modgnikehtotsyek
T√ĄGLICH FRISCHE WETTBEWERBE UND JOBS Jetzt Newsletter bestellen

Einladungswettbewerb | 01/2018

Entwicklung eines gemischt genutzten Quartiers am Standort Moosrosenweg in Hamburg

Visualisierung von S√ľden

Visualisierung von S√ľden

1. Preis

KPW Papay Warncke Vagt Architekten PartG mbB

Stadtplanung / Städtebau

Schegk Landschaftsarchitekten | Stadtplaner

Landschaftsarchitektur

Erläuterungstext

1. Städtebau

Die st√§dtebauliche Grundidee des Entwurfes f√ľr das Quartier am Moosrosenweg wird von einem zentralen √∂ffentli-chen Park gepr√§gt, welcher den Mittelpunkt der Neubebauung bildet. Mit ihm entsteht ein identit√§tsstiftender Ort, welcher auch f√ľr die sich anschlie√üenden Wohngebiete eine √ľbergeordnete Qualit√§t im Sinne des Landschaftspro-grammes Hamburg bilden kann.

Am s√ľdlichen Ende des Quartiers definiert ein Dreiklang aus besonders markanten Geb√§uden mit gegen√ľberliegen-den Hochpunkten einen urbanen Raum an der Kreuzung Bramfelder Chaussee und Werner-Otto-Stra√üe. An der so genannten Bramfelder Spitze entsteht ein B√ľrokomplex mit √∂ffentlicher Erdgeschosszone, dem sich an der Bramfel-der Chaussee ein Hotelgeb√§ude anschlie√üt. Am neuen Moosrosenpark besteht die Bebauungsstruktur aus einem Gegen√ľber der Typologien Block und Solit√§r. Im Osten an der Bramfelder Chaussee sch√ľtzen die zwei Gro√übl√∂cke mit ihrer geschlossenen Bauweise das Wohnquartier vor den L√§rmimmissionen der Stra√üe. Im Westen f√∂rdert die Bebauung mit Solit√§ren entlang einer Linie hingegen eine Durchl√§ssigkeit und Vernetzung zu den sich anschlie√üen-den Wohnquartieren. Hier entsteht somit auch die M√∂glichkeit, in Zukunft auf den Grundst√ľcken der SAGA mit einer Neubebauung anzukn√ľpfen.

Der Moosrosenweg wird in seinem Nord-S√ľd Verlauf zugunsten der Realisierungsm√∂glichkeit der Blockrandbebau-ung etwas in Richtung Westen verlegt. Der Querstich zur Bramfelder Chaussee bleibt in seiner Lage unver√§ndert. Das Gesamtkonzept erm√∂glicht es, in einer ersten Phase das Hanseatic Bank Geb√§ude auf Teilbereich 2 zu erhalten, in dem das Studentenwohnheim und erste, sich anschlie√üende Geb√§ude des freifinanzierten Wohnungsbaus erst nach Abbruch des Bankgeb√§udes errichtet werden.

1.1 Nutzungskonzept

Der Entwurf bietet mit seinen unterschiedlichen Typologien eine vielf√§ltige Varianz an angebotenen Wohnformen. In den Teilbereichen 1 und 2 verorten sich entlang der Bramfelder Chaussee sowohl Wohnungen f√ľr Studenten als auch f√ľr Azubis, welche aufgrund ihrer tempor√§ren Nutzung am unempfindlichsten gegen√ľber den L√§rmimmissionen der Stra√üe sind. In den Erdgeschosszonen k√∂nnen neben kleinteiligen Gewerbefl√§chen auch √∂ffentliche Nutzungen des Studentenwohnheims zu einem lebendigen Stra√üenraum f√ľhren. In den weiteren Wohngeb√§uden - entlang der Bramfelder Chaussee - sorgt die Anordnung von K√ľchen und Wohnr√§umen an der Stra√üe daf√ľr, dass sich die Schlafr√§ume auf der l√§rmabgewandten Seite im Blockinnenhof befinden k√∂nnen. Wo dies, z. B. in den Eckbereichen der Bl√∂cke, nicht m√∂glich ist, sind schallschutzverglaste Loggien vor den Schlafr√§umen denkbar.

