Nichtoffener Wettbewerb | 07/2026
Erlebbarkeit Wupperufer in Wipperfürth
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Uferpromenade mit neuer Fuß- und Radwegebrücke stärkt die Vernetzung zwischen den Wupperufern
©Rendercircle / A24 Landschaft / Sterling Presser
Anerkennung
Preisgeld: 11.750 EUR
Rendercircle - Christian Marrero
Visualisierung
Erläuterungstext
AUF ZU NEUEN UFERN – Erlebbarkeit des Wupperufers
Das Lampenwerk der Firma Radium prägt Wipperfürth seit Jahrzehnten. Das denkmalgeschützte Turbinenhaus mit der Brücke über die Wupper oder das Heizhaus mit dem stadtbildprägenden Schornstein sind eindrucksvolle Zeugnisse der Industriekultur. Gleichzeitig stellt das Werksgelände eine Barriere dar, die das Stadtzentrum von der Wupper trennt. Die Reduzierung des Werksgeländes eröffnet die Möglichkeit den Wasserlauf wieder erlebbar werden zu lassen und mit dem Stadtzentrum zu verknüpfen.
Zwei Wegespangen fassen das neue Baufeld auf dem ehemaligen Werksparkplatz und führen direkt an den Fluss. Im Westen endet die Spange in einem Platz mit Balkon zur Wupper. Mit dem historischen Schornstein entsteht hier ein stimmungsvoller Vorplatz für den Veranstaltungsort im Heizhaus. Eine mehrstufige Holztribüne inszeniert als skulpturales Sitzobjekt den Blick über den Flussraum.
Die Wegespange im Osten führt unmittelbar zur neuen Radiumbrücke und verbindet das Ufer mit dem Hausmannplatz und darüber hinaus mit dem Stadtzentrum. Ein baumbestandener Uferplatz ist ein idealer Standort für ein kleines Café mit Blick sowohl auf die neue als auch alte Wupperbrücke. Eine Solitärbaumpflanzung [Ulmus Resista (R) ,Sapporo Autumn Gold‘] markiert den Brückenauftakt. Umspielt wird der Baum mit zwei kleineren Sorbus aucuparia. Ein Sitzpodest unter der Ulme lädt auf dem Platz auch ohne Außengastronomie zum Verweilen ein.
Eine Uferpromenade aus wassergebundener Wegedecke verbindet beide Spangen entlang des Wupperufers. Die Ufermauern werden hier zugunsten eines natürlichen Ufers zurückgenommen. Durch die flachere Uferböschung wird die Wupper als Wasserlauf wieder erreichbar und erlebbar. Sitzblöcke im Ufer bieten einen angemessenen Aufenthalt am Ufer. Als Kontrast zur industriellen Uferseite gegenüber wird das Ufer hier bewusst natürlich gestaltet. Natürlicher Aufwuchs wie Eupatorium cannabinum, Lysimachia vulgaris, Epilobium hirsutum oder Lythrum salicaria ist hier erwünscht und bringt ein Stück fluviale Wildnis in die Stadt zurück.
In beiden Wegespangen wird das Oberflächenwasser in bepflanzten Tiefbeeten versickert. Leitarten sind hier Euphorbia seguieriana, Anemone sylvestris, Aster linosyris oder Teucrium chamaedrys sowie kleinkronige Bäume wie Sorbus aucuparia. Die Belagsflächen werden als versickerungsfähige Pflasterflächen ausgeführt.
Der Hausmannplatz auf der anderen Uferseite ist ein wichtiges Bindeglied zur Innenstadt. Als hybrider Platz ist er sowohl ein funktionaler Platz der den Werksbetrieb aufrechterhält, gleichzeitig aber auch der erste Kontakt mit dem Fluss aus der Stadt kommend. Eine Platzintarsie gliedert den Platz in einen offeneren und öffentlicheren Bereich sowie den Eingangsbereich des Radiumwerks. Die grüne Platzintarsie reduziert die versiegelte Platzfläche, kühlt mit üppiger Vegetation den Platzraum und schafft eine attraktive Eingangssituation für das Werk. Aufenthaltsbereiche unter Bäumen und Staudenpflanzungen lassen den Platz sowohl zum attraktiven Pausenbereich für die Werksmitarbeiter als auch die Stadtbevölkerung werden. Bewegungselemente im Grünen fördern hier die aktive Erholung.
