Nichtoffener Wettbewerb | 08/2024
Entwicklung Zukunftsquartier Piek 17 in Bremen
©TELEINTERNETCAFE & TREIBHAUS
1. Preis / Zuschlag
Preisgeld: 35.000 EUR
TREIBHAUS Landschaftsarchitektur Hamburg
Landschaftsarchitektur
-
Verfasser:
-
Mitarbeitende:
Klaus-Peter Lorenz, Laura Labuschagne, Otis Schmidt, Sina Schröder
Erläuterungstext
Preisgerichtsprotokoll:
Der Entwurf besticht durch eine robuste Grundstruktur und gut proportionierte Freiräume. Insbesondere die Öffnung der Freiräume zum Wasser und die Anbindung an den Überseepark und die Eduard-Suling-Straße bieten Potenzial zur Belebung und Orientierung innerhalb des Quartiers. Die städtebauliche Körnung und Maßstäblichkeit des Entwurfs sind angemessen. Die vorgeschlagenen Zäsuren von Schuppen 17 tragen wesentlich zur Vernetzung innerhalb des Gesamtquartiers bei. Überprüft werden sollte die Ausbildung räumlicher Akzentuierungen, insbesondere an der Aufweitung des Hafenparks zur Weser. Die vielfältige Nutzungsstruktur mit innovativen Ideen zeichnet die Arbeit aus. Diese äußert sich in einem typologischen Mix, der keine Monotonie aufkommen lässt. Die vorgeschlagenen Nutzungscluster sind differenziert ausgearbeitet und milieubildend positioniert. Positiv bewertet wird besonders die typologische Durcharbeitung der Werkshöfe. Die postulierte Aufteilbarkeit der Höfe in individuell vermarktbare Grundstücke wird allerdings nicht nachgewiesen. Die Typologien am Hafenpark sind von „hinten“ über den Werkhof erschlossen, haben zum Park „nur“ eine fußläufige Adresse. Städtebaulich ist die Beziehung zwischen Wohnquartier und Werkhöfen sehr gelungen. Übergänge und Eingangssituationen sind gut gestaltet, neben Dienstleistungen sind in den Erdgeschosszonen auch soziale Angebote vorgesehen. Das Maß der Begrünung in den Werkhöfen ist zu prüfen. Die Nutzungsideen für die Kühlhausnase und den Schuppen 17 sind schlüssig und nachvollziehbar. Der Vorschlag, mit Ansiedlungen von Pioniernutzungen und Gründern einen Impuls in der Startphase zu setzen, wird positiv gewürdigt. Geprüft werden sollte der Schuppen 17 im Hinblick auf die Dimensionierung des Kultur- und Veranstaltungsclusters am Waller Sand. Die vorgeschlagene Phasierung des Gesamtquartiers, ausgehend von der Aktivierung des Schuppen 17 über die Werkhöfe von Nord nach Süd, wird dem Charakter des Gebietes gerecht und ist gut umsetzbar.
Parks in Gewerbegebieten kommen in der üblichen Praxis nicht vor. Hier setzt die Arbeit neue Maßstäbe. Mit dem Hafenpark als Bindeglied zwischen Überseepark und Waller Sand zeichnet sie sich durch einen starken, strukturbildenden Freiraum aus, der prägende Elemente wie das ehemalige Hafenbecken, die Kajenwand und den historischen Gleisbogen überzeugend integriert. Kombiniert mit weiteren Funktionen zum Regenwassermanagement und Starkregenvorsorge zu naturnahen Flächen mit hoher Biodiversität als auch zu flexibel nutzbaren Aneignungszonen hat der Hafenpark das Potential, den Freiraum zur treibenden Kraft einer zukunftsgerichteten Entwicklung von Piek 17 zu machen. Darüber hinaus gelingt es der Arbeit, durch drei klug positionierte Freiraumverbindungen das Gebiet zwischen Weserufer und Eduard-Suling-Straße in einem quartiersgerechten Rhythmus zu vernetzen und auch an die übergeordneten Grünverbindungen der Überseestadt anzuknüpfen. Das Freiraumgerüst leistet sowohl in Ost-West-Richtung als auch in den Verbindungen der Reihen 2 bis 4. eine sehr gute Durchlüftung. Eine Verschattung der Freiräume ist gewährleistet. Freiraum- und Nutzungskonzept sind eng miteinander verzahnt. Der Freiraum ist differenziert ausgearbeitet und findet eine gute Balance zwischen nutzungsintensiven, milieubildenden Orten und extensiv gestalteten Flächen. Die Hafentreppe an der Spitze der Kühlhausnase macht eine gute Perspektive nach Westen auf. Deren Nutzbarkeit an der Nordostseite ist aber hinsichtlich Dimensionierung und Ausrichtung zu hinterfragen.
