Nichtoffener Wettbewerb | 12/2024
Entwicklung Inklusives Quartier Rappertshofen in Reutlingen
6
Quartiersplan
©TDB Landschaft
Anerkennung
Preisgeld: 10.600 EUR
Stadtplanung / StÀdtebau
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Verfasser:
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Mitarbeitende:
Landschaftsarchitektur
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Verfasser:
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Mitarbeitende:
ErlÀuterungstext
gemeinsam naturnah leben
LEITIDEE â NEUER LEBENSORT MIT GRĂNER IDENTITĂT
Die stĂ€dtebauliche Grundidee des neuen, durchmischten Quartiers in Rappertshofen leitet sich aus der Analyse des Ortes und den vorhanden typologischen Bausteinen sowie dem bestehenden naturnahen GrĂŒnraumbezug ab.
Ziel des Entwurfs ist ein anpassungsfÀhiger, resilienter StÀdtebau mit hoher AufenthaltsqualitÀt und NaturnÀhe.
Hauptmerkmal der vorhandenen baulichen Struktur auf dem GrundstĂŒck ist eine aktuell noch in Betrieb befindliche Pflegeeinrichtung mit angegliederten Serviceeinrichtungen und WerkstĂ€tten.
Um dieses GebĂ€udeensemble, das gestalterisch, baukonstruktiv und ökologisch ertĂŒchtigt wird, orientieret sich die neue stĂ€dtebauliche Setzung. Auch die Gruppe aus Wohnhochhaus und ReihenhĂ€user sowie die zwei MehrfamilienhĂ€user sollen renoviert, ertĂŒchtigt und erhalten werden.
Die bestehende Halle der GroĂkĂŒche INSIVA erhĂ€lt mit der neuen Produktionshalle einen Nachbarn und vor dem Kulturpark entsteht neben dem neuen Pflegeheim ein Quartiersplatz.
Mit der passgenauen Verbindung von naturnahen, grĂŒnen und gebauten RĂ€umen, in Kombination mit einer aus dem Kontext hergeleiteten Wohnhaustypologie verschmilzt das neue Quartier mit den angrenzenden Frei- und SiedlungsrĂ€umen zu einem Ganzen.
Es entsteht ein neues Quartier mit AufenthaltsqualitĂ€t fĂŒr gemeinsames, naturnahes leben.
Im Zusammenspiel der neuen WohnhĂ€user mit den ertĂŒchtigten BestandsgebĂ€uden, wird die stĂ€dtebauliche und freiraumplanerische Entwicklung des Areals auf einem baukulturellen bemerkenswerten Niveau vollzogen.
Es entsteht eine integrierte stĂ€dtebauliche und landschaftsarchitektonische Gesamtkonzeption, ein inklusives Quartier mit Modellcharakter und Vorbildfunktion ĂŒber die Region hinaus.
Durch die geplante lebenswerte Verdichtung wird auch die Gartenstadt Orschel-Hagen aufgewertet und erhĂ€lt eine rĂ€umliche und funktionale Erweiterung/ErgĂ€nzung. Insbesondere die geplanten öffentlichen RĂ€ume und öffentlichen Nutzungen um den âgrĂŒnen Ringâ bereichern die Angebote der Gartenstadt und laden die Nachbarn ins Quartier ein.
Die angemessene rĂ€umlich Dichte und Auslastung des GrundstĂŒcks, in Verbindung mit qualitĂ€tsvollen GruÌn- und FreirĂ€umen sowie einer geplanten seriellen, modularen Bauweise, ĂŒberwiegend mit Holzelementen, verspricht eine auch in Bauabschnitten, wirtschaftliche Realisierbarkeit.
