modgnikehtotsyek
ALLE WETTBEWERBSERGEBNISSE, AUSSCHREIBUNGEN UND JOBS Jetzt Newsletter abonnieren

Award / Auszeichnung | 09/2008

Deutscher St├Ądtebaupreis 2008

Martinstra├če/ Ecke Liebknechtstra├če

Martinstra├če/ Ecke Liebknechtstra├če

Martinszentrum in Bernburg/Saale

Belobigung

W&V Architekten

Architektur

Erl├Ąuterungstext

Martinszentrum Bernburg - Umbau und Erweiterung der Martinskirche Bernburg zu Grundschule, Hort und Kindergarten

Nach dem Vorbild traditioneller Klosteranlagen umfriedet das neue Zentrum, in dem Krippe, Kindergarten, Hort und Grundschule f├╝r insgesamt 165 Kinder Platz finden, an drei Seiten die m├Ąchtig aufragende Sandsteinkirche St. Martin. Das Schulzentrum gibt dem Platz gleichzeitig eine st├Ądtebauliche Fassung. Das biblische Bild des ÔÇ×leichten ZeltesÔÇť wird als Zeitsprung zur ÔÇ×festen BurgÔÇť
in Beziehung gesetzt.

Die langgestreckten Flachbauten sind mit unbehandeltem sibirischem L├Ąrchenholz verschalt. Zur Kirche hin ├Âffnen sie sich unter Pergolen und mit einer Freitreppe zu einem klassischen Schulhof. Durch seine unregelm├Ą├čige Form, bestimmt durch die wuchtigen Au├čen-Pfeiler der Kirche bietet R├╝ckzug und Weite zugleich.

Die Geb├Ąude stehen auf Betonpf├Ąhlen ├╝ber dem Boden. Der westliche Teil des Grundst├╝cks wurde von Bebauung frei gehalten, um die Sichtachse zum Turm und den Hauptzugang zur Kirche zu erhalten. Die Einfachheit und Nat├╝rlichkeit des Materials setzt sich im Inneren fort: Boden und Decke sind einheitlich mit OSB- Platten (oriented strand board) verkleidet. Materialien und sichtbare Installationen unterstreichen den Eindruck des Provisorischen und Bescheidenen.

Fenster und Glast├╝ren ├Âffnen sich zu den b├╝hnenhaften Terrassen und Treppen des Hofs. Besonders hervorzuheben ist die Offenheit zur Stadt auf der einen Seite und die kl├Âsterlichen Hinwendung zur Kirche auf der anderen Seite.

Der Gemeindearbeit au├čerhalb des Schulbetriebs steht weiterhin der Kirchenraum zur Verf├╝gung. Vor der Orgelempore in der Kirche wurde ├╝ber zwei Achsen ein leichter, transparenter Kubus eingef├╝gt, der die Werkr├Ąume aufnimmt. In axialer Richtung sind die Fensterfronten ganz in den Kirchenraum zu ├Âffnen. S├Ąmtliche neu hinzugef├╝gte Bauteile wurden industriell vorgefertigt.

So spiegelt dieses st├Ądtebauliche Ensemble eine zukunftsweisende Form sozialen Zusammenlebens und die kulturelle Identit├Ąt der B├╝rgerschaft gleicherma├čen.
Martinstra├če

Martinstra├če

Hofterrasse

Hofterrasse

Stra├čenterrasse

Stra├čenterrasse

Blick zur Kirche

Blick zur Kirche

Hofterrasse

Hofterrasse