Durch die Übernahme der bestehenden Erschließungsstruktur weist die Arbeit ein effizientes verkehrliches Grundgerüst auf. Die vorgesehenen Mobilitätshubs sind angemessen dimensioniert und schlüssig positioniert. Der Mobilitätsplatz überzeugt in der Mitte des Quartiers als städtebauliches Bindeglied zwischen Wohnquartier, Werkhöfen, Park, Schuppen 17 und Hochschulcluster. Die Gleisschleife der Tram über zwei Blöcke, ebenso die teilweise Führung durch den Hafenpark, ist zu prüfen. Die innere Erschließung der Werkshöfe einschließlich Rangierflächen schützt die gegenüberliegende Wohnbebauung vor Lärm durch Anlieferung. Die Ausbildung des zentralen Radweges als Radschnellweg ohne überregionale Anbindung wird als nicht umsetzbar betrachtet. Im Entwurf wird auf verschiedenen konzeptionellen und maßstäblichen Ebenen eine umfangreiche, nachhaltige und energetisch optimierte Haltung deutlich: Zirkularität wird als Leitidee mit einem Raumgerüst gesetzt, das variabel mit zirkulär zu errichtenden Gebäuden befüllt werden kann. Die Gebäude werden als Skelettbauten mit flexibel teil- und veränderbaren Hallenstrukturen vorgeschlagen, für die nachwachsende Baustoffe zum Einsatz kommen sollen. Ohne die klare Raumstruktur aufzugeben, werden vergleichsweise kompakte Bauformen und eine aufgelockerte Bauweise vorgeschlagen, die eine natürliche Belichtung und Belüftung ermöglichen. Die Dächer sind mit Ausnahme einiger Werkdächer vollständig mit PV belegt - stets in Kombination mit Begrünung - und es werden weitere Dachnutzungen mit Energiebezug integriert, so ein Gewächshaus als Pufferzone oder ein mit PV überdachtes Parkdeck. Auch im Programm schlägt sich diese Grundhaltung nieder, z. B. mit einer Produktion zirkulärer Baustoffe in Schuppen 19. Lediglich das Maschinenhaus als eine erhaltenswerte Bestandsstruktur wird entfernt.
Insgesamt überzeugt die Arbeit
• durch ihre Balance aus soliden städtebaulich-freiräumlichen Setzungen als auch Verbindungen an den richtigen Stellen und flexiblen Möglichkeiten der Entwicklung,
• durch die großzügigen, gewerbeaffinen und innovativ nutzbaren Freiräume,
• durch die Verzahnung mit den anderen Quartieren der Überseestadt,
• durch ein ausgeklügeltes Nachhaltigkeitskonzept
• und durch das sinnvolle und realisierbare Umsetzungskonzept.
Beurteilung durch das Preisgericht
Der Entwurf besticht durch eine robuste Grundstruktur und gut proportionierte Freiräume. Insbesondere die Öffnung der Freiräume zum Wasser und die Anbindung an den Überseepark und die Eduard-Suling-Straße bieten Potenzial zur Belebung und Orientierung innerhalb des Quartiers. Die städtebauliche Körnung und Maßstäblichkeit des Entwurfs sind angemessen. Die vorgeschlagenen Zäsuren von Schuppen 17 tragen wesentlich zur Vernetzung innerhalb des Gesamtquartiers bei. Überprüft werden sollte die Ausbildung räumlicher Akzentuierungen, insbesondere an der Aufweitung des Hafenparks zur Weser.