GEBĂUDETYPOLOGIEN â MASSSTĂBLICHKEIT
ErgĂ€nzt wird der umgebaute Bestand mit einer neuen, anpassungsfĂ€higen, fĂŒr Wohnungen gut geeigneten GebĂ€udetypologie. Dabei bilden Gruppen von PunkthĂ€usern auf gemeinsamen Plateaus kleine Nachbarschaften. Unter den offenen und mit Licht durchfluteten Plateaus, die sich mit der bestehenden Topografie verzahnen, ist Platz fĂŒr gemeinschaftliche AktivitĂ€ten, FahrrĂ€der und Autos. Die Körnung der neuen Wohnbebauung bildet einen BrĂŒckenschlag und Bezug zum Wohngebiet Orschel-Hagen.
Die unterschiedlichen, barrierefreien Wohnformen die in den Neubauten und den umgebauten BestandsgebÀuden (z.B. Clusterwohnen oder Wohngemeinschaften), bieten ein diversifiziertes Wohnraumangebot. Durch die Gruppenbildung der neuen HÀuser sind gemeinschaftliche Wohnformen und Bauherrenmodelle wie Baugenossenschaften und Baugruppen sehr gut umsetzbar. Es entsteht eine ausgewogene Durchmischung verschiedener, inklusiver Wohnformen, die ein gemeinsames miteinander und naturnahes Leben ermöglichen.
Die Reaktivierung und Einbindung in das Gesamtkonzept von IdentitĂ€t stiftenden Orten wie Mehrzweckhalle, Kantine mit KĂŒche, Schwimmbad und WerkstĂ€tten bereichert den öffentlichen Raum. Tagesstrukturierende Angebote und Kleingewerbe im Erdgeschoss sowie die neue Kita und eine Markthalle ergĂ€nzen die Nutzungsvielfalt und beleben das Quartier vielfĂ€ltig.
Durchweg ist eine Verbindung und Transparenz zwischen Innen und AuĂen geplant. Die FlĂ€chen der NachbarschaftsgĂ€rten und der Bereich fĂŒr das Projekt âMensch und Tierâ sind dabei genauso wichtig wie neue ruhige FreirĂ€ume innerhalb und auĂerhalb der GebĂ€ude.
â
VORHANDENES NUTZEN - ENERGIE INTELLIGENT NUTZEN
Naturbelassene Materialien und Holz als zentraler Baustoff sind durchgehend fĂŒr die Renovierung und den Neubau als ressourcenschonende Bauweise vorgesehen. Regenerative Energien wie Photovoltaik und WĂ€rmepumpen kommen zum Einsatz. Eine Niederschlagswasserbewirtschaftung in Kombination mit Dach- und FassadenbegrĂŒnung ist geplant.
Diese bestehende Bebauung bietet ein hohes Potential an grauer Energie und wird fĂŒr die weitere Nutzung auf die Tragstruktur zurĂŒckgebaut, teilweise aufgestockt, energetisch ertĂŒchtigt und kann so zukĂŒnftiges Wohnen mit unterschiedlichen Wohnformen aufnehmen.
Im offenen Erdgeschoss ist eine gemeinschaftliche Nutzung mit einem Markt, WerkstÀtten, Café, Bar, Restaurant, Mensa, Veranstaltungshalle und ruhigen Höfen geplant.
FREIRĂUME â VERKNĂPFUNGEN
Der vorhandene GrĂŒnraum trĂ€gt in besonderem MaĂe zur QualitĂ€t des Ortes bei. Unter weitgehender BerĂŒcksichtigung des wertvollen Baumbestandes wird der Raum neu interpretiert, NutzungsqualitĂ€ten werden verbessert und rĂ€umliche BezĂŒge hergestellt. Der âGrĂŒne Ringâ bildet das zentrale Element des Freiraums. Er verwebt die Funktion der ErschlieĂung mit neuen, vielfĂ€ltig zu nutzenden FreiflĂ€chen, gleichzeitig ist er das formale Signet fĂŒr Inklusion und Barrierefreiheit.