Jenseits des Heizhauses wird das Ufer deutlich natürlicher. Ein Naturspielplatz schließt unmittelbar an das Heizhaus an. Der Gehölzbestand wird hier schonend mit Wegen erschlossen und erlebbar. Insgesamt bleibt dieser Uferabschnitt ein schattiger natürlicher Uferbereich.
„Radiumbrücke“ – Architektonisches Konzept
Das architektonische Konzept folgt einem minimalistischen und landschaftsintegrierten Ansatz, der darauf abzielt, die zentrale Wegeverbindung beidseits der Wupper klar zu öffnen und zu stärken. Die neue Brücke versteht sich als präzise Ergänzung zur denkmalgeschützten Bestandsbrücke und tritt bewusst in einen respektvollen Dialog mit dem historischen Bauwerk sowie dem ehemaligen Turbinenhaus. Während die Bestandsbrücke durch ihre massive Betonkonstruktion, ihre Geradlinigkeit und technische Robustheit geprägt ist, setzt der Neubau auf Leichtigkeit, Transparenz und Filigranität. Durch diesen bewussten Kontrast bleibt die historische Brücke als Zeugnis ihrer Zeit klar ablesbar, während die neue Brücke eine zeitgemäße Interpretation von Infrastruktur und Aufenthaltsqualität formuliert.
Gleichzeitig setzt das Entwurfsprinzip auf eine reduzierte, aber prägnante gestalterische Geste: Eine einfache, eigenständige Brüstungsfigur verleiht dem Bauwerk Identität und Wiedererkennbarkeit im Stadtraum. Die an Glühfäden erinnernden Geländerstäbe greifen die Geschichte der Wipperfürther Licht- und Lampenindustrie auf und schaffen einen subtilen Bezug zur Tradition des Standorts. Die Brücke wird damit zu einem Ort der Verbindung und des Ankommens – ein Treffpunkt entlang des Flusses, der Landschaft, Mobilität und Industriegeschichte zu einem gemeinsamen, lebendigen Erlebnisraum entlang der Wupper verknüpft.
Ingenieurbautechnisches Konzept
Das Tragwerkskonzept basiert auf einem minimalen, einfeldrigen Cortenstahl-Hohlkastenträger, dessen Querschnitt dem Verlauf der Biegemomente folgt und sich entlang der Spannweite entsprechend anpasst. Durch die biegesteife Einspannung an den Widerlagern werden die inneren Kräfte effizient genutzt, wodurch eine besonders schlanke und materialeffiziente Konstruktion möglich wird. Die geschlossene Kastengeometrie gewährleistet eine hohe Torsions- und Biegesteifigkeit und erfüllt die Anforderungen an den dynamischen Komfort für Fußgänger und Radfahrer. Das Tragwerk vereint damit konstruktive Effizienz, Dauerhaftigkeit und eine klare, elegante Formensprache.
Materialität und Bauqualität
Die Materialwahl verbindet Robustheit, Langlebigkeit und ästhetische Qualität. Der Cortenstahl greift die Farbtöne der regionalen Backsteinarchitektur auf und stellt zugleich einen Bezug zur industriellen Geschichte der Stadt Wipperfürth sowie zur Leuchtenproduktion von Radium her. Die Geländerstäbe sind als feine, filigrane Cortenstahl–„Filamente“ ausgebildet und erinnern im übertragenen Sinn an die Glühfäden historischer Radium- und Glühlampen. Als gestalterische Referenz an die Innovationsgeschichte des Standorts und die Pionierleistungen des Wipperfürther Radium-Unternehmens übersetzen sie das Motiv des Lichts in eine zeitgenössische Architektursprache. Der Holzhandlauf bildet dazu einen warmen, haptischen Kontrast, vermittelt menschliche Maßstäblichkeit und erhöht den Nutzungskomfort. Der Belag aus recycelbarem Asphalt gewährleistet Sicherheit, Barrierefreiheit und eine dauerhaft hochwertige Nutzung.
Beleuchtung
LED-Leuchten sind dezent in das Geländer integriert und erzeugen einen gleichmäßigen, blendfreien Lichtteppich, der nur bei Nutzung über Anwesenheitssensoren aktiviert wird. Die indirekte Lichtführung betont die Linien der Brücke, erhält die Sichtachsen auf die Wupper und verbessert die Aufenthaltsqualität bei Nacht. Das Lichtkonzept versteht sich als subtile räumliche Resonanz zum Prinzip von Glühbirne und Filament und entwickelt eine feine, kontinuierliche Lichtlinie, die die Tragstruktur atmosphärisch lesbar macht. Optional kann eine indirekte Projektion auf die Wasseroberfläche eine zurückhaltende Lichtinszenierung erzeugen und der Brücke eine prägnante, aber subtile Identität verleihen.
Funktionale Aspekte
Die lichte Breite von mindestens 5,30 m ermöglicht den gemeinsamen Mischverkehr von Fußgängern und Radfahrern; eine funktionale Differenzierung der Verkehrsarten erfolgt über die farbliche Gestaltung des Belags. Die Brücke integriert sich in das bestehende Wegenetz, stärkt die Durchlässigkeit zwischen Stadtzentrum und landschaftlicher Entwicklung und schafft neue räumliche Verbindungen sowie Aufenthaltsqualitäten entlang des Übergangs. Alle Zugänge sind barrierefrei ausgebildet. Die Längsneigung bis zu 5 % ist bewusst als Teil des architektonischen Konzepts eingesetzt und hebt den Steg subtil über das bestehende Landschaftsniveau, um eine klare räumliche Komposition zwischen Topografie, Bewegung und Aussicht zu erzeugen.
Nachhaltigkeit
Die Brücke folgt einem konsequent nachhaltigen und ressourcenschonenden Entwurfsansatz. Langlebige, wartungsarme Materialien und eine robuste Konstruktion minimieren den Ressourcenverbrauch über den gesamten Lebenszyklus. Der eingesetzte Cortenstahl bildet eine natürliche Schutzpatina aus und kommt ohne zusätzlichen Korrosionsschutz aus. Die Holzbauteile ergänzen die Konstruktion um einen nachwachsenden Rohstoff mit hoher ökologischer Qualität und angenehmer Haptik. Durch die hohe Recyclingfähigkeit der Materialien und die lange Nutzungsdauer leistet die Brücke einen nachhaltigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Infrastruktur.
Freiraum
Zwei Wegespangen fassen das neue Baufeld auf dem ehemaligen Werksparkplatz und führen direkt an den Fluss. Im Westen endet die Spange in einem Platz mit Balkon zur Wupper. Mit dem historischen Schornstein entsteht hier ein stimmungsvoller Vorplatz für den Veranstaltungsort im Heizhaus. Eine mehrstufige Holztribüne inszeniert als skulpturales Sitzobjekt den Blick über den Flussraum.
Die Wegespange im Osten führt unmittelbar zur neuen Radiumbrücke und verbindet das Ufer mit dem Hausmannplatz und darüber hinaus mit dem Stadtzentrum. Ein baumbestandener Uferplatz ist ein idealer Standort für ein kleines Café mit Blick sowohl auf die neue als auch alte Wupperbrücke. Eine Solitärbaumpflanzung [Ulmus Resista (R) ,Sapporo Autumn Gold‘] markiert den Brückenauftakt. Umspielt wird der Baum mit zwei kleineren Sorbus aucuparia. Ein Sitzpodest unter der Ulme lädt auf dem Platz auch ohne Außengastronomie zum Verweilen ein.
Eine Uferpromenade aus wassergebundener Wegedecke verbindet beide Spangen entlang des Wupperufers. Die Ufermauern werden hier zugunsten eines natürlichen Ufers zurückgenommen. Durch die flachere Uferböschung wird die Wupper als Wasserlauf wieder erreichbar und erlebbar. Sitzblöcke im Ufer bieten einen angemessenen Aufenthalt am Ufer. Als Kontrast zur industriellen Uferseite gegenüber wird das Ufer hier bewusst natürlich gestaltet. Natürlicher Aufwuchs wie Eupatorium cannabinum, Lysimachia vulgaris, Epilobium hirsutum oder Lythrum salicaria ist hier erwünscht und bringt ein Stück fluviale Wildnis in die Stadt zurück.
