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Nichtoffener Wettbewerb | 07/2026

Erlebbarkeit Wupperufer in Wipperfürth

Perspektive Wupperstufen
3

Perspektive Wupperstufen

3. Preis

Preisgeld: 18.000 EUR

Planorama GmbH

Landschaftsarchitektur

Doser Kempen Krause Ingenieure GmbH

Tragwerksplanung

WILLNER VISUALISIERUNG

Visualisierung

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Leitidee des Entwurfs überzeugt durch das sogenannte „Grüne Fenster": eine ausgedehnte Freiraumtreppe am nördlichen Ufer der Wupper, die sich mit großzügig angelegten Sitzstufen zum Gewässer hin abstuft und eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Die bestehende Uferböschungsmauer wird hier teilweise zurückgebaut und durch eine begrünte Uferböschung im gewässernahen Bereich aufgewertet. Punktuell bieten kleine Aussichtspunkte und Terrassen einen unmittelbaren Zugang zum Gewässer. Kritisch wird angemerkt, dass die Treppenanlage trotz ihrer Ausdehnung keinen barrierefreien Zugang zum Ufer der Wupper vorsieht. Eine Verschattung durch Vegetation wird zudem nur durch vereinzelte Bäume gewährleistet. Die Abgrenzung des Wettbewerbsgebiets gegenüber der nördlich gelegenen Neubebauung durch eine Hecke wird gestalterisch als wenig überzeugend bewertet.

Am südlichen Ufer der Wupper wird eine Spielplatzfläche als „Wupperhof" verortet, die städtebaulich allerdings wenig prägend ist. Die neu gestaltete Brücke schafft hier eine gute, sinnvolle Anbindung vom Radwanderweg an der Alten Drahtzieherei über den neuen Quartiersplatz bis zum neuen „Wupperhof".

Die in ihrer Anmutung gewöhnliche Betonbrücke mit eingelegten Walzträgern orientiert sich stark am Bahnbrückenbau. Ein Vorteil dieser Bauweise besteht darin, dass die unterseitig eingelegten Walzträger während der Bauphase ein Traggerüst über dem sensiblen Flussraum vermeiden und zugleich die Bauzeit verkürzen. Die Widerlager wie auch die Brückendetails orientieren sich stark an den Regeldetails von Straßenbrücken. Die Brücke erscheint daher insgesamt an dieser städtebaulich prägenden Stelle als zu unambitioniert.

Das Tragwerk an sich wird aufgrund seiner massiven Betonquerschnitte als nicht nachhaltig eingeordnet. Der bei diesem Brückentyp notwendige abdichtende Asphaltbelag und die wartungsintensive Übergangskonstruktion führen zu einem Materialwechsel am Brückenende hin zum Natursteinbelag der Wege, wodurch keine fließende und natürliche Einbindung in die Gesamtsituation entsteht.

Positiv bewertet wird das zurückhaltende Geländer mit dem haptisch angenehm geformten, oberseitigen Holzbrett, das zum Verweilen und Abstützen einlädt.
Perspektive Wupperhof

Perspektive Wupperhof

Lageplan

Lageplan