Der âGrĂŒne Ringâ integriert die erforderlichen FlĂ€chen fĂŒr Spiel, Kultur, Bewegung, Mensch und Tier, er schafft zahlreiche Bereiche fĂŒr Aufenthalt und Erholung. Neben GrĂŒnflĂ€chen entstehen Platzbereiche fĂŒr kleinere MĂ€rkte oder Veranstaltungen.
Neben dem Anspruch, einen attraktiven, öffentlichen Gesamtraum zu gestalten, entstehen auch Bereiche mit ĂŒberwiegend privatem Charakter. Die âSaisongĂ€rtenâ schaffen individuelle NutzgartenflĂ€chen und fördern persönliches Engagement auf dem Areal. Die Höfe innerhalb der Wohncluster bilden zurĂŒckgezogene FreirĂ€ume, schaffen wohnungsnahe Privatheit und ermöglichen durch die Lagegunst der Topografie einen wunderbaren Ausblick auf den nördlich gelegenen Landschaftsraum.
ERSCHLIESSUNG â MOBILITĂT - INKLUSION
Vorrang haben die FuĂgĂ€nger, daraus resultierend gilt Schrittgeschwindigkeit auf dem gesamten Areal. Die ErschlieĂung fĂŒr den MIV erfolgt ĂŒber eine minimal dimensionierte, als shared space geplante RingstraĂe, die auch die FlĂ€chen fĂŒr Feuerwehr und Anlieferung berĂŒcksichtigt.
Die Andienung der GroĂkĂŒche Insiva und geplanten Produktionshalle erfolgt ĂŒber die nördliche Zufahrt mit einer gemeinsam zu nutzenden WendeflĂ€che und StellplĂ€tzen. Der sĂŒdliche und ruhige Teil der RingstraĂe bleibt der ErschlieĂung der Wohncluster vorbehalten.
Zur Minimierung der Verkehre im Quartier entsteht entlang der westlichen Grenze ein Mobility-HUB, in dem neben BesucherstellplĂ€tzen auch FlĂ€chen fĂŒr Car-sharing und E-Bikes angeboten werden.
Das feinmaschige Wegenetz schafft ein Quartier der âkurzen Wegeâ, gleichzeitig lĂ€dt es zum Spazieren oder Verweilen ein.
Neue WegeanschlĂŒsse stĂ€rken den stadtrĂ€umlichen Zusammenhang, insbesondere die Anbindung an das Wohnquartier Orschel-Hagen und den Orschelpark. Gleichzeitig werden wichtige, auch visuelle Verbindungen mit dem umgebenden Landschaftsraum hergestellt.
Die Aufwertung der Bushaltestelle an der Rommelsbacher StraĂe unterstreicht die verkehrspolitische Notwendigkeit des ĂPNV.
Inklusion, die Teilhabe Aller, ist auch Ziel des Wegenetzes. SĂ€mtliche Bereiche sind nicht nur barrierefrei zu erreichen, vielmehr entstehen RĂ€ume, die konfliktfrei von Menschen mit Bewegungs-einschrĂ€nkungen, Kindern oder Freizeitsportlern zum Laufen genutzt werden können. Eine besondere Markierung der FlĂ€chen ist nicht vorgesehen, durch Aufmerksamkeit und RĂŒcksichtnahme der Bewohnerschaft kann dies entfallen.
Die stĂ€dtebauliche Grundidee des neuen, durchmischten Quartiers in Rappertshofen leitet sich aus der Analyse des Ortes und den vorhanden typologischen Bausteinen sowie dem bestehenden naturnahen GrĂŒnraumbezug ab.
Ziel des Entwurfs ist ein anpassungsfÀhiger, resilienter StÀdtebau mit hoher AufenthaltsqualitÀt und NaturnÀhe.
Hauptmerkmal der vorhandenen baulichen Struktur auf dem GrundstĂŒck ist eine aktuell noch in Betrieb befindliche Pflegeeinrichtung mit angegliederten Serviceeinrichtungen und WerkstĂ€tten.
