qualitätsorientiertes Auswahlverfahren | 07/2025
Entwicklung ehemaliges Sport- und Erholungszentrum (SEZ) in Berlin-Friedrichshain
4
Isometrie
©Stefan Forster GmbH
Gewinner
Stadtplanung / Städtebau
-
Verfasser:
-
Mitarbeitende:
nsp landschaftsarchitekten stadtplaner PartGmbB schonhoff schadzek depenbrock
Landschaftsarchitektur
-
Verfasser:
-
Mitarbeitende:
Erläuterungstext
Städtebauliche Idee
Ziel der Planungsaufgabe ist die Schaffung eines qualitativ hochwertigen Stadtquartiers, in dem unterschiedliche Nutzungen harmonisch zusammenfügt werden. Die neuen Bausteine sollen einen identitätsstiftenden und zukunftsweisenden Ort schaffen. Ein großzügiges öffentliches Wegenetz sichert die Zugänglichkeit und Vernetzung des neuen Quartiers mit den umgebenden Straßenräumen sowie dem Volkspark Friedrichshain. Die großflächige Erweiterung des Landschaftsraums schafft eine hohe Aufenthaltsqualität.
Konzept
Das städtebauliche Konzept sieht zunächst, analog zu den Vorgaben des B-Planes, eine geschlossene Blockrandbebauung entlang der Landsberger Allee, Langenbeckstraße und Danziger Straße vor. Durch das Heranrücken der möglichen Baumassen im Baufeld WA1 an die geplante Blockrandstruktur ergibt sich ein großzügiger Freiraum, welcher als Erweiterung des Volksparks Friedrichshain verstanden wird. Die dadurch entstehenden Höfe orientieren sich typologisch an den klassischen Berliner Hinterhofstrukturen, diese werden transformiert und zum Park geöffnet. Sie dienen der Erschließung der angrenzenden Häuser und bilden gleichzeitig einen halböffentlichen Bereich für die Anwohner:innen. Das oberste Geschoss wird als Staffelgeschoss ausgebildet und wird vom Straßenraum zurückversetzt angeordnet. An der Ecke Landsberger Allee und Danziger Straße wird ein markanter Hochpunkt als Identifikationsort für das neue Quartier geplant.
Das städtebauliche Konzept sieht zunächst, analog zu den Vorgaben des B-Planes, eine geschlossene Blockrandbebauung entlang der Landsberger Allee, Langenbeckstraße und Danziger Straße vor. Durch das Heranrücken der möglichen Baumassen im Baufeld WA1 an die geplante Blockrandstruktur ergibt sich ein großzügiger Freiraum, welcher als Erweiterung des Volksparks Friedrichshain verstanden wird. Die dadurch entstehenden Höfe orientieren sich typologisch an den klassischen Berliner Hinterhofstrukturen, diese werden transformiert und zum Park geöffnet. Sie dienen der Erschließung der angrenzenden Häuser und bilden gleichzeitig einen halböffentlichen Bereich für die Anwohner:innen. Das oberste Geschoss wird als Staffelgeschoss ausgebildet und wird vom Straßenraum zurückversetzt angeordnet. An der Ecke Landsberger Allee und Danziger Straße wird ein markanter Hochpunkt als Identifikationsort für das neue Quartier geplant.
Erschließung
Diverse zweigeschossige Durchgänge in der Gesamtfigur vernetzen den Blockinnenbereich mit dem umliegenden Stadtraum und ermöglichen eine öffentliche Erschließung der Erweiterung des Volksparks. Die fuß- und radläufige Verbindung und Vernetzung mit dem Umfeld sind somit sichergestellt.
Die Erschließung der Wohnhäuser erfolgt straßenseitig oder über die halböffentlichen Innenhöfe. Die Adressbildung und Auffindbarkeit sind garantiert.
Diverse zweigeschossige Durchgänge in der Gesamtfigur vernetzen den Blockinnenbereich mit dem umliegenden Stadtraum und ermöglichen eine öffentliche Erschließung der Erweiterung des Volksparks. Die fuß- und radläufige Verbindung und Vernetzung mit dem Umfeld sind somit sichergestellt.
Die Erschließung der Wohnhäuser erfolgt straßenseitig oder über die halböffentlichen Innenhöfe. Die Adressbildung und Auffindbarkeit sind garantiert.
