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Nichtoffener Wettbewerb | 11/2017

Errichtung von geförderten Wohnungen auf dem Schmucker-Areal

ein 3. Preis

Preisgeld: 16.500 EUR

BEHLES & JOCHIMSEN

Architektur

ANNABAU Architektur und Landschaft

Landschaftsarchitektur

PIRMIN JUNG

Tragwerksplanung

Beurteilung durch das Preisgericht

Die 84 Wohnungen verteilen sich auf acht gleiche GebĂ€ude, die sich einfach und unaufgeregt in die umliegende Bebauung einfĂŒgen. Die MaßstĂ€blichkeit der GebĂ€ude mit ihren gleichen Firstrichtungen nehmen die Typologie der Nachbarschaft auf. Durch den Versatz nach Norden und SĂŒden entstehen eine gefĂ€llige GebĂ€udeoptik und interessante FreiraumbezĂŒge, die dem ganzen Quartier eine gute Nutzbarkeit erlauben. Die Baukörper werden zusĂ€tzlich in der Höhe um ein halbes Geschoss versetzt, um ein geschĂŒtztes Hochparterre entlang des öffentlichen Weges zu erhalten. Der Quartiersplatz mit dem Anschluss des GebĂ€udes der WĂ€rmezentrale erscheint richtig in der Mitte der Bebauung.
Das Gemeinschaftshaus an der Schondorfer Straße verspricht mit der giebelstĂ€ndigen Fassade eine adĂ€quate Adressbildung. Zu bemĂ€ngeln sind die StellplĂ€tze vor dem GebĂ€ude.
Der Wohnungsmix ist wie vom Auslober gewĂŒnscht erreicht. Durch die gelungene GebĂ€udestruktur ergibt sich eine niedrige Versiegelung. Die Wohnungen versprechen eine gute WohnqualitĂ€t und sind vorwiegend nach zwei und drei Himmelsrichtungen ausgerichtet.
Die Erschließung des Quartiers von drei Seiten funktioniert gut. Die TiefgaragenzugĂ€nge von den HĂ€usern sind wirtschaftlich gelöst. Lediglich die Breite der Zu- und Abfahrt zur Tiefgarage ist so nicht möglich; eine Lösung ĂŒber eine Ampelschaltung wĂ€re realisierbar. Hinterfragt werden die zwei MĂŒllsammelstellen im Osten und Westen fĂŒr das gesamte Quartier.

Entlang eines durchgĂ€ngigen Ost-West-Weges reiht sich eine Abfolge von PlĂ€tzen auf. Die SpielflĂ€chen liegen zum Teil sehr nah an den WohngebĂ€uden. Der Quartiersplatz lĂ€sst in der dargestellten Weise keine QualitĂ€t erkennen. Dahingegen wird die Öffnung des Moosgrabens begrĂŒĂŸt. An der Schondorfer Straße wird von dem Gemeinschaftsraum ein öffentlicher Charakter vermisst. Hinsichtlich des Regenwassermanagements wird das unterirdische RĂŒckhaltebecken in Frage gestellt.

Insgesamt gelingt den Verfassern der Arbeit ein homogenes identitĂ€tsstiftendes Quartier durch die wohlproportionierte kompakte GebĂ€udeform und die angenehme Fassadengestaltung. In Verbindung mit der Verwendung des Baustoffes Holz ist ein nachhaltiges und effizientes Projekt fĂŒr Utting zu erwarten.
© BEHLES & JOCHIMSEN / ANNABAU

© BEHLES & JOCHIMSEN / ANNABAU