modgnikehtotsyek
ALLE WETTBEWERBSERGEBNISSE, AUSSCHREIBUNGEN UND JOBS Jetzt Newsletter abonnieren

Nichtoffener Wettbewerb | 07/2025

Erweiterung Leimbachtalschule in der Gemeinde Dielheim

Aussen
2

Aussen

Anerkennung

Preisgeld: 7.000 EUR

Harris + Kurrle Architekten BDA Partnerschaft mbB

Architektur

Engelsmann Peters Beratende Ingenieure

Tragwerksplanung

Beurteilung durch das Preisgericht

Der Entwurf überzeugt typologisch durch seine kompakte Bauweise, die sich am Bestandgebäude orientiert. Die Konstruktion sowie die Fassade, in weiten Teilen aus Holz, erzeugt eine angenehme Atmosphäre und wird zu hoher Akzeptanz der Nutzenden führen. Die VerfasserInnen betreten das Gebäude durch einen erweiterten Foyerbereich. Die neue, angemessen dimensionierte Treppenanlage und der barrierefreie Aufzug verbinden alle Geschosse gut miteinander. Der Saal selbst wird über die gesamte Gebäudetiefe ausgebildet, und schafft hierdurch eine gute Querlüftung, differenzierte Ausblicke Richtung Ortsmitte und Schulhof. Die annähernd quadratische Form lässt viele unterschiedliche und flexible Nutzungen erwarten. Eine Teilbarkeit ist nicht nachgewiesen. Der Küchenbereich ist auf der Nordseite verortet, wird aus dem UG erschlossen, hierfür ist ein Lastenaufzug erforderlich. Die Organisation des Bereiches muss überdacht und umorganisiert werden. Über den Nebenräumen des Küchentraktes wird ein Technikgeschoß angeboten, die Höhen in diesem Bereich sollten überprüft werden. Die Schul- und Ganztagesnutzung wird positiv bewertet. Die Raumproportionen sind gut gelungen. Die Aufweitung im Bereich des Marktplatzes als zentrale Mitte stärkt den Freibereich.
Diverse Sichtbeziehungen sind gut gelöst, jedoch werden die Diagonalen der Fachwerk- Binder von Seiten der Nutzer sehr kritisch gesehen. Diese schränken die Sicht und die
Begehbarkeit ein. Die Durchlässigkeit (Ost - West) des Marktplatzes ist nur gegeben, wenn die angebotenen Faltwände geöffnet werden können, ansonsten wird der Marktplatz über ein Oberlicht belichtet. Die Drei-Geschossigkeit des Baukörpers auf der Nordseite wird sehr kritisch gesehen. Das im Bestand erhaltene Sockelgeschoß sollte in die Gestaltung ein bezogen werden und so den Baukörper besser gliedern. Die Gliederung und Rasterung der Fassade ist einem Holzbau entsprechend. Die Tragkonstruktion der Fassade liegt jedoch aussenseitig im bewitterten Teil der Außenhaut und lässt höhere Folgekosten erwarten.

Nachhaltigkeit

Das Gebäude ist kompakt, das A/V Verhältnis liegt im unteren Bereich. Ein Hybrides Lüftungskonzept wird vorgeschlagen, das durch öffenbare Fensterlüftung ergänzt wird und so eine wirtschaftliche Lösung darstellt.

Konstruktion

Die Lastabtragung erfolgt durch vorgesetzte Stützen (Tischprinzip). Somit erfährt der Bestand keine nennenswerten zusätzlichen Lasten. Die raumhohen Fachwerkträger sind effizient und materialsparend.

Zur Gründung wird keine vertiefte Aussage getroffen. Die Aussteifung erfolgt über Stahlbetonkeren der Treppenräume. Der Entwurf stellt einen wichtigen Beitrag dar, der die Wirtschaftlichkeit und die Gestaltung im Blick behält.
Innen

Innen