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Nichtoffener Wettbewerb | 06/2021

Errichtung geförderter Wohnungen auf den Lechfeldwiesen in Kaufering

ein 2. Preis

Preisgeld: 37.375 EUR

17A ARCHITEKTUR

Architektur

BL9 Landschaftsarchitekten

Landschaftsarchitektur

Beurteilung durch das Preisgericht

Versetzt angeordnete PunkthĂ€user ermöglichen ein Wohnen im großzĂŒgigen, parkĂ€hnlichen Freiraum, was unterschiedliche Blickbeziehungen eröffnet und aus stĂ€dtebaulicher und freirĂ€umlicher Sicht eine ĂŒberzeugende QualitĂ€t entwickelt. Der GrĂŒnanger aus dem sĂŒdlich angrenzenden Quartier mĂŒndet im zentralen GrĂŒnbereich, der sich vom Spielplatz zum Vorplatz des neuen Gemeinschaftsraums aufspannt und dadurch einen zentralen Treffpunkt zwischen den beiden Bauabschnitten und der bestehenden Nachbarschaft schafft. Ein orthogonales Wegenetz durchzieht das Quartier und erschließt die GebĂ€ude. Die Entfaltung eines GemeinschaftsgefĂŒhls ist durch die durchgĂ€ngige Orientierung der EingĂ€nge nach Osten und die individuellen Zugangswege dabei leicht eingeschrĂ€nkt. Trotzdem lĂ€sst sich eine hohe Identifikation der Bewohner*innen mit dem Quartier erwarten.

Die Baukörpersetzung und die Grundrissgestaltung sind fĂŒr diesen Ansatz gut und robust gelöst. Um das zentrale Treppenhaus gruppieren sich jeweils 4 bis 5 Wohnungen, diese orientieren sich konsequent zu zwei Seiten und besitzen durchlaufende Balkone. Auch wenn die Eingangsbereiche in den Wohnungen teilweise etwas eng und die KĂŒchen meist ohne Gliederung den WohnrĂ€umen zugeordnet sind, lĂ€sst sich insgesamt eine hohe WohnqualitĂ€t erwarten. Die 120 Wohnungen im Realisierungsteil entsprechen den Anforderungen und der WohnungsschlĂŒssel ist erfĂŒllt.

Zwei Tiefgaragen mit gut positionierten Abfahrten liegen zentral unter den Baukörpern und ermöglichen dadurch auch direkte Zugangsmöglichkeiten zu den HĂ€usern. Nachteilig ist, dass die Tiefgarage unter dem zentralen Freiraum situiert ist und dadurch die Umsetzbarkeit der dargestellten FreiflĂ€chengestaltung hier noch zu hinterfragen ist. Die Gestaltung der gebĂ€udenahen FreiflĂ€chen ist noch nicht ĂŒberzeugend gelöst, eine differenzierte Darstellung fehlt im Maßstab 1:200. Die Regenwasserversickerung erfolgt ĂŒber Rasenmulden auf der Tiefgarage. Durch die durchgĂ€ngige 4-geschossige Bauweise ist die Feuerwehrzufahrt zu allen GebĂ€uden notwendig, was die FreiraumqualitĂ€t in diesen Bereichen beeintrĂ€chtigt. Der Schallschutz ist durch das FortfĂŒhren der Schallschutzwand gelöst.

Die Realisierung in Bauabschnitten ist gut umsetzbar. Die Wirtschaftlichkeit ist durch den einheitlichen GebÀudetypus (4-5 SpÀnner) und die dadurch mögliche serielle Vorfertigung in Holzbauweise gegeben.

Mit den vom Landschaftsraum umspielten GebĂ€udesolitĂ€ren stellt die Arbeit insgesamt eine sehr qualitĂ€tsvolle Lösung fĂŒr den Ort und die Umgebung dar. Die Umsetzbarkeit der dargestellten GroßzĂŒgigkeit einer offenen Parklandschaft ist in Teilbereichen noch zu ĂŒberprĂŒfen.
Lageplan

Lageplan