Hochbaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb | 04/2024
Erweiterung Max-Brauer-Schule in Hamburg
©Atelier Julien Boidot, inFABric, Ailleurs studio
ein 3. Preis
Preisgeld: 19.500 EUR
Architektur
Architektur
Landschaftsarchitektur
Tragwerksplanung
Visualisierung
Erläuterungstext
STÄDTEBAULICHE ASPEKTE
URBANISIERUNG DER ARCHITEKTUR
Standort- und Gebäudeanalysen Grundlage für diesen Entwurf war die intensive Auseinandersetzung mit den Gebäudebestand, deren städtebauliche Einbindung in das Areal und in das nachbarschaftliche Quartier, sowie der sensible Umgang mit dem Umgebungsschutz.
Die bestehende städtebauliche Situation der Gebäude 4 und 6, ihre Lage zu den zu erhaltenden Schulgebäuden sowie die räumlichen und funktionalen Beziehungen, erweisen sich sowohl aus städtebaulicher als auch aus architektonischer Sicht als am geeignetsten.
TRANSFORMATION
ADRESSBILDUNG
Die Neugestaltung der Vorplätze integriert den Schulcampus in den angrenzenden Stadtteil und verleiht dem Areal seine Identität. Durch die Verwendung des für Hamburg typischen Klinkers als Bodenbelag fügt sich der Platz durch seine Materialität harmonisch ein und schafft eine natürliche Verbindung zu der schützenswerten Umgebung. In diesem Sinne wurde auch die Lage des Neubaus der Einzelsporthalle und der Mensa bestimmt. Durch die Positionierung der Einzelsporthalle wird die bestehende städtebauliche Nutzung des Sportareals verstärkt und Bezüge zur Nachbarschaft werden hergestellt. Ein westlich situierter Vorplatz bietet die Möglichkeit einer neuen Adressbildung zur Thomasstraße hin.
FREIRAUM
EINE NEUE GENERATION VON UMGEBAUTEN GEBÄUDEN
Nicht nur städtebaulich erwies sich der Umgang mit dem Erhalt der Gebäude zielführend, sondern auch architektonisch. Es geht in diesem Entwurf nicht darum, einen „ursprünglichen“ Zustand des Gebäudes anzustreben, sondern vielmehr darum, die zahlreichen Möglichkeiten, den Geist und die architektonische Handschrift des Gebäudes aufzuwerten, um eine Reflexion zu führen, die die aktuellen Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf Nutzung, Klima, Energie und soziale Aspekte, mit einbezieht.
Die Gebäude 4 und 6 sind in einem guten erhaltenswerten Zustand, sollten aber aus pädagogischen Gründen abgerissen werden. Der Entwurf bietet hingegen eine Ergänzung dieser Gebäude an, welche es ermöglicht das pädagogische Konzept umzusetzen. Dabei werden die bestehenden Schulbauten 4 und 6, sowohl vertikal als auch horizontal ergänzt. Im Bestand wird hierzu die Nordfassade
teilweise entfernt. Eine neue, vorspringende Holzfassade beherbergt im Inneren die vertikalen Erschließungsräume Garderoben- und Sanitärkerne und bietet so genügend Platz, um im Bestand hochwertige Lernkompartments zu schaffen.
PÄDAGOGISCHES KONZEPT | ORTE DES LERNENS DENKEN
Die Lebhaftigkeit der Schule wird Teil des öffentlichen Raums. In diesem Sinne wurde auch die Lage der Mensa bestimmt.
KONSTRUKTION | FASSADE
Die bestehenden Gebäude 4 und 6 werden um ein zusätzliches Geschoss erweitert. Durch eine leichte Holzkonstruktion dieses
ÖKOLOGISCHER HINTERGRUND
Die Erweiterung der Maxbrauer Schule durch die hinzugefügten Stockwerke in Holzbauweise reduzieren die graue Energie und die versiegelten Flächen werden minimiert. Dies ist auch mit ein Grund für die vertikale Stapelung der neuen Mensa und Sporthalle. Durch die Schaffung eines kompakten Baukörpers wird der Fußabdruck auf das Minimum reduziert. Für die Gestaltung der Außenanlagen werden unter anderem durch Klinkersteine mit offenen Fugen möglichst viele wasserdurchlässige Beläge geschaffen.
