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Städtebaulich-landschaftsplanerisches Gutachterverfahren | 01/2025

Entwicklung Wohnquartier Nördlich Wimpfener Straße in Düsseldorf

3

3. Rang

Preisgeld: 15.400 EUR

Molestina Architekten + Stadtplaner GmbH

Stadtplanung / Städtebau

Planungsbüro DTP Landschaftsarchitekten GmbH

Landschaftsarchitektur

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Landschaftsarchitektur

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Arbeit „Waldstadtviertel“ basiert auf einer sehr eigenständigen städtebaulichen Grundhaltung. Die räumliche Struktur artikuliert sich vorrangig in vier kompakten Höfen, die in ihrer Platzierung auf den vorhandenen Baumbestand Rücksicht nehmen und diesen weitgehend erhalten.

Durch die vergleichsweise hohe Wohn-Geschossfläche und Wohnungsanzahl wird das Grundstück sehr effizient ausgenutzt. Die daraus resultierende Dichte wird in der Jury in ihrer Angemessenheit für den spezifischen Ort jedoch kontrovers diskutiert.

Gegenüber der ersten Bearbeitungsphase wird die Öffnung der Höfe begrüßt und die Rücknahme der Geschossigkeit auf drei bis maximal sieben Geschosse (mit jeweils einem Hochpunkt je Hof), ohne den grundsätzlichen Charakter der Arbeit zu verlieren.

Die Hofstrukturen erlauben eine eindeutige Differenzierung von öffentlichen Außenund privaten bzw. gemeinschaftlichen Binnenräumen, über die auch die Erschließung der Wohnungen erfolgt und die zur Bildung von funktionierenden Nachbarschaften beitragen können.

Die schematischen Wohnungsgrundrisse sind sinnvoll organisiert, sowohl in der N-SAusrichtung (Laubengänge) als auch in der O-W-Ausrichtung, und von daher gut umsetzbar.

Die Ost-West-Wegeführung ist aus dem Baumerhalt und der daraus resultierenden Positionierung der Höfe abgeleitet. Sie schafft differenzierte und abwechslungsreiche Freiräume mit unterschiedlichen Qualitäten: zwei Quartiersplätze, Spielplätze sowie einen größeren Park hin zum südlichen Bestandsquartier. Die beiden Kitas sind am östlichen und am westlichen Gebietsrand sinnvoll platziert.

Die Vollunterbauung von drei der vier Höfe durch Tiefgaragen wird kritisch gesehen, ebenso die Erschließung der beiden westlichen Tiefgaragen durch die Hochgarage sowie die damit auch verbundene Unterfahrung der öffentlichen Erschließung.

Insgesamt liefert die Arbeit einen prägnanten und eigenständigen Vorschlag für ein zukunftsorientiertes Wohnquartier, der aber den spezifischen Bedingungen dieses Standorts nur bedingt gerecht wird und die Jury nicht voll überzeugt.