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Offener Wettbewerb | 04/2022

Entwicklung Quartier Spinnweberei in Uhingen

4. Preis

STELLA BIRDA ARCHITEKTUR

Architektur, Stadtplanung / St├Ądtebau

Daniel Klinger Architektur

Architektur, Stadtplanung / St├Ądtebau

NUWELA B├╝ro f├╝r St├Ądtebau und Landschaftsarchitektur

Landschaftsarchitektur, Stadtplanung / St├Ądtebau

Erl├Ąuterungstext

Das Projekt basiert auf einer von seiner Umgebung, Geschichte und seinem funktionalen Potenzial abgeleiteten Idee. Der zentrale und kommunikative Entree Platz dient hierbei als Fortf├╝hrung der Nord-S├╝d Verbindung von der Innenstadt/Filsufer zu den Wohnbauten im Nord bzw. des Haldenwaldes. Er fungiert als autofreier Drehpunkt des neuen Quartiers, schafft aber auch gleichzeitig Verbindungen f├╝r die n├Ąhere Umgebung zum Bahnhof, dem Fluss, der Schule und der Altstadt. Die von uns vorgeschlagene Fahrrad/Fussbr├╝cke ├╝ber die Gleise k├Ânnte diesen Bezug noch weiter st├Ąrken. Die weitl├Ąufigen Wiesen, das offene Gleisbett, die kleinteilige Einfamilienhausstruktur und die grossfl├Ąchigen Produktionshallen bilden den Hintergrund f├╝r das dicht bebaute Baufeld des produktiven Quartiers der Spinnweberei. Die dichte Baumasse bildet einen starken Kontrast zum Freiraum der weiteren Umgebung mit Feldern, W├Ąldern und der niedriger Bebauung und schafft somit eine enge r├Ąumliche Verbindung von Produktion, Kreativit├Ąt, Wohnen und Freifl├Ąchen.


Die Strategie setzt auf klare Atmosph├Ąren: es entstehen drei Schollen, die auf dem Grundst├╝ck zueinander zu schwimmen scheinen. Hierbei entstehen zwischen den Schollen und zu deren Nachbarn klare und vielseitige Aussenr├Ąume, Bewegungszonen und Raumbez├╝ge. Die Schollen orientieren sich in ihrer Dimension sowohl an der Geschichte der Spinnweberei, als auch an den weiteren Industriegeb├Ąude entlang der Bahngleise. Als Schwerpunkt des Quartiers entsteht zwischen ihnen der Entree Platzals Ankn├╝pfungspunkt zur Ulmerstrasse mit der neuen Bushaltestelle und einem Stadtbrunnen. Nach S├╝den werden die Schollen perforierter und kleinteiliger um zu der gegen├╝berliegende Einfamilienhausbebauungen vermitteln zu k├Ânnen. Zwischen den Schollen innerhalb unseres Quartiers bilden sich nach Norden und Westen zwei Fugen, welche die ├╝bergeordneten Verbindungen von NordS├╝d und OstWest thematisieren, und unsere Quartiersschollen erschlie├čen. Diese Fugen bleiben autofrei. Nach Norden zu den Gleisen ziehen sich die Schollen zusammen und bilden somit das R├╝ckgrat des Quartiers. Dieser R├╝cken dient sowohl als wichtiger L├Ąrmschutz zu den Gleisen, als auch als einzige Autoverbindung zu unserem Quartiersdeck. Synonym wie der Geb├Ąudeversprung am Entree Platz zur Ulmerstrasse, symbolisiert und stiftet das Quartiersdeck, mit der Turnhalle als Krone und der integrierten Br├╝cke ├╝ber die Gleise, das Quartier zur Bahnlinien und nach Norden.

Jede der drei Quartiersschollen besitzt ihren individuellen Freiraum, mit drei klaren aber sehr unterschiedlichen Atmosph├Ąren.



Alle Baufelder beinhalten dabei ein hohes Mass an funktionaler Durchmischung und typologischer Vielfalt; jedoch mit R├╝cksicht auf die jeweiligen unterschiedlichen Bed├╝rfnisse und Anforderungen an ihre direkte Umgebung, Funktionalit├Ąt und Benutzer. Dadurch entsteht eine urbane Dichte und ein enges Neben- ud Miteineinander der unterschiedlichen Nutzungen und sozialen und ├Âkonomischen Abstufungen, mit dem Augenmerk auf Flexibilit├Ąt f├╝r sich ver├Ąndernde und zuk├╝nftige Bed├╝rfnisse. Das simple Baukastenprinzip der Grundbausteine, aus denen sich die Quartiersschollen zusammensetzten, erm├Âglicht eine individuelle Steuerung von Qualit├Ąt, Effizienz und Experiment. Nachhaltige und nat├╝rliche Materialien, zeitgem├Ąsse erneuerbare Energiesysteme, anpassungsf├Ąhige Strukturen und ein zukunfsgerichtetes Mobilit├Ątskonzept charakterisieren das Quartier sowohl in der Planung, der Umsetzung als auch im Unterhalt und seiner Wandlung.

Innovative und hybride Geb├Ąudetypologien erm├Âglichen und zelebrieren das Nebeneinander von Industrie, Werkstatt, Atelier, Studio, B├╝ro, urbane Produktion, Dienstleistung, Mobilit├Ąt, Freizeit, neuartige Wohnformen, unterschiedliche Freir├Ąume, soziale Gemeinschaften, Individualit├Ąt und Geborgenheit. Diese wichtige Vermengung passiert dabei horizontal, vertikal als auch diagonal.