Einladungswettbewerb | 10/2025
Entwicklung suburbaner Logistikhub Stuttgart-Wangen
5
Lageplan
©Hähnig | Gemmeke Architekten und Stadtplaner Partnerschaft mbB
ein 3. Preis
Preisgeld: 14.000 EUR
H|G Hähnig | Gemmeke Architekten und Stadtplaner Partnerschaft mbB
Stadtplanung / Städtebau
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Verfasser:
-
Mitarbeitende:
Beurteilung durch das Preisgericht
Ausgehend von sorgfältigen Analysen der Aufgabenstellung, aber auch der näheren Nachbarschaften und der Betrachtung des weiteren Umfelds entwickeln die Verfassenden ihren baulichen Entwurf sowie die dazugehörige Freiraumgestaltung.
Mit einem klaren städtebaulichen Konzept reagiert der Beitrag auf die heterogene Umgebung. Das Raumprogramm wird überraschenderweise auf einen großen und vier kleine Stadtbausteine aufgeteilt. Mit dieser Maßnahme gelingt es, zwischen den großmaßstäblichen Gebäuden für Handel, Gewerbe und Industrie einerseits und der kleinteiligen Wohnstruktur Wangens andererseits zu vermitteln. Der Schwarz- und Grünplan zeigt gekonnt, wie mit der vorgeschlagenen Körnung auf den anspruchsvollen Kontext regiert wird. So gelingt es auch, gegenüber der Wilhelmschule einen wohltuenden Abstand zu wahren und gleichzeitig diese Schulnutzungen vom Logistikhub zu trennen.
Neben der städtebaulichen Setzung überzeugt der Beitrag auch mit der Umsetzung, der komplexen und anspruchsvollen Aufgabenstellung, in sehr klaren und leicht verständlichen Grundrissdiagrammen. Die Verfassenden erkennen richtigerweise, dass es für die Lösung der Aufgabenstellung zielführende ist, mit einer flexiblen und polyvalenten Großstruktur mit horizontal gestapelten Stadtebenen das angedachte Raumprogramm umzusetzen. Alle flächenintensiven Nutzungen, wie Lastwagenparkplätze, Hochregallager Logistik, Labor und Gewerbe werden in dem langfristig flexibel nutzbaren Baukörper untergebracht. Über Lichthöfe gelingt es, die tiefen Grundrisse zu belichten und lärmabgewandt zu lüften.
Westseitig wird der Bau mit vertikalen Erschließungselementen gegliedert, welche wiederum über die neue „Wangener Gasse" erschlossen werden. Leider wird dieser, für die unmittelbare Umgebung wichtige, öffentliche Weg für Fahrradfahrende und Fußgänger*innen mit der Zu- und Wegfahrt der Lastwagen gekreuzt. Es entsteht eine unerwünschte und unübersichtliche Situation zwischen den verschieden Verkehrsteilnehmenden.
Auch die vorgeschlagenen Nutzungen der beiden mittleren, kleinen Stadtbausteinen mit dem Autoservice, Freilufthalle sowie Handwerk/Kleingewerbe und Gastronomie werden kritisiert. Mit diesen Zuteilungen wird die Chance verpasst, die neu geschaffenen Freiräume mit attraktiven und stimmigen Erdgeschossnutzungen zu beleben. Auch die vertikale Vermischung von Autoservice und der darüberliegenden Schulnutzung schafft eine rechtlich schwierige Situation sowie eine aufwändige barrierefreie Erschließung für die Schüler*innen.
Insgesamt handelt es sich um eine für den Prozess wichtige Arbeit. Die Hauptstärke liegt in der städtebaulichen Setzung. Das Zusammenfassen der flächenintensiven Nutzungen in einem flexibel nutzbaren Baukörper entspricht der offenen Aufgabenstellung.
Auch die ökologischen Vorschläge des Projektes überzeugen.
