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Nichtoffener Wettbewerb | 07/2024

Entwicklung Baugebiet Schwabenleite in Neuhaus Adelsdorf

Anerkennung

Preisgeld: 2.000 EUR

Peer Möckel Architekten

Stadtplanung / Städtebau

Susanne Kiegelmann Architektin

Stadtplanung / Städtebau

Pit Müller Landschaftsarchitekt

Landschaftsarchitektur

A2 Landschaftsarchitekten

Landschaftsarchitektur

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Arbeit zeigt einen konsequenten städtebaulich- typologischen Ansatz.

Drei Wohnhöfe mit Ein-und Zweifamilienhäusern sowie je einem Mehrfamilienhaus sowie ein Cluster mit Kita und darüberliegendem geförderten Wohnungsbau werden schollenartig mit der Landschaft verzahnt.

Diese Cluster zeigen innenliegende autofreie „Nachbarschaftshöfe“, die qualitätsvoll entwickelt werden können, auch wenn dies nur schematisch dargestellt ist. Der Innenhof der geschlossenen Bebauung mit der Kita wird leider nur skizzenhaft beschrieben und kann in der dargestellten Körnung und inneren Erschließung nicht überzeugen, auch wenn die grundsätzliche Idee der Doppelnutzung gewürdigt wird.

Die vier Cluster werden über den mit Platzaufweitungen ausgebauten östlichen Feldweg erschlossen, an deren nördlichen und südlichen Ende je eine Parkscheune platziert ist.

Der zentrale große Platz zwischen Parkscheune Nord und Kita-Cluster, der nochmal in zwei kleinere befestigte Flächen und einem Baumplatz unterteilt wird, entspricht nicht dem Charakter des Ortes. Die Dimensionierung dieser Platzfläche in Größe und Ausgestaltung wird kritisch beurteilt. Auch in der Nachbarschaft zur bestehenden Bebauung und den zusätzlichen Aufweitungen vor den Parkscheunen wirkt der gesamte Straßen- und Platzraum dem ländlichen Charakter des Ortsrandes von Neuhaus nicht angemessen.

Die Stellplätze für alle Bewohner werden in den beiden Parkscheunen nachgewiesen, was zu teilweise weiten Wegen zu den Wohneinheiten v.a. im mittleren Cluster führt. Lediglich im südöstlichen Bereich ist eine Baugruppe mit Parken im EG und Stellplätzen direkt an den Gebäuden vorgesehen.

Durch die fingerförmig in die Landschaft reichenden Baufelder wird ein breiter und attraktiver grüner Ortsrand geschaffen, der durch Streuobst, Retentionsflächen, Spiel- und Gartenbereichen einen qualitätsvollen Beitrag zur Klimaanpassung leistet. Dies wird durch die kompakten vorgeschlagenen Bauweisen unterstützt.

Die Anzahl der Wohneinheiten liegt im unteren Bereich der Ausnutzung, die städtebaulichen Kennwerte im durchschnittlichen Bereich. Der geforderte Mix der Wohnformen wird erfüllt. Eine abschnittsweise Realisierung kann aufgrund der Zuordnung der Parkscheunen voraussichtlich nur in 2 Abschnitten erfolgen.

Insgesamt zeigt die Arbeit einen typologisch anerkennenswerten Ansatz, wirkt jedoch im Maßstab zu städtisch und hat deutliche Defizite in der überdimensionierten Erschließungs- und Platzsituation sowie der nur ansatzweise ausformulierten Freiraumqualität.