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Nichtoffener Wettbewerb | 09/2019

Denkmalgerechte Sanierung der Staatsbibliothek zu Berlin am Kulturforum

Eingang Ostseite

Eingang Ostseite

Anerkennung

heneghan peng architects

Architektur

adb B├╝ro f├╝r Architektur, Denkmalpflege und Bauforschung Steffen Obermann

Architektur

shs architekten

Architektur

Erl├Ąuterungstext

Entwicklung eines zukunftsf├Ąhigen, funktionalen und gestalterischen Konzepts f├╝r die Staatsbibliothek von Hans Scharoun, bei weitestgehendem Erhalts des Einzeldenkmals und behutsamer Integration neuer technischer Erfordernisse in die Originalsubstanz
Nichtoffener Wettbewerb in Zuammenarbeit mit heneghan peng architects und adb B├╝ro f├╝r Architektur, Denkmalpflege und Bauforschung Ewerien und Obermann

Beurteilung durch das Preisgericht

(Auszug):

Die Weiterentwicklung der Staatsbibliothek als Ort des Ler-nens und als ein Ort der sozialen Interaktion im Scharounschen Sinne gelingt dem Verfasser mit zur├╝ckhaltenden Mitteln.
Ohne zu sehr in den Bestand einzugreifen, f├╝hren wenige grunds├Ątzliche Entscheidungen zu einer selbstverst├Ąndlichen Bespielung der Eingangsebene und Durchwegung vom Marlene-Dietrich-Platz zum Kulturforum.
Zum einen ist die Verlegung der Zugangskontrolle von der Eingangsebene auf die Zwischenebene hilfreich, die Struktur und die Offenheit des Erdgeschosses wieder zu gew├Ąhrleisten, zum anderen wird die ehemalige B├╝rofl├Ąche entlang des Musical-Theaters auf eine elegante Weise in das vorhandene Konstruktionsraster eingef├╝gt. Besonders die lockere Bespielung des Arbeitsbereiches entlang der Fensterebene hat die Jury ├╝berzeugt.
Die Ausbildung des neuen Zugangs an der Ostseite wirkt durch die Tieferlegung auf das Niveau des Au├čenbereichs schl├╝ssig, l├Ąsst allerdings in seiner Detailausbildung zu w├╝nschen ├╝brig - ein Hubpodest als L├Âsung einer barriere-freien Erschlie├čung erscheint ├╝beraus pragmatisch und der Situation nicht angemessen.
Die r├╝ckw├Ąrtige Spange mit Besprechungs- und Arbeitsr├Ąumen im Bereich des ehemaligen Katalogbereichs, im Umfeld der Innentreppe k├Ânnte etwas freier gespielt werden. Eine offene kommunikative Zwischenzone w├╝rde die rigide Struktur etwas auflockern.
Im Bereich des Zugangs von der Potsdamer Stra├če wird die Lage und Ausrichtung des Caf├ęs zum Lesegarten als richtig empfunden, allerdings ist im weiteren Umfeld des Foyers eine Schlie├čfachlandschaft eher ungeeignet, daf├╝r muss ein anderer Platz gesucht werden und so k├Ânnte die Fl├Ąche eher z.B. als co-working-space genutzt werden.
Die Organisation in der Wandelhalle im 1. Obergeschoss mag von der r├Ąumlichen Konzeption sinnf├Ąllig erscheinen, einzig die Art der Ausbildung der bodennahen Vitrine ├╝ber-zeugt nicht. So sehr die niedrige H├Âhe der Abgrenzung gesch├Ątzt wird, so sehr wird an der Bespielung gezweifelt.
Beurteilung der Denkmalpflege:
Der Entwurf verfolgt einen Substanz bewahrenden Ansatz, der sich einerseits durch Hinzuf├╝gungen, anderseits durch R├╝ckf├╝hrungen auf bauzeitliche Strukturen kennzeichnet. Raumgef├╝ge und ÔÇôbez├╝ge werden dadurch gest├Ąrkt. Der ├Âstliche Eingang wird in einem denkmalvertr├Ąglichen Ma├č ver├Ąndert. Kritisch ist die r├Ąumliche Teilung des Ostfoyers im ersten Obergeschoss. Hier ist eine ├ťberarbeitung der Zugangskontrolle notwendig.
Wandelhalle mit Zugangskontrolle

Wandelhalle mit Zugangskontrolle

Erdgeschoss-Grundriss

Erdgeschoss-Grundriss

Grundriss vom 1. Obergeschoss

Grundriss vom 1. Obergeschoss

Foyer

Foyer