Ziel hier ist es jeden Quadratmeter an Freiraum, welcher die Entwicklung von Vegetation und Artenvielfalt begünstigt, zu erhalten um den Auswirkungen des Klimawandels bestmöglich entgegenwirken zu können.
ENERGIEKONZEPT
Das projektierte Gebäude basiert auf einem Gleichgewicht aus optimierter Gebäudestruktur als Passivhaus und einem innovativen Technikkonzept als „Niedrigst- Energiehaus“. So entsprechen alle Bauteile für den Neubau und Umbau den Kennwertempfehlungen für U-Werte im Passivhausbereich. Die sehr guten Kennzahlen begründen sich durch die 3fach Verglasung und eine Dämmung im Innern des Bestandes. Der schlanke, nach zwei Seiten ausgerichtete Riegel ist von Natur aus bioklimatisch. Seine Geometrie ermöglicht eine natürliche Belüftung durch Querlüftungen. Eine kontrollierte Belüftung -über automatisch öffenbare Fensterlüftung in den Pausen - sorgt für Frischluftzufuhr durch Nachströmung und ermöglicht auch die nächtliche Abkühlung.
Ebenso offensichtlich ist die natürliche Beschattung durch die zahlreich vorherrschenden großen Bäume.
KONKLUSION
Es ist unsere Überzeugung, dass die Endlichkeit der Ressourcen unserer Welt, die jeden Tag stärker spürbar sein wird, die Disziplin der Architektur heute dazu zwingen muss, ein Umdenken für die Transformation von Bestandsbauten vorzuschlagen.
Mit dem Vorhandenen umgehen, es beobachten, es hinterfragen, es zeichnen, messen, abwägen, seine Geschichte kennen, all das sind Haltungen, die wir im Dienste einer Architektur mobilisieren, deren Auswirkungen auf unsere Umwelt möglichst geringgehalten werden sollen. Über die bloße Tatsache hinaus, dass die Gebäude 4 und 6 der Max-Brauer-Schule existieren und somit die geringen Umweltauswirkungen eines Gebäudes besitzen das nicht gebaut werden muss, weisen sie zahlreiche städtebauliche,
bioklimatische, und sogar schützenswerte Qualitäten auf, die es aufzuwerten gilt.
Es geht nicht darum, einen "ursprünglichen" Zustand des Gebäudes anzustreben, sondern vielmehr darum, die zahlreichen Möglichkeiten, den Geist und die architektonische Handschrift des Gebäudes aufzuwerten und die aktuellen Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf neue Nutzungen, Klima, Energie und soziale Aspekte, zu integrieren.
Im Laufe der Planung dieses Projekts haben wir uns daher bemüht, diese Qualitäten des Bestandes zu bewahren und hervorzuheben und unsere Eingriffe im Sinne der Nachhaltigkeit maßvoll zu dimensionieren. Mit diesem Entwurf plädieren wir hiermit für eine "Transformation", indem wir das Vorhandene als eine Quelle qualitativ hochwertiger Ressourcen betrachten.
Mit der Erweiterung der MAX-BRAUER-Grundschule zur Fünf-zügigkeit sowie dem Ersatzneubau einer der bestehenden Sporthallen und den dazugehörigen Außensportplätzen soll ein neu strukturierter Schulcampus mit einem gesamtheitlichen Erscheinungsbild entstehen.
Standort- und Gebäudeanalysen Grundlage für diesen Entwurf war die intensive Auseinandersetzung mit den Gebäudebestand, deren städtebauliche Einbindung in das Areal und in das nachbarschaftliche Quartier, sowie der sensible Umgang mit dem Umgebungsschutz.
Die bestehende städtebauliche Situation der Gebäude 4 und 6, ihre Lage zu den zu erhaltenden Schulgebäuden sowie die räumlichen und funktionalen Beziehungen, erweisen sich sowohl aus städtebaulicher als auch aus architektonischer Sicht als am geeignetsten.
Die – laut der Auslobung- abzureißenden Gebäude besitzen zahlreiche architektonische Qualitäten. Aufgrund ihrer feingliedrigen Struktur, ihrer Komposition und ihrer Materialität ("Fassadenornamentik") sind sie durchaus erhaltenswert und Im Hinblick auf den Ensembleschutz der gegenüberliegenden Paul-Gerhardt-Kirche auch schützenswert. Die orthogonale Anordnung der Klassentrakte entlang der Schulstraße und die dazwischen liegenden begrünten Pausenhöfe besitzen sehr hohe räumliche Qualitäten. Die vorhandenen Bäume, die in Verbindung mit den Schulgebäuden stehen und deren Klassenzimmer sie beschatten, verdienen es, nicht zuletzt wegen ihrer kühlenden Wirkung, erhalten zu werden.
Die Analyse der vorhandenen Substanzen der Max-Brauer-Schule führte daher zu dem Konsens, die derzeitige Anordnung der Unterrichtstrakte beizubehalten, sie zu renovieren und sie in Anlehnung an ein funktionierendes pädagogisches Konzept zu erweitern. Die innere Gliederung der Schulgebäude - die den Baukörpern durch die Sichtbeziehungen zwischen den Innenhöfen einen angemessenen Maßstab verleihen, wird durch die Ausrichtung der Klassenzimmer auf die großen Pausenhöfe aufgewertet. Diese differenzierten Freiräume bieten Schülern und Lehrern die Möglichkeit, sich im Grünen zu erholen. Balkone stellen eine Verbindung zwischen den Lernräumen und den Schulhöfen her und verzahnen auch Nutzungen zwischen Außen- und Innenraum.
Die Neugestaltung der Vorplätze integriert den Schulcampus in den angrenzenden Stadtteil und verleiht dem Areal seine Identität. Durch die Verwendung des für Hamburg typischen Klinkers als Bodenbelag fügt sich der Platz durch seine Materialität harmonisch ein und schafft eine natürliche Verbindung zu der schützenswerten Umgebung. In diesem Sinne wurde auch die Lage des Neubaus der Einzelsporthalle und der Mensa bestimmt. Durch die Positionierung der Einzelsporthalle wird die bestehende städtebauliche Nutzung des Sportareals verstärkt und Bezüge zur Nachbarschaft werden hergestellt. Ein westlich situierter Vorplatz bietet die Möglichkeit einer neuen Adressbildung zur Thomasstraße hin.
FREIRAUM
Die bestehende städtebauliche Situation des Standorts ermöglicht eine klare Strukturierung der Außenbereiche nach Funktionen. So wird der Bereich "Schule" von Norden nach Süden, entlang einer Trasse eingefasst und jedem Schulgebäude ein Pausenhof zugeschaltet. Durch die Staffelung der Jahrgänge von Norden nach Süden werden in den, Schulhöfen je nach Altersgruppe unterschiedliche Bewegungsräume angeboten.
Nicht nur städtebaulich erwies sich der Umgang mit dem Erhalt der Gebäude zielführend, sondern auch architektonisch. Es geht in diesem Entwurf nicht darum, einen „ursprünglichen“ Zustand des Gebäudes anzustreben, sondern vielmehr darum, die zahlreichen Möglichkeiten, den Geist und die architektonische Handschrift des Gebäudes aufzuwerten, um eine Reflexion zu führen, die die aktuellen Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf Nutzung, Klima, Energie und soziale Aspekte, mit einbezieht.
Die Gebäude 4 und 6 sind in einem guten erhaltenswerten Zustand, sollten aber aus pädagogischen Gründen abgerissen werden. Der Entwurf bietet hingegen eine Ergänzung dieser Gebäude an, welche es ermöglicht das pädagogische Konzept umzusetzen. Dabei werden die bestehenden Schulbauten 4 und 6, sowohl vertikal als auch horizontal ergänzt. Im Bestand wird hierzu die Nordfassade
teilweise entfernt. Eine neue, vorspringende Holzfassade beherbergt im Inneren die vertikalen Erschließungsräume Garderoben- und Sanitärkerne und bietet so genügend Platz, um im Bestand hochwertige Lernkompartments zu schaffen.