In beiden Wegespangen wird das Oberflächenwasser in bepflanzten Tiefbeeten versickert. Leitarten sind hier Euphorbia seguieriana, Anemone sylvestris, Aster linosyris oder Teucrium chamaedrys sowie kleinkronige Bäume wie Sorbus aucuparia. Die Belagsflächen werden als versickerungsfähige Pflasterflächen ausgeführt.
Der Hausmannplatz auf der anderen Uferseite ist ein wichtiges Bindeglied zur Innenstadt. Als hybrider Platz ist er sowohl ein funktionaler Platz der den Werksbetrieb aufrechterhält, gleichzeitig aber auch der erste Kontakt mit dem Fluss aus der Stadt kommend. Eine Platzintarsie gliedert den Platz in einen offeneren und öffentlicheren Bereich sowie den Eingangsbereich des Radiumwerks. Die grüne Platzintarsie reduziert die versiegelte Platzfläche, kühlt mit üppiger Vegetation den Platzraum und schafft eine attraktive Eingangssituation für das Werk. Aufenthaltsbereiche unter Bäumen und Staudenpflanzungen lassen den Platz sowohl zum attraktiven Pausenbereich für die Werksmitarbeiter als auch die Stadtbevölkerung werden. Bewegungselemente im Grünen fördern hier die aktive Erholung.
Jenseits des Heizhauses wird das Ufer deutlich natürlicher. Ein Naturspielplatz schließt unmittelbar an das Heizhaus an. Der Gehölzbestand wird hier schonend mit Wegen erschlossen und erlebbar. Insgesamt bleibt dieser Uferabschnitt ein schattiger natürlicher Uferbereich.
„Radiumbrücke“ – Architektonisches Konzept
Das architektonische Konzept folgt einem minimalistischen und landschaftsintegrierten Ansatz, der darauf abzielt, die zentrale Wegeverbindung beidseits der Wupper klar zu öffnen und zu stärken. Die neue Brücke versteht sich als präzise Ergänzung zur denkmalgeschützten Bestandsbrücke und tritt bewusst in einen respektvollen Dialog mit dem historischen Bauwerk sowie dem ehemaligen Turbinenhaus. Während die Bestandsbrücke durch ihre massive Betonkonstruktion, ihre Geradlinigkeit und technische Robustheit geprägt ist, setzt der Neubau auf Leichtigkeit, Transparenz und Filigranität. Durch diesen bewussten Kontrast bleibt die historische Brücke als Zeugnis ihrer Zeit klar ablesbar, während die neue Brücke eine zeitgemäße Interpretation von Infrastruktur und Aufenthaltsqualität formuliert.
Gleichzeitig setzt das Entwurfsprinzip auf eine reduzierte, aber prägnante gestalterische Geste: Eine einfache, eigenständige Brüstungsfigur verleiht dem Bauwerk Identität und Wiedererkennbarkeit im Stadtraum. Die an Glühfäden erinnernden Geländerstäbe greifen die Geschichte der Wipperfürther Licht- und Lampenindustrie auf und schaffen einen subtilen Bezug zur Tradition des Standorts. Die Brücke wird damit zu einem Ort der Verbindung und des Ankommens – ein Treffpunkt entlang des Flusses, der Landschaft, Mobilität und Industriegeschichte zu einem gemeinsamen, lebendigen Erlebnisraum entlang der Wupper verknüpft.
Ingenieurbautechnisches Konzept
Das Tragwerkskonzept basiert auf einem minimalen, einfeldrigen Cortenstahl-Hohlkastenträger, dessen Querschnitt dem Verlauf der Biegemomente folgt und sich entlang der Spannweite entsprechend anpasst. Durch die biegesteife Einspannung an den Widerlagern werden die inneren Kräfte effizient genutzt, wodurch eine besonders schlanke und materialeffiziente Konstruktion möglich wird. Die geschlossene Kastengeometrie gewährleistet eine hohe Torsions- und Biegesteifigkeit und erfüllt die Anforderungen an den dynamischen Komfort für Fußgänger und Radfahrer. Das Tragwerk vereint damit konstruktive Effizienz, Dauerhaftigkeit und eine klare, elegante Formensprache.