Narrativ
Die Bewohner:innen Friedrichshains erhalten zurück, was sie mit dem Abriss des SEZs verlieren: Eine öffentliche Fläche, in Form der Parkerweiterung, die ein breites Angebot an verschiedenen Betätigungsmöglichkeiten und Freizeitaktivitäten bietet. In die Gestaltung der Sport- und Erholungsangebote werden Bauteile und Objekte des ehemaligen SEZ integriert, die an die Geschichte des Ortes erinnern. Die großzügige Wasserfläche steht nicht nur symbolisch für das alte Erholungsbad der DDR, sondern erfüllt auch wichtige klimarelevante Funktionen, die die Aufenthaltsqualität im Quartier verbessern.
Gebäude – Typologien
Nach einem Baukastenprinzip setzt sich die Gesamfigur aus 5 verschiedenen Haustypologien zusammen. Hierbei handelt es sich um 4-6-Spänner.
Gleiche, sich wiederholende Haustypen führen zu einer wirtschaftlichen Umsetzung des Gesamtvorhabens. Die Abmessungen der Gebäude sind in ihren Maßen bereits jetzt auf ein Modulraster abgestimmt und ermöglichen eine Vielzahl an gewünschten Wohnungsgrößen. Im Bereich des MU2 entlang der Landsberger Allee sind erdgeschossig klein- bis großflächige Gewerbeflächen (wie z.B. Supermarkt, Drogerie) vorgesehen. Im 1. Obergeschoss sind ebenfalls Gewerbeflächen für z.B. Dienstleistungen (Arztpraxen, Büros etc.) geplant. In den oberen Geschossen sind reine Wohnnutzungen platziert. Die Gebäude im WA 1, WA2 und WA 3 sind als reine Wohngebäude konzipiert, eventuell können an den Durchgängen kleine nichtstörende Gewerbeeinheiten vorgesehen werden. Das Wohnen im EG ist im Hochparterre geplant, dadurch erhalten die hofseitigen Freibereiche wie auch die Räume zur Straße zusätzliche Privatsphäre. Die geforderte Kindertagesstätte ist im nördlichsten Gebäude an der Danziger Straße situiert. Durch die Verortung am Rand des Grundstücks kann dort der Außenbereich der Kita ohne größere Beeinträchtigung der Anwohner:innen vorsehen werden, zudem ist die Andienung problemlos lösbar.
Nach einem Baukastenprinzip setzt sich die Gesamfigur aus 5 verschiedenen Haustypologien zusammen. Hierbei handelt es sich um 4-6-Spänner.
Gleiche, sich wiederholende Haustypen führen zu einer wirtschaftlichen Umsetzung des Gesamtvorhabens. Die Abmessungen der Gebäude sind in ihren Maßen bereits jetzt auf ein Modulraster abgestimmt und ermöglichen eine Vielzahl an gewünschten Wohnungsgrößen. Im Bereich des MU2 entlang der Landsberger Allee sind erdgeschossig klein- bis großflächige Gewerbeflächen (wie z.B. Supermarkt, Drogerie) vorgesehen. Im 1. Obergeschoss sind ebenfalls Gewerbeflächen für z.B. Dienstleistungen (Arztpraxen, Büros etc.) geplant. In den oberen Geschossen sind reine Wohnnutzungen platziert. Die Gebäude im WA 1, WA2 und WA 3 sind als reine Wohngebäude konzipiert, eventuell können an den Durchgängen kleine nichtstörende Gewerbeeinheiten vorgesehen werden. Das Wohnen im EG ist im Hochparterre geplant, dadurch erhalten die hofseitigen Freibereiche wie auch die Räume zur Straße zusätzliche Privatsphäre. Die geforderte Kindertagesstätte ist im nördlichsten Gebäude an der Danziger Straße situiert. Durch die Verortung am Rand des Grundstücks kann dort der Außenbereich der Kita ohne größere Beeinträchtigung der Anwohner:innen vorsehen werden, zudem ist die Andienung problemlos lösbar.
Freiraumplanung
Zudem werden mit den zahlreichen Biotop- und Grünräumen ein starkes Zeichen für den klimaresilienten Stadtumbau und eine hohe Aufenthaltsqualität geschaffen. Das Freiraumkonzept folgt dem Prinzip „Wohnen im Park“ und ist geprägt von Offenheit und Durchlässigkeit, mit fließenden Übergängen zwischen öffentlichen, halbprivaten und privaten Teilräumen. Befestigte Flächen werden zugunsten von pflegeextensiven und versickerungsfähigen Grünflächen auf ein Minimum reduziert. Durch vegetative Elemente und eine dynamische Wegeführung entstehen zwischen den hochbaulichen Strukturen Grünräume mit schattenspendenden Bäumen, Blütensäumen und darin eingebetteten Spiel- und Gemeinschaftsinseln.
Lageplan
©nsp landschaftsarchitekten stadtplaner PartGmbB
Visualisierung
©Stefan Forster GmbH
Luftperspektive
©Stefan Forster GmbH