Auch in der Gestaltung legt der Entwurf Wert darauf die Gebäudeumwandlung lesbar zu machen. So heben sich die Ergänzungen vom Bestand durch ihre Materialität, den Holzfassaden ab. Ebenso folgt der kompakte Neubau, der Mensa und der Sporthalle, dieser Gestaltungssprache und macht so den Eingriff dieses Entwurfs und seine Kommunikation mit dem Bestand klar lesbar.
Beim Bau einer Schule sollte nicht nur von Gebäuden und Räumen die Rede sein. Eine umweltfreundliche konzipierte Architektur, die auf die umgebenden natürlichen Außenräume und bebauten Räume ausgerichtet ist, ermöglicht den Kindern, die klimatischen und landschaftlichen Elemente entsprechend den Jahreszeiten als sanften Lernprozess zu erleben.
Besondere Aufmerksamkeit wird dadurch den Öffnungen von dem Kompartments durch großflächige Verglasungen zu den Pausenhöfen hin gewidmet, um die Beziehung zum Außenraum, die Sonneneinstrahlung und die Lichtqualität zu modulieren. So entstehen durch die städtebauliche Ausrichtung, transparente fließende Aufenthaltsräume die den Blick von einem grünen Pausenhof durch das Gebäude bis in den nächsten Pausenhof ermöglichen.
Die Lebhaftigkeit der Schule wird Teil des öffentlichen Raums. In diesem Sinne wurde auch die Lage der Mensa bestimmt.
In der Überzeugung, dass es für den Betrieb und die Nutzung einer Ganztagesschule von Vorteil ist, wenn sich die unterschiedlichen Funktionen eines Tagesablaufes in mehreren Gebäuden befinden wurden Mensa und Sporthalle in einen neuen kompakten Baukörper untergebracht. Etwas abseits des Lernalltags gelegen soll sie den Einschnitt im Tagesrhythmus der Schüler:innen markieren und dabei den Außenraum erlebbar machen. Weiters werden Essensgerüche der Mensaküche im Schulgebäude vermieden.
Die bestehenden Gebäude 4 und 6 werden um ein zusätzliches Geschoss erweitert. Durch eine leichte Holzkonstruktion dieses
hinzugefügten Baukörpers stützt er sich nur auf innenliegende Holzstützen die entlang der bestehenden Südfassade hinzugefügt werden und auf den neuen Baukörper im Norden ab. Auch der Neubau der Sporthalle mit Mensa soll mit den nachwachsenden Baustoff Holz errichtet werden. Vorgefertigte Holzelemente vereinfachen den Bauablauf vor Ort durch eine trockne Baustelle und verkürzen die Bauzeit.
Die Erweiterung der Maxbrauer Schule durch die hinzugefügten Stockwerke in Holzbauweise reduzieren die graue Energie und die versiegelten Flächen werden minimiert. Dies ist auch mit ein Grund für die vertikale Stapelung der neuen Mensa und Sporthalle. Durch die Schaffung eines kompakten Baukörpers wird der Fußabdruck auf das Minimum reduziert. Für die Gestaltung der Außenanlagen werden unter anderem durch Klinkersteine mit offenen Fugen möglichst viele wasserdurchlässige Beläge geschaffen.
Ziel hier ist es jeden Quadratmeter an Freiraum, welcher die Entwicklung von Vegetation und Artenvielfalt begünstigt, zu erhalten um den Auswirkungen des Klimawandels bestmöglich entgegenwirken zu können.
In diesem Sinne befindet sich auch ein grünes Klassenzimmer am Dach der Sporthalle. Beete und Bienenstöcke ermöglichen eine großflächige Vegetation mit entsprechender Artenvielfalt.
Das projektierte Gebäude basiert auf einem Gleichgewicht aus optimierter Gebäudestruktur als Passivhaus und einem innovativen Technikkonzept als „Niedrigst- Energiehaus“. So entsprechen alle Bauteile für den Neubau und Umbau den Kennwertempfehlungen für U-Werte im Passivhausbereich. Die sehr guten Kennzahlen begründen sich durch die 3fach Verglasung und eine Dämmung im Innern des Bestandes. Der schlanke, nach zwei Seiten ausgerichtete Riegel ist von Natur aus bioklimatisch. Seine Geometrie ermöglicht eine natürliche Belüftung durch Querlüftungen. Eine kontrollierte Belüftung -über automatisch öffenbare Fensterlüftung in den Pausen - sorgt für Frischluftzufuhr durch Nachströmung und ermöglicht auch die nächtliche Abkühlung.