Um dieses GebĂ€udeensemble, das gestalterisch, baukonstruktiv und ökologisch ertĂŒchtigt wird, orientieret sich die neue stĂ€dtebauliche Setzung. Auch die Gruppe aus Wohnhochhaus und ReihenhĂ€user sowie die zwei MehrfamilienhĂ€user sollen renoviert, ertĂŒchtigt und erhalten werden.
Die bestehende Halle der GroĂkĂŒche INSIVA erhĂ€lt mit der neuen Produktionshalle einen Nachbarn und vor dem Kulturpark entsteht neben dem neuen Pflegeheim ein Quartiersplatz.
Mit der passgenauen Verbindung von naturnahen, grĂŒnen und gebauten RĂ€umen, in Kombination mit einer aus dem Kontext hergeleiteten Wohnhaustypologie verschmilzt das neue Quartier mit den angrenzenden Frei- und SiedlungsrĂ€umen zu einem Ganzen.
Es entsteht ein neues Quartier mit AufenthaltsqualitĂ€t fĂŒr gemeinsames, naturnahes leben.
Im Zusammenspiel der neuen WohnhĂ€user mit den ertĂŒchtigten BestandsgebĂ€uden, wird die stĂ€dtebauliche und freiraumplanerische Entwicklung des Areals auf einem baukulturellen bemerkenswerten Niveau vollzogen.
Es entsteht eine integrierte stĂ€dtebauliche und landschaftsarchitektonische Gesamtkonzeption, ein inklusives Quartier mit Modellcharakter und Vorbildfunktion ĂŒber die Region hinaus.
Durch die geplante lebenswerte Verdichtung wird auch die Gartenstadt Orschel-Hagen aufgewertet und erhĂ€lt eine rĂ€umliche und funktionale Erweiterung/ErgĂ€nzung. Insbesondere die geplanten öffentlichen RĂ€ume und öffentlichen Nutzungen um den âgrĂŒnen Ringâ bereichern die Angebote der Gartenstadt und laden die Nachbarn ins Quartier ein.
Die angemessene rĂ€umlich Dichte und Auslastung des GrundstĂŒcks, in Verbindung mit qualitĂ€tsvollen GruÌn- und FreirĂ€umen sowie einer geplanten seriellen, modularen Bauweise, ĂŒberwiegend mit Holzelementen, verspricht eine auch in Bauabschnitten, wirtschaftliche Realisierbarkeit.
GEBĂUDETYPOLOGIEN â MASSSTĂBLICHKEIT
ErgĂ€nzt wird der umgebaute Bestand mit einer neuen, anpassungsfĂ€higen, fĂŒr Wohnungen gut geeigneten GebĂ€udetypologie. Dabei bilden Gruppen von PunkthĂ€usern auf gemeinsamen Plateaus kleine Nachbarschaften. Unter den offenen und mit Licht durchfluteten Plateaus, die sich mit der bestehenden Topografie verzahnen, ist Platz fĂŒr gemeinschaftliche AktivitĂ€ten, FahrrĂ€der und Autos. Die Körnung der neuen Wohnbebauung bildet einen BrĂŒckenschlag und Bezug zum Wohngebiet Orschel-Hagen.
Die unterschiedlichen, barrierefreien Wohnformen die in den Neubauten und den umgebauten BestandsgebÀuden (z.B. Clusterwohnen oder Wohngemeinschaften), bieten ein diversifiziertes Wohnraumangebot. Durch die Gruppenbildung der neuen HÀuser sind gemeinschaftliche Wohnformen und Bauherrenmodelle wie Baugenossenschaften und Baugruppen sehr gut umsetzbar. Es entsteht eine ausgewogene Durchmischung verschiedener, inklusiver Wohnformen, die ein gemeinsames miteinander und naturnahes Leben ermöglichen.
