Nichtoffener Wettbewerb | 07/2025
Erweiterung Leimbachtalschule in der Gemeinde Dielheim
6
Lageplan
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Anerkennung
Preisgeld: 7.000 EUR
BÀr, Stadelmann, Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Architektur
-
Verfasser:
Friedrich BÀr, Bernd Stadelmann, Rainer Stöcker, Friedrich BÀr
-
Mitarbeitende:
Frank Riedel, Stephen Balmberger, Gabriel Barklam, Frank Riedel, Stephen Balmberger, Gabriel Barklam
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Konzeption des Beitrages besticht durch seine stringente, klare Haltung in der Architektursprache und in der funktionalen Ordnung. Folgerichtig wird der FuĂabdruck des Bestandes als GrundflĂ€che des Neubaus herangezogen. Die Choreografie der RĂ€ume und deren ErschlieĂung wirkt in sich stimmig, wenngleich die NĂŒchternheit der ErschlieĂungswege fĂŒr den Schulalltag kritisch bewertet wird. Der multifunktionale Mensaraum ĂŒberzeugt mit seinem Zuschnitt und Zuordnung. Allerdings wirkt durch die Position des Stuhllagers und die Orientierung der offenen Garderobe die Adressierung vom Saaleingang abseits aus der Mitte des Foyers. Die Nebenraumspange mit den beiden KĂŒchen, deren dienende RĂ€ume sowie deren Anlieferung, ist richtig verortet. Sie entsprechen weitestgehend den gestellten Anforderungen. Die Unterbringung des Klassentraktes im ersten ObergeschoĂ entspricht den pĂ€dagogischen Zielen der Schule; die innenrĂ€umliche Aufteilung ist gelungen. Die rĂ€umliche Aufweitung in der Mitte des Flurs bekommt Tageslicht ĂŒber dem geplanten Oberlicht und ist in sich schlĂŒssig, wenngleich offene Blickbeziehungen ins Freie wĂŒnschenswert wĂ€ren. Die ErschlieĂung des Neubaus ĂŒber zwei TreppenhĂ€user funktioniert prinzipiell gut. Allerdings wird auch hier die rĂ€umliche NĂŒchternheit der ErschlieĂung vom Preisgericht kritisiert, denn sowohl die lichte Laufbreite der TreppenhĂ€user als auch die rĂ€umliche AtmosphĂ€re der RĂ€ume genĂŒgen nicht den gestellten Erwartungen. Der Beitrag stellt das Untergeschoss nicht dar. Das Preisgericht geht davon aus, dass hier keine Ănderungen vorgenommen wurden. Damit ist eine barrierefreie ErschlieĂung des Untergeschosses nicht nachgewiesen. Die Fassaden sind zwar wohl proportioniert und die Setzung der Ăffnungen in sich stimmig. Das Preisgericht vermisst hier allerdings den multifunktionalen Charakter eines solchen Bauwerks mit Schultrakt und Kulturhalle, der in der Fassadengestaltung nicht ablesbar wird. Das Angebot der gleichen Fensteröffnungen fĂŒr die Klassen und fĂŒr die Kulturhalle wird kritisch bewertet. Tragwerk: Bei dem vorgeschlagenen Tragwerkskonzept sieht das Preisgericht keine BestandertĂŒchtigung als notwendig, da alle zusĂ€tzliche Lasten auĂerhalb des Bestandes abgeleitet werden. Die Decke ĂŒber dem EG hĂ€ngt ĂŒber den InnenwĂ€nden des ObergeschoĂes an der Decke ĂŒber dem OG. Ob das System mit den dargestellten InnenwĂ€nden im OG umsetzbar ist, gilt es zu prĂŒfen. Es handelt sich bei dem Beitrag um eine durchaus anspruchsvolle Arbeit, die funktional aber mehr ĂŒberzeugen vermag als pĂ€dagogisch bzw. atmosphĂ€risch.
Blatt 1
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Blatt 2
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Blatt 3
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Blatt 4
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Einsatzmodell
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB