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Award / Auszeichnung | 02/2019

Deutscher Landbaukultur-Preis 2019

Haselnuss Hof Stiegler

DE-90556 Gonnersdorf

1. Preis

Preisgeld: 10.000 EUR

D├╝rschinger Architekten & Partner mbB

Architektur

Frankengenuss GmbH & Co. KG

Bauherren

Projektdaten

  • Geb├Ąudetyp:

    Gewerbe-, Industriebauten

  • Projektgr├Â├če:

    keine Angabe

  • Status:

    Realisiert

  • Termine:

    Fertigstellung: 01/2019

Projektbeschreibung

Geschichte:

Eine fast nahezu abgebrannte Hofstelle im Jahr 2014 bot die M├Âglichkeit den ehemaligen Bauernhof mit Ackerbau und Vieh-zucht, zur├╝ckgehend auf den drei├čigj├Ąhrigen Krieg des 17. Jahrhunderts, mit neuer wirtschaftlicher Ausrichtung auf eine k├╝nftige Haselnuss- Bewirtschaftung und neuen funktionalen Bez├╝gen perspektivisch zu optimieren. Dar├╝berhinaus f├╝r die drei Generationen der Familie das k├╝nftige Bewohnen mit einem neuen Wohnhaus zu ordnen.

St├Ądtebau:

Das neue Ensemble aus Museums- Schmiede, Hofladen mit Kastanienhof, Haselnuss- R├Âsterei, Werk-und Stallgeb├Ąude, sowie Wohnhaus mit Bauerngarten pr├Ągen und erhalten die traditionelle mittelfr├Ąnkische Dorfstruktur. Der respekt-volle Umgang mit Bauform und Material verbindet modernes Bauempfinden mit einem lebendigem Ortsbild auf den zweiten
Blick und soll zeigen da├č es m├Âglich ist, der sich im Umbruch befindlichen b├Ąuerlichen Landwirtschaft hin zur Erzeugung und Vermarktung regionaler Produkte, eine k├╝nftige Perspektive zu geben.

Die durchg├Ąngige Verwendung und Integration bereits vorhandener Baustoffe und- Materialien, sowie heimischer , nachweisender Rohstoffe f├╝r den Bau und die Energieerzeugung mit Nutzung passiver Energiequellen, die Minimierung grauer Energien und der notwendigen Einsparung von CO2 soll den nat├╝rlichen Kreislaufgedanken dieser l├Ąndlichen Hofstelle aufzeigen.

Architektur:

Die Bauernh├Âfe Mittelfrankens sind jeher durch ihre traditionelle, karge Bauweise und die Verwendung regionaler Baumaterialien gepr├Ągt. Skulpturale, eng stehende Giebelbauten mit knappen Dach├╝berst├Ąnden bestimmen Ortsbilder und Dorflandschaften.

Re-Use:

So war es von Anfang an klar, die ehemaligen Sandsteinbauten und Bauteile der Sockelgeschosse, welche den Brand ├╝berdauert hatten umfassend in das neue Hofkonzept zu integrieren. Die kleine Schmiede an der Dorfstrasse, die Sockelgeschosse der R├╝ckwertigen Stallgeb├Ąude und des ehemaligen Wohnhauses konnten weitestgehend erhalten bleiben. Erg├Ąnzt wurde diese, ebenso wie die Neubauten des Wohnhauses, des Hofladens mit Vorbereitungsr├Ąumen, sowie der Berger├Ąumen mit Heimischen Fichten- und Kiefernh├Âlzern aus den nahen W├Ąldern der Hofstelle.

Wiederverwendbare Tonziegel der ehemaligen D├Ącher wurden in die klassischen Bieberschwanz Doppeldeckung der steilen Dachlandschaft integriert. Die flachgeneigten D├Ącher der Nebengeb├Ąude erhielten jedoch eine Blechdeckung geeignet f├╝r die Nutzung mit PV- Anlage.

Beurteilung durch das Preisgericht

Ein Gro├čbrand zerst├Ârte s├Ąmtliche Hofgeb├Ąude, bis auf die alte Schmiede. Nach Urteil der
Jury ein herausragendes Projekt: Die Neubauten aus Holz und Naturstein sind zusammen
mit der markanten Schmiede zu einem Blickfang mitten in Ortslage geworden.