Die Reaktivierung und Einbindung in das Gesamtkonzept von IdentitĂ€t stiftenden Orten wie Mehrzweckhalle, Kantine mit KĂŒche, Schwimmbad und WerkstĂ€tten bereichert den öffentlichen Raum. Tagesstrukturierende Angebote und Kleingewerbe im Erdgeschoss sowie die neue Kita und eine Markthalle ergĂ€nzen die Nutzungsvielfalt und beleben das Quartier vielfĂ€ltig.
Durchweg ist eine Verbindung und Transparenz zwischen Innen und AuĂen geplant. Die FlĂ€chen der NachbarschaftsgĂ€rten und der Bereich fĂŒr das Projekt âMensch und Tierâ sind dabei genauso wichtig wie neue ruhige FreirĂ€ume innerhalb und auĂerhalb der GebĂ€ude.
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VORHANDENES NUTZEN - ENERGIE INTELLIGENT NUTZEN
Naturbelassene Materialien und Holz als zentraler Baustoff sind durchgehend fĂŒr die Renovierung und den Neubau als ressourcenschonende Bauweise vorgesehen. Regenerative Energien wie Photovoltaik und WĂ€rmepumpen kommen zum Einsatz. Eine Niederschlagswasserbewirtschaftung in Kombination mit Dach- und FassadenbegrĂŒnung ist geplant.
Diese bestehende Bebauung bietet ein hohes Potential an grauer Energie und wird fĂŒr die weitere Nutzung auf die Tragstruktur zurĂŒckgebaut, teilweise aufgestockt, energetisch ertĂŒchtigt und kann so zukĂŒnftiges Wohnen mit unterschiedlichen Wohnformen aufnehmen.
Im offenen Erdgeschoss ist eine gemeinschaftliche Nutzung mit einem Markt, WerkstÀtten, Café, Bar, Restaurant, Mensa, Veranstaltungshalle und ruhigen Höfen geplant.
FREIRĂUME â VERKNĂPFUNGEN
Der vorhandene GrĂŒnraum trĂ€gt in besonderem MaĂe zur QualitĂ€t des Ortes bei. Unter weitgehender BerĂŒcksichtigung des wertvollen Baumbestandes wird der Raum neu interpretiert, NutzungsqualitĂ€ten werden verbessert und rĂ€umliche BezĂŒge hergestellt. Der âGrĂŒne Ringâ bildet das zentrale Element des Freiraums. Er verwebt die Funktion der ErschlieĂung mit neuen, vielfĂ€ltig zu nutzenden FreiflĂ€chen, gleichzeitig ist er das formale Signet fĂŒr Inklusion und Barrierefreiheit.
Der âGrĂŒne Ringâ integriert die erforderlichen FlĂ€chen fĂŒr Spiel, Kultur, Bewegung, Mensch und Tier, er schafft zahlreiche Bereiche fĂŒr Aufenthalt und Erholung. Neben GrĂŒnflĂ€chen entstehen Platzbereiche fĂŒr kleinere MĂ€rkte oder Veranstaltungen.
Neben dem Anspruch, einen attraktiven, öffentlichen Gesamtraum zu gestalten, entstehen auch Bereiche mit ĂŒberwiegend privatem Charakter. Die âSaisongĂ€rtenâ schaffen individuelle NutzgartenflĂ€chen und fördern persönliches Engagement auf dem Areal. Die Höfe innerhalb der Wohncluster bilden zurĂŒckgezogene FreirĂ€ume, schaffen wohnungsnahe Privatheit und ermöglichen durch die Lagegunst der Topografie einen wunderbaren Ausblick auf den nördlich gelegenen Landschaftsraum.
ERSCHLIESSUNG â MOBILITĂT - INKLUSION
Vorrang haben die FuĂgĂ€nger, daraus resultierend gilt Schrittgeschwindigkeit auf dem gesamten Areal. Die ErschlieĂung fĂŒr den MIV erfolgt ĂŒber eine minimal dimensionierte, als shared space geplante RingstraĂe, die auch die FlĂ€chen fĂŒr Feuerwehr und Anlieferung berĂŒcksichtigt.
