Einladungswettbewerb | 10/2025
Entwicklung suburbaner Logistikhub Stuttgart-Wangen
4
Lageplan
©UTA x Hannes Hörr
Anerkennung
Preisgeld: 7.000 EUR
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Grundidee des Entwurfes besteht in der Anordnung mehrerer Baukörper um zwei unterschiedlich geprägte Höfe. Der kleinere Hof im Norden vermittelt zur kleinteiligen Struktur der Wangener Ortsmitte, währende der größere Hof im Süden den Übergang zur großmaßstäblichen Bebauung des angrenzenden Gewerbegebiets jenseits der Otto-Konz-Brücken bildet. Durch diese Gliederung wird die umfangreiche Baumasse maßstäblich gefasst, das Ensemble erhält eine identitätsstiftende Wirkung und schafft sensible Übergänge zu benachbarten Strukturen.
Die Raumkante zu den Otto-Konz-Brücken wird mit einem markanten, geschlossenen Baukörper definiert. Der zum bestehenden Verwaltungsgebäude orientierte Gebäudeteil ist leicht überhöht und stärkt damit nachvollziehbar die Adressbildung. Über die Fuge zwischen Neubau und Verwaltungsgebäude erfolgt die Erschließung des gesamten Logistikhubs mit seinen unterschiedlichen Funktionsbereichen. Die Tankstelle im Einfahrtsbereich ist schlüssig verortet, wenngleich ihre Fläche zu knapp bemessen erscheint. Im Erdgeschoss schließen sich die Lkw-Stellplätze sowie der Zugang zum Hochregallager an.
Die oberhalb des Autohofs angeordneten Nutzungen werden über eine im Eingangsbereich situierte Rampe erschlossen. Deren Funktionalität wird vom Preisgericht aufgrund unzureichender Rangierfläche kritisch hinterfragt. Die Rampe führt in den südlichen der beiden Höfe, über den die auf der Ebene +1 liegenden Nutzungen – Mobilitätshub mit Quartiersgarage, Handel, Kleingewerbe und Logistikzentrum – erreicht werden. Negativ bewertet wird die fehlende Wendemöglichkeit für Lkw in diesem südlichen Werkhof.
Im nördlichen Bereich gruppieren sich auf der Ebene +1 Gewerbe- und Laborflächen um den kleineren nördlichen Hof. Die fußläufige Erschließung der Obergeschosse erfolgt über zwei unterschiedlich lange, begrünte Fugen in Ost-West-Richtung.
Ein besonderes Potential des Entwurfs stellt ein breites Freiraumband zwischen bestehendem Verwaltungsgebäude, Hotel und Wilhelmsschule einerseits sowie dem neuen Logistikhub andererseits dar. Diese „grüne Fuge“, ermöglicht durch die kompakte Bauweise mit teilweise gestapelten Nutzungen (z.B. Logistikzentrum), integriert den Fuß- und Radverkehr und schafft attraktive Aufenthaltsräume mit hohem Anteil unversiegelter Flächen.
Auch die Erweiterung des Schulhofs der Wilhelmsschule ist Teil dieses Freiraumbands, welches die Otto-Konz-Brücken im Süden mit der Gingener Straße im Norden verbindet. Der terrassierte Pausenhof wird über eine Brücke aus dem ersten Stock der Schule erschlossen. Er ist weitgehend nicht unterbaut und kann daher erdgebunden begrünt werden. Die Terrassen überwinden den rund 7,5m großen Höhenunterschied und schließen direkt an die neuen Gewerbe- und Laborflächen an. Trotz seiner großzügigen Dimensionierung wirkt der Schulhof durch die schmalen Terrassen eher wie eine Landschaftstreppe und bietet wenig Flexibilität in der Nutzung. Die Erschließung des Pausenhofs über eine Brücke aus dem bestehenden Schulgebäude wird insbesondere im Hinblick auf Barrierefreiheit kritisch gesehen.
Der Entwurf hebt seine große Flexibilität bei der Realisierung hervor, die es ermöglicht, einzelne Funktionsbereiche in kleineren Abschnitten umzusetzen. Dies steht jedoch im Wiederspruch zu der großen funktionalen Verflechtung der Nutzungen. Insbesondere der nördliche Gebäudeteil mit der größten Nutzungsoffenheit müsste aus baulogistischen Gründen frühzeitig errichtet werden, während Mobilitätshub und Logistikzentrum als Kernnutzungen des Projekts erst im letzten Bauabschnitt vorgesehen sind.