Bauliche Sicherheitstreppenr√§ume sorgen mit ihren Balkonen entlang der Bramfelder Chaussee f√ľr eine Gliederung der Fassade und bilden den zweiten Rettungsweg, sodass die Innenh√∂fe nicht von der Feuerwehr erreicht werden m√ľssen. Dennoch lassen die Dimensionen der H√∂fe eine Anleiterbarkeit durch die Feuerwehr zu, falls dies im weite-ren Planungsverlauf gew√ľnscht werden sollte. Zun√§chst wird jedoch auf Feuerwehraufstellfl√§chen in den Blockinnen-h√∂fen bewusst verzichtet, um den komplett durchgr√ľnten Charakter der Freir√§ume nicht einzuschr√§nken.

Eine geringe Pr√§senz von Autos im Quartier wird durch 3 gro√üe Quartiertiefgaragen gew√§hrleistet, die alle Geb√§ude des Quartiers unterirdisch anbinden. Diese liegen jeweils unten den beiden Bl√∂cken und als Option auch unter der Reihe der Solit√§rbauten im Westen. Somit k√∂nnen alle Wohnungen √ľber ihren Erschlie√üungskern und die jeweilige Quartiertiefgarage direkt und wettergesch√ľtzt mit dem Auto erreicht werden. Auf diese Weise erh√§lt das Quartier eine besondere Steigerung der Lebensqualit√§t, da Kinder in weiten Teilen des Entwurfsgebiets ohne Gefahr spielen und auch √§ltere Bewohner ohne Beeintr√§chtigung das Quartier durchlaufen k√∂nnen.

1.2 Architektonisches Konzept

Das Architektonische Konzept verfolgt mit dem Leitbild "Varianz in der Einheit" eine homogene Gesamtgestalt, die das Quartier erkennbar zusammenh√§lt. So werden die unterschiedlichen Typologien Block und die Reihung von Solit√§ren jeweils aus eigenst√§ndig gestalteten Geb√§uden konzipiert, um sie jedoch durch die Verwendung von wie-derkehrenden Gestaltungselementen wieder in ein √ľbergeordnetes Gesamtbild zu integrieren. Hier sind vielf√§ltige Motive in der Tradition der Hamburger Klinkerfassade denkbar.

An der Bramfelder Spitze markieren zudem drei besonders pr√§gnante Geb√§ude den neu gefassten urbanen Raum an der Magistrale Bramfelder Chaussee. Horizontale, abgerundete Elemente bestimmen hier die Fassaden. Auch durch die Hochpunkte heben sich die Geb√§ude hier etwas von der √ľbrigen Gestaltung ab, wobei die Bauk√∂rper durch die ruhige und elegante Gesamtgestalt weder fremd an diesem Ort wirken noch ihre Eigenst√§ndigkeit und Pr√§gnanz verstecken m√ľssen.

2. Freiräume
Das Freiraumkonzept unterscheidet zwischen √∂ffentlichen, halb√∂ffentlichen und privaten Freifl√§chen sowie Erschlie-√üungsr√§umen. W√§hrend in Letzteren Baumreihen f√ľr r√§umliche Durchgr√ľnung und Struktur sorgen, werden die √∂f-fentlichen Fl√§chen im Park und die halb√∂ffentlichen Fl√§chen in den H√∂fen von unregelm√§√üigen Baumpflanzungen und Wiesenfl√§chen gepr√§gt.
Der Baumbestand an der westlichen Grenze wird soweit als m√∂glich erhalten und um eine Ost-West verlaufende Baumreihe als Gr√ľnverkn√ľpfung erg√§nzt.

