Nichtoffener Wettbewerb | 07/2024
Dreifeldsporthalle auf dem Dr. Pfleger Campus Hallstadt
6
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
1. Preis
Preisgeld: 30.000 EUR
BÀr, Stadelmann, Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Architektur, Stadtplanung / StÀdtebau
-
Verfasser:
-
Mitarbeitende:
Landschaftsarchitektur
Leonhardt, AndrÀ und Partner, Beratende Ingenieure VBI AG
Tragwerksplanung
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Arbeit organisiert mit der kompakten Setzung der drei Bausteine Pflegeschule, Kinderhaus und Sporthalle das Areal geschickt und spannt zwischen den GebĂ€uden angemessene FreirĂ€ume auf. Die Sporthalle versteht sich als Teil des Campus in direkter Nachbarschaft zur Schule und funktioniert dennoch auch fĂŒr sich.
Die Anordnung der Bauvolumen schafft eine eindeutige Adressbildung. Die reprĂ€sentativen Vorzonen der GebĂ€ude zur Emil-Kemmer-StraĂe markieren die EingĂ€nge und nehmen in ihrer rĂ€umlichen Verbindung den Campus-Gedanken auf. Die Anbindung an den StraĂenraum und die geordnete Wegeverbindung erhöhen die Ăbersichtlichkeit und fördern die Wahrnehmung der einzelnen Bausteine als Ensemble. Turnhalle und Pflegeschule sind ĂŒber kurze Wege mit den ParkierungsflĂ€chen im Norden und SĂŒden verbunden.
Die FreiflĂ€chen wirken angemessen dimensioniert und schaffen eine gute Verbindung zwischen den GebĂ€uden. Dabei wird auf ĂŒbermĂ€Ăige Versiegelung verzichtet und eine glaubhafte Zonierung in GrĂŒn- und ErschlieĂungsflĂ€chen geschaffen.
Die ErweiterungsflĂ€chen der Pflegeschule und der Montessori-Schule sind durchdacht und fĂŒhren den Duktus des Entwicklungskonzeptes baulich fort. Ăberzeugend ist die Anordnung des Allwetterplatzes. Dieser bietet eine hohe AufenthaltsqualitĂ€t fĂŒr SchulaktivitĂ€ten im AuĂenbereich. Der Allwetterplatz kann gut durch die kurzen Wege wĂ€hrend der Unterrichtspausen genutzt werden und stellt damit eine praktische Lösung dar, die in den Montessori-Gedanken eingebettet ist.
Der Vorschlag fĂŒr den Neubau der Dreifeldsporthalle ĂŒberzeugt durch die kompakte und sparsame Ordnung des nicht-unterkellerten Baukörpers. Die Organisation der dienenden RĂ€ume auf der SĂŒdseite erfĂŒllt die rĂ€umlichen Anforderungen an den Betrieb und die Barrierefreiheit der Turnhalle auf zwei Ebenen. Die Zuordnung der Trennung der Drittelhalle zu den dazugehörigen Umkleiden fördert die Ăbersichtlichkeit der Nutzung.
Die Verbindungsflure fallen verhĂ€ltnismĂ€Ăig schmal aus. In diesem Zusammenhang ist das Konzept der Schwarz-WeiĂ-Trennung zu ĂŒberdenken. Durch die kompakte Bauweise und die hohe FlĂ€cheneffizienz ist ein energetisch effizienter GebĂ€udebetrieb zu erwarten. Das Konzept baut auf natĂŒrliche LĂŒftung, die bei Bedarf technisch unterstĂŒtzt wird. Fassadenöffnungen mit auĂen liegendem Sonnenschutz sind in einem ausgewogenen VerhĂ€ltnis dimensioniert. Die ĂŒberwiegend in Holzbauweise vorgeschlagene Konstruktion ist schlĂŒssig nachvollziehbar und nutzt das ökologische Potenzial nachwachsender Rohstoffe.
Das gut strukturierte Holzhybridtragwerk ist einfach nachvollziehbar, bildet Vorfertigungsmöglichkeiten ab und ist baumassentechnisch optimiert. Der GrĂŒndungsvorschlag geht auf die Randbedingungen des Bodengutachtens sinnvoll ein. Eine umfassend betrachtete und sehr stimmige Tragwerkskonzeption.
Der Vorschlag ist alles in allem ein ĂŒberzeugender Entwurf, der in besonderem MaĂe die gestellten Anforderungen der Aufgabe erfĂŒllt.
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB