestandsbr├╝stungen, der engmaschigen Streckgitter und der kleinen Perforierungen der Klinkerfassade wird einer m├Âglichen Blendwirkung vorgebeugt.
Die neue perforierte Fassadengestaltung gew├Ąhrleistet eine nat├╝rliche Beleuchtung des Parkhauses, so dass die innere Beleuchtung erst bei D├Ąmmerung zugeschaltet werden muss.

Bel├╝ftung
Die Klinkerfassade wird als hinterl├╝ftete Vorhangfassade ausgebildet. Die nat├╝rliche Bel├╝ftung des Parkhauses wird durch die bestehenden ├ľffnungsquerschnitte sichergestellt. Durch die unverschlossenen Fenster├Âffnungen und Bodenl├╝ftungsschlitze in der Bestandsrohfassade und dem hohen Lochanteil der neuen Fassade wird die Bel├╝ftung erheblich verbessert.

Schallschutz
F├╝r die geplanten Wohnungen wird der geforderte Schallschutz gegen Au├čenl├Ąrm eingehalten. Die Fassade zur Magnusstra├če erf├╝llt f├╝r die Au├čenwand bei einer 18cm starken Stahlbetonwand ein Schalld├Ąmmma├č von 53dB. Der Fensterlochanteil betr├Ągt weniger als 65%, sodass ein Schalld├Ąmmma├č von 43dB f├╝r die Fenster angestrebt wird. Die Wohnrauml├╝ftung muss ├╝ber Schalld├Ąmml├╝fter oder eine mechanische Be- und Entl├╝ftung erfolgen.

W├Ąrmeschutz
Die geplante Fassadenkonstruktion f├╝r die Wohnnutzung erzielt einen W├Ąrmed├Ąmmwert von U=0,21W/(m2K), wobei eine W├Ąrmed├Ąmmung mit einer W├Ąrmeleitf├Ąhigkeitsgruppe von WLG 035 zum Einsatz kommt. Sommerlicher W├Ąrmeschutz f├╝r die Bewohner wird durch au├čenliegende Vertikal-Markisen mit einem Abminderungsfaktor von FCÔëĄ0,20 gew├Ąhrleistet.

Betriebskonzept
Die folgenden Fassadenelemente k├Ânnen revisionierbar/austauschbar ausgef├╝hrt werden:
ÔÇó Fensterelemente aus Streckgitter
ÔÇó Vertikal Markisen
ÔÇó City Light Panels
ÔÇó Glasbr├╝stungen
Bei der neuen Fassade werden nachhaltige, heimische und recyclingf├Ąhige Materialien wie Klinker, Betonwerkstein und Metalle verwendet, die mit geringem Unterhaltsaufwand instand gehalten werden k├Ânnen. Die verwendeten Materialien werden als ÔÇÜnicht brennbarÔÇÖ eingestuft.
Um Graffiti weitestgehend zu vermeiden, kommen im Erdgeschoss ausschlie├člich Materialien (Klinker, Streckgitter) mit einer unebenen Oberfl├Ąchenstruktur zum Einsatz. Bei Bedarf kann die Ziegelfassade mit einer Anti-Graffitibeschichtung versehen werden.
Wettbewerbsbeitrag 01

Wettbewerbsbeitrag 01

Wettbewerbsbeitrag 02

Wettbewerbsbeitrag 02