2.1 Moosrosenpark
Zwischen den st√§dtebaulichen Gro√üformen der Bebauung mit den beiden Bl√∂cken im Osten und der Zeile im Westen entsteht ein markant gefasster zentraler Freiraum, der als Quartiers-Park die Funktionen einer √∂ffentlichen Gr√ľnfl√§che wahrnimmt. Dabei wird die geforderte Regenwasser-Retention mit einer zentral gelegenen Wasserfl√§che zu einem zentralen Gestaltungsmittel gemacht. Durch die daf√ľr erforderliche Eintiefung entsteht am √∂stlichen Rand des Parks eine westorientierte Sitzstufen-Arena, die besonders am Nachmittag/Abend zum Sitzen einl√§dt. Zu den ‚ÄöPunkth√§u-sern‚Äė im Westen steigt der Park dann sanft an, die Eintiefung ist jetzt mit 1,50 m angedacht. Diese Retentionsmulde l√§sst sich auch gut mit dem geforderten Wasserspielplatz kombinieren und verbinden. In der Ost-West-Achse des Moosrosenweges f√ľhrt ein ‚ÄöDamm‚Äė durch/√ľber die Wasserfl√§che, der auch als Abschnittsbildner dienen kann, wenn der Ideenteil (zun√§chst) nicht realisiert wird. Der Park ist ansonsten eine mit B√§umen unregelm√§√üig √ľberstanden ruhi-ge Gr√ľnfl√§che. Die geforderten Spielplatzfunktionen werden in den Park integriert. An seinem Nordende endet der Park mit bzw. in einer kleinen Platzfl√§che.

2.2 Höfe
Die gro√üz√ľgigen Hofr√§ume in den Bl√∂cken bieten neben den privaten Gartenfl√§chen unmittelbar an den Geb√§uden gemeinschaftliche Gr√ľnfl√§chen, die ein vielf√§ltiges Angebot f√ľr Aktivit√§ten der Bewohner beinhalten: Kleinkinderspiel-fl√§chen, Sitzpl√§tze etc.
F√ľr die Andienung des Kindergartens im s√ľdlichen Hof ist zumindest per Fahrrad die kleine Platzfl√§che im Hof geeig-net.

3. Erschließung
Der auch schon im Bestand abknickende Moosrosenweg wird als zentrale Quartierserschlie√üung genutzt. In dem beidseitig von Bebauung eingefassten Teil, der sich in Ost-West-Richtung erstreckt, werden an der 6m breiten Fahr-bahn Senkrechtparker angeordnet, um bereits in der Zufahrt von der Bramfelder Chaussee Stra√üe m√∂glichst viel Besucherverkehr abzufangen und das Quartier im Inneren zu entlasten. Der Querschnitt erreicht hier die in der Aus-lobung dargestellte Breite von 20 m. Der um einen n√∂rdlichen Ast erg√§nzte, Nord-S√ľd-verlaufende Teil des Moosro-senweges bleibt demgegen√ľber aufgrund der einseitigen Erschlie√üungsfunktion auch im Querschnitt deutlich zur√ľck, es gibt nur einseitig L√§ngsparker. Somit wird auch der Park nicht mit Stellpl√§tzen abgetrennt. Insgesamt werden so rund 70 √∂ffentliche Stellpl√§tze geschaffen. Der n√∂rdliche Ast des Weges m√ľndet in die abknickende Vorfahrt der Bestandsstra√üe ein. An seinem Nordende entsteht eine Platzfl√§che mit gr√ľner Mitte, die sowohl die Wendem√∂glich-keit bietet wie auch gro√üz√ľgig Zufahrt und Zugang zum Kindergarten, wie in der Auslobung gefordert. Der davon nach S√ľden abgehende Erschlie√üungsweg f√ľr die westliche Zeilenbebauung ist ein reiner Anliegerweg ohne Durch-gangsverkehr, aber offen f√ľr Feuerwehr und Rettung.
Lapeplan M 1:1000

Lapeplan M 1:1000

Lageplan M. 1/1000

Lageplan M. 1/1000

Lageplan M 1:500

Lageplan M 1:500

Lageplan M. 1/500

Lageplan M. 1/500

Schnitte / Ansichten M. 1/500

Schnitte / Ansichten M. 1/500

Grundrissausschnitte M. 1/500

Grundrissausschnitte M. 1/500

Piktogramme

Piktogramme

Visualisierung von Norden

Visualisierung von Norden