Die vielfältige Nutzungsstruktur mit innovativen Ideen zeichnet die Arbeit aus. Diese äußert sich in einem typologischen Mix, der keine Monotonie aufkommen lässt. Die vorgeschlagenen Nutzungscluster sind differenziert ausgearbeitet und milieubildend positioniert. Positiv bewertet wird besonders die typologische Durcharbeitung der Werkshöfe. Die postulierte Aufteilbarkeit der Höfe in individuell vermarktbare Grundstücke wird allerdings nicht nachgewiesen. Die Typologien am Hafenpark sind von „hinten“ über den Werkhof erschlossen, haben zum Park „nur" eine fußläufige Adresse. Städtebaulich ist die Beziehung zwischen Wohnquartier und Werkhöfen sehr gelungen. Übergänge und Eingangssituationen sind gut gestaltet, neben Dienstleistungen sind in den Erdgeschosszonen auch soziale Angebote vorgesehen. Das Maß der Begrünung in den Werkhöfen ist zu prüfen.
Die Nutzungsideen für die Kühlhausnase und den Schuppen 17 sind schlüssig und nachvollziehbar. Der Vorschlag, mit Ansiedlungen von Pioniernutzungen und Gründern einen Impuls in der Startphase zu setzen, wird positiv gewürdigt. Geprüft werden sollte der Schuppen 17 im Hinblick auf die Dimensionierung des Kultur- und Veranstaltungsclusters am Waller Sand. Die vorgeschlagene Phasierung des Gesamtquartiers, ausgehend von der Aktivierung des Schuppen 17 über die Werkhöfe von Nord nach Süd, wird dem Charakter des Gebietes gerecht und ist gut umsetzbar.
Parks in Gewerbegebieten kommen in der üblichen Praxis nicht vor. Hier setzt die Arbeit neue Maßstäbe. Mit dem Hafenpark als Bindeglied zwischen Überseepark und Waller Sand zeichnet sie sich durch einen starken, strukturbildenden Freiraum aus, der prägende Elemente wie das ehemalige Hafenbecken, die Kajenwand und den historischen Gleisbogen überzeugend integriert. Kombiniert mit weiteren Funktionen zum Regenwassermanagement und Starkregenvorsorge zu naturnahen Flächen mit hoher Biodiversität als auch zu flexibel nutzbaren Aneignungszonen hat der Hafenpark das Potential, den Freiraum zur treibenden Kraft einer zukunftsgerichteten Entwicklung von Piek 17 zu machen. Darüber hinaus gelingt es der Arbeit, durch drei klug positionierte Freiraumverbindungen das Gebiet zwischen Weserufer und Eduard-Suling-Straße in einem quartiersgerechten Rhythmus zu vernetzen und auch an die übergeordneten Grünverbindungen der Überseestadt anzuknüpfen. Das Freiraumgerüst leistet sowohl in Ost-West-Richtung als auch in den Verbindungen der Reihen 2 bis 4 eine sehr gute Durchlüftung. Eine Verschattung der Freiräume ist gewährleistet. Freiraum- und Nutzungskonzept sind eng miteinander verzahnt. Der Freiraum ist differenziert ausgearbeitet und findet eine gute Balance zwischen nutzungsintensiven, milieubildenden Orten und extensiv gestalteten Flächen. Die Hafentreppe an der Spitze der Kühlhausnase macht eine gute Perspektive nach Westen auf. Deren Nutzbarkeit an der Nordostseite ist aber hinsichtlich Dimensionierung und Ausrichtung zu hinterfragen.
Durch die Übernahme der bestehenden Erschließungsstruktur weist die Arbeit ein effizientes verkehrliches Grundgerüst auf. Die vorgesehenen Mobilitätshubs sind angemessen dimensioniert und schlüssig positioniert. Der Mobilitätsplatz überzeugt in der Mitte des Quartiers als städtebauliches Bindeglied zwischen Wohnquartier, Werkhöfen, Park, Schuppen 17 und Hochschulcluster. Die Gleisschleife der Tram über zwei Blöcke, ebenso die teilweise Führung durch den Hafenpark, ist zu prüfen. Die innere Erschließung der Werkshöfe einschließlich Rangierflächen schützt die gegenüberliegende Wohnbebauung vor Lärm durch Anlieferung. Die Ausbildung des zentralen Radweges als Radschnellweg ohne überregionale Anbindung wird als nicht umsetzbar betrachtet.