Bezüglich des Angebots der Lastwagenparkplätze, der notwendigen Schleppkurven, sowie die erforderlichen Rangierflächen bleibt der Entwurf aber sehr unbestimmt. Mit den angedachten Nutzungen der kleinen Stadtbausteine wird die Chance verpasst, die neu angebotene Freiräume attraktiv zu gestalten.
Mit einem klaren städtebaulichen Konzept reagiert der Beitrag auf die heterogene Umgebung. Das Raumprogramm wird überraschenderweise auf einen großen und vier kleine Stadtbausteine aufgeteilt. Mit dieser Maßnahme gelingt es, zwischen den großmaßstäblichen Gebäuden für Handel, Gewerbe und Industrie einerseits und der kleinteiligen Wohnstruktur Wangens andererseits zu vermitteln. Der Schwarz- und Grünplan zeigt gekonnt, wie mit der vorgeschlagenen Körnung auf den anspruchsvollen Kontext regiert wird. So gelingt es auch, gegenüber der Wilhelmschule einen wohltuenden Abstand zu wahren und gleichzeitig diese Schulnutzungen vom Logistikhub zu trennen.
Neben der städtebaulichen Setzung überzeugt der Beitrag auch mit der Umsetzung, der komplexen und anspruchsvollen Aufgabenstellung, in sehr klaren und leicht verständlichen Grundrissdiagrammen. Die Verfassenden erkennen richtigerweise, dass es für die Lösung der Aufgabenstellung zielführende ist, mit einer flexiblen und polyvalenten Großstruktur mit horizontal gestapelten Stadtebenen das angedachte Raumprogramm umzusetzen. Alle flächenintensiven Nutzungen, wie Lastwagenparkplätze, Hochregallager Logistik, Labor und Gewerbe werden in dem langfristig flexibel nutzbaren Baukörper untergebracht. Über Lichthöfe gelingt es, die tiefen Grundrisse zu belichten und lärmabgewandt zu lüften.
Westseitig wird der Bau mit vertikalen Erschließungselementen gegliedert, welche wiederum über die neue „Wangener Gasse" erschlossen werden. Leider wird dieser, für die unmittelbare Umgebung wichtige, öffentliche Weg für Fahrradfahrende und Fußgänger*innen mit der Zu- und Wegfahrt der Lastwagen gekreuzt. Es entsteht eine unerwünschte und unübersichtliche Situation zwischen den verschieden Verkehrsteilnehmenden.
Auch die vorgeschlagenen Nutzungen der beiden mittleren, kleinen Stadtbausteinen mit dem Autoservice, Freilufthalle sowie Handwerk/Kleingewerbe und Gastronomie werden kritisiert. Mit diesen Zuteilungen wird die Chance verpasst, die neu geschaffenen Freiräume mit attraktiven und stimmigen Erdgeschossnutzungen zu beleben. Auch die vertikale Vermischung von Autoservice und der darüberliegenden Schulnutzung schafft eine rechtlich schwierige Situation sowie eine aufwändige barrierefreie Erschließung für die Schüler*innen.
Insgesamt handelt es sich um eine für den Prozess wichtige Arbeit. Die Hauptstärke liegt in der städtebaulichen Setzung. Das Zusammenfassen der flächenintensiven Nutzungen in einem flexibel nutzbaren Baukörper entspricht der offenen Aufgabenstellung.
Auch die ökologischen Vorschläge des Projektes überzeugen.
Bezüglich des Angebots der Lastwagenparkplätze, der notwendigen Schleppkurven, sowie die erforderlichen Rangierflächen bleibt der Entwurf aber sehr unbestimmt. Mit den angedachten Nutzungen der kleinen Stadtbausteine wird die Chance verpasst, die neu angebotene Freiräume attraktiv zu gestalten.
Gesamtkonzept
©Hähnig | Gemmeke Architekten und Stadtplaner Partnerschaft mbB
Piktogramm
©Hähnig | Gemmeke Architekten und Stadtplaner Partnerschaft mbB
Modell
©Hähnig | Gemmeke Architekten und Stadtplaner Partnerschaft mbB
Schnitt
©Hähnig | Gemmeke Architekten und Stadtplaner Partnerschaft mbB