Nichtoffener Wettbewerb | 12/2024
Entwicklung Inklusives Quartier Rappertshofen in Reutlingen
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Lageplan
©SFA RSLA
3. Preis
Preisgeld: 15.900 EUR
Stadtplanung / Städtebau
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Verfasser:
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Mitarbeitende:
Carla Roth, Philipp Frankmann, Wiebke Nolte, Till Apsel, Nils Lamm, Lukas Bihler
Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten und Stadtplaner GmbH
Landschaftsarchitektur
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Verfasser:
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Mitarbeitende:
Beurteilung durch das Preisgericht
Das Ziel des Verfassers ist die Schaffung eines „Urbanen Dorfcharakters“, wozu eine stringente rasterartige Grundstruktur vorgeschlagen wird, die über Freiraumbänder gegliedert und mit einer außen liegenden Ringstraße erschlossen wird. Damit wird der Ort mit einer weitgehend neuen Struktur überlagert, die sich stark nach innen richtet und sich wenig mit dem umgebenden Landschaftraum und dem Stadtteil Orschel-Hagen verbindet. Außerdem entstehen lange Achsen, meist ohne raumbildende Umlenkungen. Innerhalb der städtebaulichen Grundstruktur werden relative enge Wohnhöfe vorgeschlagen, die deshalb die Kommunikation nicht befördern können, und sich wiederholende kleinteilige Gebäudetypen, die unterschiedlichen Dach- und Wohnformen haben und teilweise Bestandgebäude integrieren. Somit entsteht eine dörflich anmutende Kleinkörnigkeit, deren Stadtbildwirkung und Anpassungsfähigkeit an zukünftige Nutzungs- und Vermarktungseinheiten jedoch kontrovers diskutiert wird. Die Ausnutzung der Arbeit entspricht den Vorgaben. Das Erschließungskonzept setzt auf drei Quartiersgaragen am Rande des Gebiets, die durch eine Ringstraße an die Rommelsbacher Straße angebunden sind. Zwei der Garagen liegen am westlichen Rand des Gebiets und führen damit einen Großteil des Quell- und Zielverkehrs in das Gebiet hinein. Der Verkehr wird zusätzlich durch die über das Gebiet verteilten gewerblichen bzw. wirtschaftsverkehrsintensiven Nutzungen verstärkt.
Insgesamt trägt das Erschließungskonzept in Verbindung mit der Anordnung der Nutzungen nach Meinung der Jury nicht zu dem Ziel eines möglichst verkehrsarmen Quartiers bei. Die wichtigen Nutzungsbausteine Werkstätten und Produktion werden zusammen mit den Quartiersgaragen entlang der Ringstraße und in teilweise ungünstiger Entfernung zur Kantine angeordnet, die im Norden in den Kulturpark eingreift und zudem mit dem dortigen Café in Konkurrenz steht. Die Überbauung der Fernwärmeleitungsinfrastruktur mit den Werkstätten am westlichen Rand wird sehr kritisch gesehen. Die Freiraumstruktur mit dem grünen Band als markante Achse, das den Naturgarten Mensch und Tier aufnehmen soll, wirkt schematisch und in seinen Inhalten überfrachtet. Die angebotene schmale Wegeverbindung nach Orschel-Hagen, vorbei am vorgeschlagenen Kreisverkehr, stellt keine attraktive Fußgängerverbindung dar, die zu einer besseren Verflechtung beitragen könnte. Der wertvolle Baumbestand wird nur zum Teil in das Freiraumkonzept integriert. Sehr begrüßt wird der Erhalt des südwestlichen Wäldchens und der Linde. Die beiden öffentlichen Plätze, der Lindenplatz und der Quartiersplatz beim Pflegeheim, liegen an den richtigen Stellen und werden als maßstäblich betrachtet.
Axonometrie Quartier
©SFA
Perspektive Grüne Mitte
©SFA
Perspektive Wohnhof
©SFA