Im Entwurf wird auf verschiedenen konzeptionellen und maßstäblichen Ebenen eine umfangreiche, nachhaltige und energetisch optimierte Haltung deutlich: Zirkularität wird als Leitidee mit einem Raumgerüst gesetzt, das variabel mit zirkulär zu errichtenden Gebäuden befüllt werden kann. Die Gebäude werden als Skelettbauten mit flexibel teil- und veränderbaren Hallenstrukturen vorgeschlagen, für die nachwachsende Baustoffe zum Einsatz kommen sollen. Ohne die klare Raumstruktur aufzugeben, werden vergleichsweise kompakte Bauformen und eine aufgelockerte Bauweise vorgeschlagen, die eine natürliche Belichtung und Belüftung ermöglichen. Die Dächer sind mit Ausnahme einiger Werkdächer vollständig mit PV belegt - stets in Kombination mit Begrünung - und es werden weitere Dachnutzungen mit Energiebezug integriert, so ein Gewächshaus als Pufferzone oder ein mit PV überdachtes Parkdeck. Auch im Programm schlägt sich diese Grundhaltung nieder, z. B. mit einer Produktion zirkulärer Baustoffe in Schuppen 19. Lediglich das Maschinenhaus als eine erhaltenswerte Bestandsstruktur wird entfernt.
Insgesamt überzeugt die Arbeit durch ihre Balance aus soliden städtebaulich-freiräumlichen Setzungen als auch Verbindungen an den richtigen Stellen und flexiblen Möglichkeiten der Entwicklung, durch die großzügigen, gewerbeaffinen und innovativ nutzbaren Freiräume, durch die Verzahnung mit den anderen Quartieren der Überseestadt, durch ein ausgeklügeltes Nachhaltigkeitskonzept und durch das sinnvolle und realisierbare Umsetzungskonzept.
Die vielfältige Nutzungsstruktur mit innovativen Ideen zeichnet die Arbeit aus. Diese äußert sich in einem typologischen Mix, der keine Monotonie aufkommen lässt. Die vorgeschlagenen Nutzungscluster sind differenziert ausgearbeitet und milieubildend positioniert. Positiv bewertet wird besonders die typologische Durcharbeitung der Werkshöfe. Die postulierte Aufteilbarkeit der Höfe in individuell vermarktbare Grundstücke wird allerdings nicht nachgewiesen. Die Typologien am Hafenpark sind von „hinten“ über den Werkhof erschlossen, haben zum Park „nur" eine fußläufige Adresse. Städtebaulich ist die Beziehung zwischen Wohnquartier und Werkhöfen sehr gelungen. Übergänge und Eingangssituationen sind gut gestaltet, neben Dienstleistungen sind in den Erdgeschosszonen auch soziale Angebote vorgesehen. Das Maß der Begrünung in den Werkhöfen ist zu prüfen.
Die Nutzungsideen für die Kühlhausnase und den Schuppen 17 sind schlüssig und nachvollziehbar. Der Vorschlag, mit Ansiedlungen von Pioniernutzungen und Gründern einen Impuls in der Startphase zu setzen, wird positiv gewürdigt. Geprüft werden sollte der Schuppen 17 im Hinblick auf die Dimensionierung des Kultur- und Veranstaltungsclusters am Waller Sand. Die vorgeschlagene Phasierung des Gesamtquartiers, ausgehend von der Aktivierung des Schuppen 17 über die Werkhöfe von Nord nach Süd, wird dem Charakter des Gebietes gerecht und ist gut umsetzbar.