Insgesamt überzeugt der Entwurf durch seine klare städtebauliche Setzung und stellt einen gelungenen Beitrag zum Wettbewerbsverfahren dar. Das städtebaulich-freiräumliche Gesamtkonzept, insbesondere das Freiraumband, bietet ein hohes Maß an Identifikationspotential und Aufenthaltsqualität. Das Nutzungskonzept erscheint schlüssig und ermöglicht eine gewisse Flexibilität. Kritisch zu sehen sind hingegen die Anordnung und Erschließung zentraler Nutzungselemente des Logistikhubs sowie die Einbindung der Schulerweiterung.
Die Raumkante zu den Otto-Konz-Brücken wird mit einem markanten, geschlossenen Baukörper definiert. Der zum bestehenden Verwaltungsgebäude orientierte Gebäudeteil ist leicht überhöht und stärkt damit nachvollziehbar die Adressbildung. Über die Fuge zwischen Neubau und Verwaltungsgebäude erfolgt die Erschließung des gesamten Logistikhubs mit seinen unterschiedlichen Funktionsbereichen. Die Tankstelle im Einfahrtsbereich ist schlüssig verortet, wenngleich ihre Fläche zu knapp bemessen erscheint. Im Erdgeschoss schließen sich die Lkw-Stellplätze sowie der Zugang zum Hochregallager an.
Die oberhalb des Autohofs angeordneten Nutzungen werden über eine im Eingangsbereich situierte Rampe erschlossen. Deren Funktionalität wird vom Preisgericht aufgrund unzureichender Rangierfläche kritisch hinterfragt. Die Rampe führt in den südlichen der beiden Höfe, über den die auf der Ebene +1 liegenden Nutzungen – Mobilitätshub mit Quartiersgarage, Handel, Kleingewerbe und Logistikzentrum – erreicht werden. Negativ bewertet wird die fehlende Wendemöglichkeit für Lkw in diesem südlichen Werkhof.
Im nördlichen Bereich gruppieren sich auf der Ebene +1 Gewerbe- und Laborflächen um den kleineren nördlichen Hof. Die fußläufige Erschließung der Obergeschosse erfolgt über zwei unterschiedlich lange, begrünte Fugen in Ost-West-Richtung.
Ein besonderes Potential des Entwurfs stellt ein breites Freiraumband zwischen bestehendem Verwaltungsgebäude, Hotel und Wilhelmsschule einerseits sowie dem neuen Logistikhub andererseits dar. Diese „grüne Fuge“, ermöglicht durch die kompakte Bauweise mit teilweise gestapelten Nutzungen (z.B. Logistikzentrum), integriert den Fuß- und Radverkehr und schafft attraktive Aufenthaltsräume mit hohem Anteil unversiegelter Flächen.
Auch die Erweiterung des Schulhofs der Wilhelmsschule ist Teil dieses Freiraumbands, welches die Otto-Konz-Brücken im Süden mit der Gingener Straße im Norden verbindet. Der terrassierte Pausenhof wird über eine Brücke aus dem ersten Stock der Schule erschlossen. Er ist weitgehend nicht unterbaut und kann daher erdgebunden begrünt werden. Die Terrassen überwinden den rund 7,5m großen Höhenunterschied und schließen direkt an die neuen Gewerbe- und Laborflächen an. Trotz seiner großzügigen Dimensionierung wirkt der Schulhof durch die schmalen Terrassen eher wie eine Landschaftstreppe und bietet wenig Flexibilität in der Nutzung. Die Erschließung des Pausenhofs über eine Brücke aus dem bestehenden Schulgebäude wird insbesondere im Hinblick auf Barrierefreiheit kritisch gesehen.
Der Entwurf hebt seine große Flexibilität bei der Realisierung hervor, die es ermöglicht, einzelne Funktionsbereiche in kleineren Abschnitten umzusetzen. Dies steht jedoch im Wiederspruch zu der großen funktionalen Verflechtung der Nutzungen. Insbesondere der nördliche Gebäudeteil mit der größten Nutzungsoffenheit müsste aus baulogistischen Gründen frühzeitig errichtet werden, während Mobilitätshub und Logistikzentrum als Kernnutzungen des Projekts erst im letzten Bauabschnitt vorgesehen sind.
Insgesamt überzeugt der Entwurf durch seine klare städtebauliche Setzung und stellt einen gelungenen Beitrag zum Wettbewerbsverfahren dar. Das städtebaulich-freiräumliche Gesamtkonzept, insbesondere das Freiraumband, bietet ein hohes Maß an Identifikationspotential und Aufenthaltsqualität. Das Nutzungskonzept erscheint schlüssig und ermöglicht eine gewisse Flexibilität. Kritisch zu sehen sind hingegen die Anordnung und Erschließung zentraler Nutzungselemente des Logistikhubs sowie die Einbindung der Schulerweiterung.
©UTA Architekten und Stadtplaner
©UTA Architekten und Stadtplaner
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