Nichtoffener Wettbewerb | 02/2024
Ersatzneubau BegegnungsstÀtte in Friedrichsthal
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Lageplan
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
1. Preis
BÀr, Stadelmann, Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Architektur
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Verfasser:
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Mitarbeitende:
Beurteilung durch das Preisgericht
Das kompakte GebĂ€ude ist weit sĂŒdlich auf dem Baufeld positioniert und definiert hierdurch einen groĂen, gut nutzbaren Platz zwischen Kirche und BegegnungsstĂ€tte. Der schlichte GebĂ€udekörper nimmt die MaterialitĂ€t der Kirche auf, nimmt sich in seiner Kubatur jedoch gegenĂŒber dieser zurĂŒck. WĂ€hrend er von SĂŒden durch seine Zweigeschossigkeit einen deutlichen Akzent bildet, wird er vom Kirchvorplatz eher als untergeordnet wahrgenommen. Ăber den vorgelagerten Arkadengang verzahnt sich das GebĂ€ude gut mit dem Vorplatz. Die Bauminseln zwischen HĂŒttenstraĂe und Kirchgarten verklammern zusĂ€tzlich die beiden GebĂ€ude, schaffen zusĂ€tzliche AufenthaltsqualitĂ€t auf der FreiflĂ€che und bilden den Ăbergang zum GlashĂŒttenpark.
Das Raumprogramm ist mit (minimalen Abweichungen) erfĂŒllt. Die VerkehrsflĂ€chen sind gut geschnitten und belichtet und besitzen gute AufenthaltsqualitĂ€t. Der Saal öffnet sich zum GlashĂŒttenpark mit Ausblick auf Park und Stadt, die ErschlieĂung ist zur Nachbarbebauung orientiert. Hierdurch werden Nutzungskonflikte mit der Nachbarbebauung minimiert. Der Saal besitzt durch eine zweifache Teilbarkeit eine hohe NutzungsflexibilitĂ€t. Gesamt- und TeilrĂ€ume besitzen gute Proportionen. Die mit 3,75 m vorgeschlagene Raumhöhe scheint im VerhĂ€ltnis zur FlĂ€che und fĂŒr die geplante Nutzung etwas zu niedrig. Die Positionierung und Ausbildung von BĂŒhne- und Stuhllager sind ĂŒberzeugend gelöst, der Raum erscheint jedoch tendenziell zu schmal.
Die Anbindung an das Untergeschoss ĂŒber die gradlĂ€ufige Treppe und den zusĂ€tzlichen Nebeneingang ĂŒberzeugen. Der UG-Grundriss ist funktional gelöst, die Anordnung der RĂ€ume gut nachvollziehbar. Die fehlende Belichtung des Stichflurs zum Gruppenraum sollte ĂŒberdacht werden. In Bezug auf die Barrierefreiheit wird Nachbesserungsbedarf gesehen: Statt des optional dargestellten Aufzugs könnte eine zusĂ€tzliche Behindertentoilette im EG die Situation verbessern. Die Fassadengestaltung wirkt zu wenig differenziert. Vor allem die Platzfassade besitzt keine reprĂ€sentative bzw. einladende Wirkung.
Der Entwurf ĂŒberzeugt durch ein hohes MaĂ an Wirtschaftlichkeit im Hinblick auf FlĂ€chenverbrauch, BGF, BGI und A/V VerhĂ€ltnis. Durch die vorgeschlagenen Materialien sind durchschnittliche Investitions- und geringe Unterhaltungskosten zu erwarten.
Die vorgeschlagene PV-Anlage sowie die Regenwasserspeicherung leisten einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Eine DachbegrĂŒnung scheint möglich.
Insgesamt ĂŒberzeugt der Entwurf durch seine selbstverstĂ€ndlich wirkende stĂ€dtebauliche Einbindung, seine Klarheit in Kubatur und MaterialitĂ€t, seine intelligente Grundrissstrukturen und durch seine hohe FlexibilitĂ€t und gute Nutzbarkeit der RĂ€ume.
Ansicht Westen
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Blatt1
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Blatt2
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB