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Nichtoffener Wettbewerb | 07/2025

Entwicklung Klimaquartier Ramersdorf in München

quartiersmitte
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quartiersmitte

1. Preis

Preisgeld: 80.000 EUR

dressler mayerhofer rössler architekten und stadtplaner

Architektur, Stadtplanung / Städtebau

a+p Architekten Kellner-Grau-Stange Partnerschaft mbB

Architektur

michellerundschalk GmbH landschaftsarchitektur und urbanismus

Landschaftsarchitektur

bauart – Beratende Ingenieure

Tragwerksplanung

en.hil Beratende Ingenieure Hiller PartG mbB

TGA-Fachplanung

Jonas Bloch Architekturvisualisierung

Visualisierung

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Arbeit besticht durch ihre schlichte und pragmatische Herangehensweise, die zu einem der Aufgabe angemessenen Ergebnis führt. Das Wohnflächenangebot geht nicht wesentlich über die geforderte Mindestdichte hinaus, aber gerade dadurch ergibt sich die Möglichkeit, die Freiflächen des Quartiers auf überraschende und wirkungsvolle Weise in eine zeitgemäße Wohnumgebung umzugestalten: Der Autoverkehr ist auf den Bereich der Triester Straße konzentriert, so dass die Erschießungsstraßen entlang der Blockrandgebäude in Wohnwege und einen „grünen Ring“ umgewandelt werden können. Der hohe Versiegelungsgrad im Bereich des Quartiersplatzes und der Triester Straße erscheint jedoch für ein „Klimaquartier“ unangemessen.
Große Teile der Parkierungsflächen im Inneren des Quartiers werden erhalten und teilentsiegelt - sie ermöglichen einerseits wohnungsnahe Stellplätze, erhöhen aber die Aufenthaltsqualität der Erschließungshöfe nicht. Sie werden allerdings ergänzt durch zahlreiche ebenso wohnungsnahe überdachte Fahrradstellplätze, die hoffen lassen, dass die Bewohnenden immer mehr auf das eigene Auto verzichten werden.
Die angebotenen Dachgärten werden im Klimaquartier kritisch gesehen und sollten eher der Energieversorgung dienen.

Die Jury bewertet als besonders positiv, dass die Bestandsgebäude weitgehend erhalten sind. Lediglich drei kurze Zeilenbauten entlang der Triester Straße sind durch einen Neubau ersetzt, der sich jedoch so einfügt, dass die bestehenden Bäume weitgehend erhalten werden können. Dieser Neubau ergänzt die Bestandsbauten im Erdgeschoss durch eine klug organisierte Kindertagesstätte, deren Gruppenräume zu intimen Freibereichen orientiert sind und die zusammen mit den gegenüberliegenden Gewerbeflächen zum Quartiersplatz angemessen öffentliche Fassaden ausbildet.

Für die Nachverdichtung der Bestandsgebäude mit zweigeschossigen Aufstockungen macht die Arbeit einen konstruktiv klaren Vorschlag. Vorgestellte Balkonzonen und Laubengänge für Bestand und Aufstockung geben den Gebäuden einen gemeinsamen architektonischen Ausdruck und erhöhen die Qualität der Bestandswohnungen. Die Verwendung von wiederverwendeten Stahlträgern wird positiv gesehen, jedoch verweist die Jury auf die konstruktiven und baurechtlichen Herausforderungen. Ebenso positiv werden die Fassadenbegrünung und PV-Fassaden gewertet.

Aufstockungen und Neubauten sind sinnvoll als Holzkonstruktionen konzipiert. Die tiefen Wohngrundrisse der Neubauten führen jedoch zu unbelichteten Erschließungsfluren, z.T. einseitig orientierten Wohnungen und teils komplizierten Grundrissen. Die Aufstockungen zeigen klare und qualitätvolle Grundrisse.

Insgesamt besticht die Arbeit durch ihre Klarheit und Angemessenheit, die mit einfachen Mitteln zukunftsfähige Lösungen für die aktuellen Herausforderungen des Bauens anbietet. Über die Qualität des architektonischen Ausdrucks gelingt es dem Entwurf vorbildlich, aus Bestand und Neubau eine Einheit zu formen, indem notwendige Konstruktionen gut gestaltet sind.
lageplan

lageplan

schwarzplan

schwarzplan

ansicht KITA-typus

ansicht KITA-typus

aussenraum

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modell

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