Die Andienung der GroĂkĂŒche Insiva und geplanten Produktionshalle erfolgt ĂŒber die nördliche Zufahrt mit einer gemeinsam zu nutzenden WendeflĂ€che und StellplĂ€tzen. Der sĂŒdliche und ruhige Teil der RingstraĂe bleibt der ErschlieĂung der Wohncluster vorbehalten.
Zur Minimierung der Verkehre im Quartier entsteht entlang der westlichen Grenze ein Mobility-HUB, in dem neben BesucherstellplĂ€tzen auch FlĂ€chen fĂŒr Car-sharing und E-Bikes angeboten werden.
Das feinmaschige Wegenetz schafft ein Quartier der âkurzen Wegeâ, gleichzeitig lĂ€dt es zum Spazieren oder Verweilen ein.
Neue WegeanschlĂŒsse stĂ€rken den stadtrĂ€umlichen Zusammenhang, insbesondere die Anbindung an das Wohnquartier Orschel-Hagen und den Orschelpark. Gleichzeitig werden wichtige, auch visuelle Verbindungen mit dem umgebenden Landschaftsraum hergestellt.
Die Aufwertung der Bushaltestelle an der Rommelsbacher StraĂe unterstreicht die verkehrspolitische Notwendigkeit des ĂPNV.
Inklusion, die Teilhabe Aller, ist auch Ziel des Wegenetzes. SĂ€mtliche Bereiche sind nicht nur barrierefrei zu erreichen, vielmehr entstehen RĂ€ume, die konfliktfrei von Menschen mit Bewegungs-einschrĂ€nkungen, Kindern oder Freizeitsportlern zum Laufen genutzt werden können. Eine besondere Markierung der FlĂ€chen ist nicht vorgesehen, durch Aufmerksamkeit und RĂŒcksichtnahme der Bewohnerschaft kann dies entfallen.
KLIMA - VEGETATION
Die stĂ€dtebauliche Neuentwicklung verfolgt das Klimaziel, die BiodiversitĂ€t des Standortes trotz Neubebauung nicht nur zu erhalten, sondern weiter zu qualifizieren und zu erweitern. Unter weitgehender BerĂŒcksichtigung des wertvollen Baumbestandes erfolgte eine Neupflanzung von ĂŒber 200 verschiedenen, klimaangepassten BĂ€umen und GroĂstrĂ€uchern, deren BlĂŒhaspekt und HerbstfĂ€rbung die Vielfalt der Vegetation auch optisch unterstreichen. Baumrigolen unterstĂŒtzen das Wachstum und die VitalitĂ€t der der Neupflanzungen.
Anfallendes Regenwasser wird zur BewĂ€sserung in Zisternen zwischengespeichert und je nach Bodenbeschaffenheit ĂŒber Mulden oder Rigolen auf dem GrundstĂŒck versickert. Durch den naturnahen Umgang mit Regenwasser entstehen wertvolle VerdunstungsflĂ€chen, die KĂŒhlung und erhöhte Luftfeuchtigkeit zur Folge haben.
Die stĂ€dtebauliche Neuentwicklung verfolgt das Klimaziel, die BiodiversitĂ€t des Standortes trotz Neubebauung nicht nur zu erhalten, sondern weiter zu qualifizieren und zu erweitern. Unter weitgehender BerĂŒcksichtigung des wertvollen Baumbestandes erfolgte eine Neupflanzung von ĂŒber 200 verschiedenen, klimaangepassten BĂ€umen und GroĂstrĂ€uchern, deren BlĂŒhaspekt und HerbstfĂ€rbung die Vielfalt der Vegetation auch optisch unterstreichen. Baumrigolen unterstĂŒtzen das Wachstum und die VitalitĂ€t der der Neupflanzungen.