Materialität und Bauqualität
Die Materialwahl verbindet Robustheit, Langlebigkeit und ästhetische Qualität. Der Cortenstahl greift die Farbtöne der regionalen Backsteinarchitektur auf und stellt zugleich einen Bezug zur industriellen Geschichte der Stadt Wipperfürth sowie zur Leuchtenproduktion von Radium her. Die Geländerstäbe sind als feine, filigrane Cortenstahl–„Filamente“ ausgebildet und erinnern im übertragenen Sinn an die Glühfäden historischer Radium- und Glühlampen. Als gestalterische Referenz an die Innovationsgeschichte des Standorts und die Pionierleistungen des Wipperfürther Radium-Unternehmens übersetzen sie das Motiv des Lichts in eine zeitgenössische Architektursprache. Der Holzhandlauf bildet dazu einen warmen, haptischen Kontrast, vermittelt menschliche Maßstäblichkeit und erhöht den Nutzungskomfort. Der Belag aus recycelbarem Asphalt gewährleistet Sicherheit, Barrierefreiheit und eine dauerhaft hochwertige Nutzung.
Beleuchtung
LED-Leuchten sind dezent in das Geländer integriert und erzeugen einen gleichmäßigen, blendfreien Lichtteppich, der nur bei Nutzung über Anwesenheitssensoren aktiviert wird. Die indirekte Lichtführung betont die Linien der Brücke, erhält die Sichtachsen auf die Wupper und verbessert die Aufenthaltsqualität bei Nacht. Das Lichtkonzept versteht sich als subtile räumliche Resonanz zum Prinzip von Glühbirne und Filament und entwickelt eine feine, kontinuierliche Lichtlinie, die die Tragstruktur atmosphärisch lesbar macht. Optional kann eine indirekte Projektion auf die Wasseroberfläche eine zurückhaltende Lichtinszenierung erzeugen und der Brücke eine prägnante, aber subtile Identität verleihen.
Funktionale Aspekte
Die lichte Breite von mindestens 5,30 m ermöglicht den gemeinsamen Mischverkehr von Fußgängern und Radfahrern; eine funktionale Differenzierung der Verkehrsarten erfolgt über die farbliche Gestaltung des Belags. Die Brücke integriert sich in das bestehende Wegenetz, stärkt die Durchlässigkeit zwischen Stadtzentrum und landschaftlicher Entwicklung und schafft neue räumliche Verbindungen sowie Aufenthaltsqualitäten entlang des Übergangs. Alle Zugänge sind barrierefrei ausgebildet. Die Längsneigung bis zu 5 % ist bewusst als Teil des architektonischen Konzepts eingesetzt und hebt den Steg subtil über das bestehende Landschaftsniveau, um eine klare räumliche Komposition zwischen Topografie, Bewegung und Aussicht zu erzeugen.
Nachhaltigkeit
Die Brücke folgt einem konsequent nachhaltigen und ressourcenschonenden Entwurfsansatz. Langlebige, wartungsarme Materialien und eine robuste Konstruktion minimieren den Ressourcenverbrauch über den gesamten Lebenszyklus. Der eingesetzte Cortenstahl bildet eine natürliche Schutzpatina aus und kommt ohne zusätzlichen Korrosionsschutz aus. Die Holzbauteile ergänzen die Konstruktion um einen nachwachsenden Rohstoff mit hoher ökologischer Qualität und angenehmer Haptik. Durch die hohe Recyclingfähigkeit der Materialien und die lange Nutzungsdauer leistet die Brücke einen nachhaltigen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Infrastruktur.
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Arbeit entwickelt mit der Brücke eine eigenständige und überzeugende Lösung. Die klare Konstruktion, das durchgängige Längsgefälle sowie die wartungsarme Ausbildung stellen einen robusten und wirtschaftlichen Beitrag dar. Die Materialität aus Cortenstahl verleiht dem Bauwerk einen angemessenen Ausdruck und trägt zu einer identitätsstiftenden Wirkung bei. Trotz der Massivität des Materials gelingt es der Brücke, als prägnantes, verbindendes Element im Stadtraum zu wirken. Die dargestellte Ausformulierung des Geländers wird hinsichtlich ihrer gestalterischen Prägnanz hinterfragt.
