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Offener Wettbewerb | 01/2021

Entwicklung Sportforum Berlin

3. Preis

Preisgeld: 19.500 EUR

QUERFELDEINS Landschaft | St├Ądtebau | Architektur PartGmbB

Landschaftsarchitektur, Stadtplanung / St├Ądtebau

Octagon Architekturkollektiv

Stadtplanung / St├Ądtebau

LINDENKREUZ EGGERT | Bildermacherei & Utopografie

Visualisierung

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Leitidee des Entwurfs geht vom Freihalten der Mitte des Gel├Ąndes aus und sieht die Bebauung entlang der R├Ąnder vor. Die Idee wird vom Preisgericht als nachvollziehbar gesehen und positiv bewertet.

In der ersten Entwicklungsstufe wird bereits zwischen dem Eingang am Wei├čenseer Weg und der Eisporthalle eine Promenade ausgebildet, die als erstes Ordnungssystem im Freiraum gut erkennbar ist. Als gelungen wird die Umlenkung dieses kraftvollen freir├Ąumlichen Elements an der Eisporthalle Richtung Friedhof gesehen.

Die Positionierung der Geb├Ąude in der ersten Entwicklungsstufe ist sinnvoll erfolgt. Die Lage der Freianlagen der Bogensporthalle am Boulevard ist baulich gefasst und bietet sicherlich spannende Einblicke.

Ob es auf Grund des baulichen Zustandes sinnvoll ist, das bestehende Vereinshaus in seiner Grundstruktur zwischen der Bogensporthalle und geplanten Sportarena zu erhalten, m├╝sste gepr├╝ft werden. Die Bedeutung des Geb├Ąudes in der dann geschaffenen Situation wird kritisch bewertet.

Mit erh├Âhtem baulichen Aufwand verbunden ist die Erstellung des Funktionsgeb├Ąudes Fu├čball, das in der ersten Entwicklungsstufe geteilt und in der zweiten Entwicklungsstufe erg├Ąnzt werden muss. Diese Entscheidung f├╝hrt in der zweiten Entwicklungsstufe zu einer guten r├Ąumlichen Fassung im Umfeld der Eisporthalle. Positiv bewertet wird die Eingr├╝nung des Geb├Ąudeensembles Eissporthalle/Trainingshalle/Eisschnellhalle.

In der zweiten Entwicklungsstufe wird die Promenade baulich gefasst. Hier findet die Arena eine gute Adresse und Einbindung. Die Abstandsfl├Ąche zur s├╝dlichen Wohnbebauung wird als deutlich zu gering angesehen. Hier wird auch infrage gestellt, ob das Hotel als Teil der s├╝dlichen Arenal├Ąngswand richtig angeordnet ist. Positiv ist der bauliche Schallschutz, der an dieser Stelle gegen├╝ber der Wohnbebauung entsteht.

Das Parkhaus ist am Wei├čenseer Weg zwar gut positioniert, dennoch wird angezweifelt, dass es gegen├╝ber der denkmalgesch├╝tzten Gro├čen Sporthalle einen angemessenen Auftakt f├╝r das Sportforum bildet.

Als zweites Ordnungselement wird ein Loop eingef├╝gt, der die Erlebbarkeit des Gebietes st├Ąrkt und in das bestehende Fu├čwegenetz des Gel├Ąndes sowie des Friedhofs in gelungener Weise eingebunden ist. Weil das gro├če Areal mehrere Zug├Ąnge vertr├Ągt, w├Ąre die Anbindung des Loop an die Konrad-Wolf-Stra├če von Vorteil. Im Zusammenhang mit den angrenzenden Nutzungen werden an den Ecken des Loop kleine besondere Orte herausgearbeitet. Bis auf den Vorschlag des s├╝dlichen Eingangs zur Arena werden diese Orte bef├╝rwortet.

Ein weiteres verbindendes Element stellt die Erschlie├čungsachse in Nords├╝drichtung dar, an deren n├Ârdlichem Ende das Geb├Ąude f├╝r den Olympiast├╝tzpunkt gut positioniert ist.

F├╝r die Identit├Ąt des Ortes wird der Erhalt des Herbergsgeb├Ąudes positiv bewertet.

Die freigehaltene Mitte wird f├╝r Fu├čballspielfelder genutzt. Sie sind versetzt angeordnet und bilden in Zwischenr├Ąumen kleine Restfl├Ąchen, die f├╝r das Wassermanagement genutzt werden. Die Idee wird positiv gesehen, deren Gestaltung erscheint noch beliebig.

Insgesamt bietet der Beitrag eine gute Grundlage f├╝r die stadtr├Ąumliche Entwicklung des gesamten Gebietes.