Anfallendes Regenwasser wird zur BewĂ€sserung in Zisternen zwischengespeichert und je nach Bodenbeschaffenheit ĂŒber Mulden oder Rigolen auf dem GrundstĂŒck versickert. Durch den naturnahen Umgang mit Regenwasser entstehen wertvolle VerdunstungsflĂ€chen, die KĂŒhlung und erhöhte Luftfeuchtigkeit zur Folge haben.
Beurteilung durch das Preisgericht
Der Situationsplan zeigt eine gut verstĂ€ndliche stĂ€dtebauliche Idee. GeschĂ€tzt wird auch der nachhaltige Gedanken, die bestehenden Bauten in der Mitte des Quartiers zu erhalten. Diese werden sorgfĂ€ltig umgenutzt und instandgesetzt. Der direkte Bezug und damit auch die kurzen Wegverbindungen zwischen Kantine und den WerkstĂ€tten ist gegeben. Die Umnutzung des Bestands ist wahrscheinlich auch ökonomisch interessant. Um die erhaltenen GebĂ€ude wird ein grĂŒner, parkĂ€hnlicher Freiraum vorgeschlagen. Um diesen wiederum sind die Wohnbauten angeordnet. Je drei bis vier GebĂ€ude bilden zusammen jeweils ein Wohncluster. Ein gemeinsames Parkierungsdeck verbinden dies Bauten. Ăber der teilweise offenen Parkierungsebene befindet sich ein begrĂŒntes Plateau. GroĂe runde Ăffnungen schaffen eine rĂ€umliche Verbindung der beiden Ebenen und belichten die ParkplĂ€tze. Dieser Sichtbezug wird auch wegen der akustischen BeeintrĂ€chtigung kritisiert. Obwohl diese ĂŒbergeordnete stĂ€dtebauliche Setzung verstanden wird, hat diese Anordnung der Bauten und deren Nutzungen auch Nachteile. Der motorisierte Individualverkehr wird in das gesamte Quartier gefĂŒhrt. Die freirĂ€umlichen QualitĂ€ten des GrĂŒnraums werden eingeschrĂ€nkt und die Möglichkeit der Schaffung eines autoarmen Stadtteils wird erschwert. Unangenehm sind auch die durch das gewachsene GelĂ€nde entstehenden dunklen Ăffnungen dieser Parkdecks, die sich auch immer auf den öffentlichen Park orientieren. Das vielfĂ€ltige und komplizierte Wegenetz erschwert die Orientierung fĂŒr Menschen mit Behinderungen. Auch die Adressierung der Wohnbauten ĂŒber die Parkierungsebene ist unattraktiv und umstĂ€ndlich. Eine Wendeltreppe mit mittigem Fahrstuhl fĂŒhrt auf das Gartendeck, von dem wiederum die EingĂ€nge der WohnhĂ€user erschlossen werden. Diesen unterbauten GĂ€rten fehlt auch der Bezug zum Boden. Deren Bepflanzung ist daher eingeschrĂ€nkt. Die dargestellten Grundrisse der Wohnbauten widersprechen den Anforderungen des integrativen Wohnens. Ob die im Wettbewerbsprogramm geforderte rĂ€umliche Anbindung an Orschel-Hagen geschaffen werden kann, wird bezweifelt. FĂŒr die FuĂgĂ€nger werden nur zwei Zebrastreifen ĂŒber die stark befahrene Rommelsbacher StraĂe angeboten. Obwohl die stĂ€dtebauliche Idee verstĂ€ndlich ist, hinterfragt das Preisgericht insbesondere die Organisation und Anordnung der WohngebĂ€ude. Mit der bebauten Mitte wird die Chance verpasst einen sozialen Begegnungsraum zu schaffen. Der GrĂŒnraum wird zum MobilitĂ€tsraum und AbstandsgrĂŒn.
Marktplatz
©TDB Landschaft
SaisongÀrten
©TDB Landschaft
Schnittansichten Quartier
©CKRS Architekten
Wohnhöfe
©CKRS Architekten
Konzept Quartier
©CKRS Architekten und TDB Landschaft