Ebenso offensichtlich ist die natürliche Beschattung durch die zahlreich vorherrschenden großen Bäume.
Diese haben einen kühlenden Effekt und tragen vor allem im Sommer mit der natürlichen Belüftung zur nächtlichen Abkühlung bei.
Es ist unsere Überzeugung, dass die Endlichkeit der Ressourcen unserer Welt, die jeden Tag stärker spürbar sein wird, die Disziplin der Architektur heute dazu zwingen muss, ein Umdenken für die Transformation von Bestandsbauten vorzuschlagen.
Mit dem Vorhandenen umgehen, es beobachten, es hinterfragen, es zeichnen, messen, abwägen, seine Geschichte kennen, all das sind Haltungen, die wir im Dienste einer Architektur mobilisieren, deren Auswirkungen auf unsere Umwelt möglichst geringgehalten werden sollen. Über die bloße Tatsache hinaus, dass die Gebäude 4 und 6 der Max-Brauer-Schule existieren und somit die geringen Umweltauswirkungen eines Gebäudes besitzen das nicht gebaut werden muss, weisen sie zahlreiche städtebauliche,
bioklimatische, und sogar schützenswerte Qualitäten auf, die es aufzuwerten gilt.
Es geht nicht darum, einen "ursprünglichen" Zustand des Gebäudes anzustreben, sondern vielmehr darum, die zahlreichen Möglichkeiten, den Geist und die architektonische Handschrift des Gebäudes aufzuwerten und die aktuellen Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf neue Nutzungen, Klima, Energie und soziale Aspekte, zu integrieren.
Im Laufe der Planung dieses Projekts haben wir uns daher bemüht, diese Qualitäten des Bestandes zu bewahren und hervorzuheben und unsere Eingriffe im Sinne der Nachhaltigkeit maßvoll zu dimensionieren. Mit diesem Entwurf plädieren wir hiermit für eine "Transformation", indem wir das Vorhandene als eine Quelle qualitativ hochwertiger Ressourcen betrachten.
Beurteilung durch das Preisgericht
Die vorliegende Arbeit setzt sich als einziger Beitrag im Verfahren mit den Themen „Bestandserhalt“ und „Weiterbauen“ auseinander und findet dabei zu einer eigenständigen, grundsätzlich begrüßenswerten Haltung. Sie thematisiert somit auf gelungene und zeitgemäße Weise einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit der Ressource Bestand.
Geplant ist, die im Bestand zweigeschossigen Klassenraumtrakte um ein Geschoss aufzustocken. Um eine funktionsfähige Erschließung des zusätzlichen Obergeschosses zu gewährleisten, wird den Klassenraumtrakten jeweils im Norden ein Erschließungsstrang vorgelagert.
Das Sportensemble wird im Südwesten erhalten und durch ein Gebäude bestehend aus Mensa und Sporthalle ergänzt.
Die dabei entstehende Dimensionierung der Freiflächen und ihre Zonierung werden insgesamt positiv bewertet. Die Öffnung des nord-östlichen Außenraums zum Bahrenfelder Steindamm und die vorgesehene Platzgestaltung hingegen werden kritisch gesehen.
Auch die fehlende Verknüpfung der Außenräume untereinander wird negativ bewertet.
Die Funktionalität der pädagogischen Fläche ist in den überarbeiteten Klassenraumtrakten nicht ausreichend abgebildet. Die bauliche Ergänzung des Bestands und die Wahl der Fassadenmaterialität werden stadtgestalterisch als gelungen bewertetet, auch wenn der Grad der Überformung der Bestandsbauten kritisch beurteilt wird.
©Atelier Julien Boidot, inFABric, Ailleurs studio
©Atelier Julien Boidot, inFABric
©Atelier Julien Boidot, inFABric
©Atelier Julien Boidot, inFABric, LA21 Landschaftsarchitektur
©Atelier Julien Boidot, inFABric, LA21 Landschaftsarchitektur