Demgegenüber kann das Freiraumkonzept in seiner Ausarbeitung nicht überzeugen. Insbesondere der Hausmannsplatz bleibt trotz seiner großzügigen Dimension ohne angemessene Aufenthalts- und Ankunftsqualität. Der hohe Versiegelungsgrad und die überwiegend steinerne Gestaltung lassen den Bereich wenig einladend erscheinen. Auch die Verortung des Spielplatzes vermag den Stadtraum nicht aufzuwerten und leistet nur einen geringen Beitrag zur Adressbildung des Platzes.
Der konzeptionelle Ansatz einer landschaftlich geprägten Nordseite und eines stärker urban gefassten südlichen Freiraums ist grundsätzlich nachvollziehbar, wird jedoch im weiteren Entwurf nicht konsequent umgesetzt. Die Material- und Belagsflächen ziehen sich ohne ausreichende Differenzierung bis in die angrenzenden Wohnbereiche, wodurch klare Hierarchien innerhalb der Wegebeziehungen und Freiräume verloren gehen. Die Anordnung der Wiesenflächen und Sitzgelegenheiten wirkt wenig begründet und erzeugt keine überzeugenden Aufenthaltsorte. Auch die Wegeführungen enden an den Uferbereichen ohne einen räumlich oder funktional schlüssigen Abschluss. Insgesamt erscheinen die großflächigen befestigten Bereiche überdimensioniert und hätten zugunsten einer differenzierteren Freiraumgestaltung stärker gegliedert und begrünt werden können.
Insgesamt gelingt es der Arbeit nicht, ein schlüssiges und qualitätsvolles Freiraumkonzept zu entwickeln. Die überzeugende, robuste und gestalterisch eigenständige Brückenlösung stellt jedoch einen wesentlichen Beitrag des Entwurfs dar, den es sehr positiv zu würdigen gilt.
Demgegenüber kann das Freiraumkonzept in seiner Ausarbeitung nicht überzeugen. Insbesondere der Hausmannsplatz bleibt trotz seiner großzügigen Dimension ohne angemessene Aufenthalts- und Ankunftsqualität. Der hohe Versiegelungsgrad und die überwiegend steinerne Gestaltung lassen den Bereich wenig einladend erscheinen. Auch die Verortung des Spielplatzes vermag den Stadtraum nicht aufzuwerten und leistet nur einen geringen Beitrag zur Adressbildung des Platzes.
Der konzeptionelle Ansatz einer landschaftlich geprägten Nordseite und eines stärker urban gefassten südlichen Freiraums ist grundsätzlich nachvollziehbar, wird jedoch im weiteren Entwurf nicht konsequent umgesetzt. Die Material- und Belagsflächen ziehen sich ohne ausreichende Differenzierung bis in die angrenzenden Wohnbereiche, wodurch klare Hierarchien innerhalb der Wegebeziehungen und Freiräume verloren gehen. Die Anordnung der Wiesenflächen und Sitzgelegenheiten wirkt wenig begründet und erzeugt keine überzeugenden Aufenthaltsorte. Auch die Wegeführungen enden an den Uferbereichen ohne einen räumlich oder funktional schlüssigen Abschluss. Insgesamt erscheinen die großflächigen befestigten Bereiche überdimensioniert und hätten zugunsten einer differenzierteren Freiraumgestaltung stärker gegliedert und begrünt werden können.
Insgesamt gelingt es der Arbeit nicht, ein schlüssiges und qualitätsvolles Freiraumkonzept zu entwickeln. Die überzeugende, robuste und gestalterisch eigenständige Brückenlösung stellt jedoch einen wesentlichen Beitrag des Entwurfs dar, den es sehr positiv zu würdigen gilt.
Übersichtsplan
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Leitidee
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Vertiefung Ufer
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Vertiefung Hausmannsplatz
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Nutzungskonzepte
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Beleuchtungskonzept
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Längsschnitt
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Platzgelenk am nördlichen Brückenkopfschaft neue Aufenthalsqualitäten
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