Parks in Gewerbegebieten kommen in der üblichen Praxis nicht vor. Hier setzt die Arbeit neue Maßstäbe. Mit dem Hafenpark als Bindeglied zwischen Überseepark und Waller Sand zeichnet sie sich durch einen starken, strukturbildenden Freiraum aus, der prägende Elemente wie das ehemalige Hafenbecken, die Kajenwand und den historischen Gleisbogen überzeugend integriert. Kombiniert mit weiteren Funktionen zum Regenwassermanagement und Starkregenvorsorge zu naturnahen Flächen mit hoher Biodiversität als auch zu flexibel nutzbaren Aneignungszonen hat der Hafenpark das Potential, den Freiraum zur treibenden Kraft einer zukunftsgerichteten Entwicklung von Piek 17 zu machen. Darüber hinaus gelingt es der Arbeit, durch drei klug positionierte Freiraumverbindungen das Gebiet zwischen Weserufer und Eduard-Suling-Straße in einem quartiersgerechten Rhythmus zu vernetzen und auch an die übergeordneten Grünverbindungen der Überseestadt anzuknüpfen. Das Freiraumgerüst leistet sowohl in Ost-West-Richtung als auch in den Verbindungen der Reihen 2 bis 4 eine sehr gute Durchlüftung. Eine Verschattung der Freiräume ist gewährleistet. Freiraum- und Nutzungskonzept sind eng miteinander verzahnt. Der Freiraum ist differenziert ausgearbeitet und findet eine gute Balance zwischen nutzungsintensiven, milieubildenden Orten und extensiv gestalteten Flächen. Die Hafentreppe an der Spitze der Kühlhausnase macht eine gute Perspektive nach Westen auf. Deren Nutzbarkeit an der Nordostseite ist aber hinsichtlich Dimensionierung und Ausrichtung zu hinterfragen.
Durch die Übernahme der bestehenden Erschließungsstruktur weist die Arbeit ein effizientes verkehrliches Grundgerüst auf. Die vorgesehenen Mobilitätshubs sind angemessen dimensioniert und schlüssig positioniert. Der Mobilitätsplatz überzeugt in der Mitte des Quartiers als städtebauliches Bindeglied zwischen Wohnquartier, Werkhöfen, Park, Schuppen 17 und Hochschulcluster. Die Gleisschleife der Tram über zwei Blöcke, ebenso die teilweise Führung durch den Hafenpark, ist zu prüfen. Die innere Erschließung der Werkshöfe einschließlich Rangierflächen schützt die gegenüberliegende Wohnbebauung vor Lärm durch Anlieferung. Die Ausbildung des zentralen Radweges als Radschnellweg ohne überregionale Anbindung wird als nicht umsetzbar betrachtet.
Im Entwurf wird auf verschiedenen konzeptionellen und maßstäblichen Ebenen eine umfangreiche, nachhaltige und energetisch optimierte Haltung deutlich: Zirkularität wird als Leitidee mit einem Raumgerüst gesetzt, das variabel mit zirkulär zu errichtenden Gebäuden befüllt werden kann. Die Gebäude werden als Skelettbauten mit flexibel teil- und veränderbaren Hallenstrukturen vorgeschlagen, für die nachwachsende Baustoffe zum Einsatz kommen sollen. Ohne die klare Raumstruktur aufzugeben, werden vergleichsweise kompakte Bauformen und eine aufgelockerte Bauweise vorgeschlagen, die eine natürliche Belichtung und Belüftung ermöglichen. Die Dächer sind mit Ausnahme einiger Werkdächer vollständig mit PV belegt - stets in Kombination mit Begrünung - und es werden weitere Dachnutzungen mit Energiebezug integriert, so ein Gewächshaus als Pufferzone oder ein mit PV überdachtes Parkdeck. Auch im Programm schlägt sich diese Grundhaltung nieder, z. B. mit einer Produktion zirkulärer Baustoffe in Schuppen 19. Lediglich das Maschinenhaus als eine erhaltenswerte Bestandsstruktur wird entfernt.
Insgesamt überzeugt die Arbeit durch ihre Balance aus soliden städtebaulich-freiräumlichen Setzungen als auch Verbindungen an den richtigen Stellen und flexiblen Möglichkeiten der Entwicklung, durch die großzügigen, gewerbeaffinen und innovativ nutzbaren Freiräume, durch die Verzahnung mit den anderen Quartieren der Überseestadt, durch ein ausgeklügeltes Nachhaltigkeitskonzept und durch das sinnvolle und realisierbare Umsetzungskonzept.
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