Nichtoffener Wettbewerb | 12/2025
Erweiterung / Neubau am Schulstandort Gymnasium Waldstraße in Hattingen
12
Visualisierung Haupteingang
©moka studio
1. Preis
Preisgeld: 84.000 EUR
Architektur
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Verfasser:
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Mitarbeitende:
Landschaftsarchitektur
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Verfasser:
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Mitarbeitende:
TGA-Fachplanung
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Verfasser:
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Mitarbeitende:
Modellbau
Erläuterungstext
Städtebauliche Idee - Eine Schule wie eine Nachbarschaft
Das Schulgrundstück ist eng mit dem Stadtteil Hattingen verwoben. Diesen Ansatz greift der neue Schulkomplex auf und entwickelt ein Gesamtkonzept für die Erweiterung und den Neubau als Ergänzung zum bestehenden Schulensemble.
Die einzelnen Gebäude mit eigener Identität und Funktionalität stehen frei auf dem Gelände, werden jedoch – ähnlich wie die Nachbarschaft – durch die Gestaltung der Zwischen- und Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität miteinander verbunden.
Architektonisches Konzept
Die drei Baukörper – der neue Schulbau, die neue Sporthalle und der sanierte Anbau – sind als dreigeschossige Volumen dimensioniert und treten bewusst hinter den denkmalgeschützten Altbau zurück. Dadurch bleibt dieser sowohl in seiner Höhe als auch in seiner städtebaulichen Setzung das prägende Element des Ensembles.
Das neue Gefüge verbindet Alt- und Neubauten zu einem harmonischen Gesamtbild. Durch eine abgestimmte Höhenentwicklung und eine aufeinander bezogene Fassadengestaltung entsteht ein einheitliches architektonisches Erscheinungsbild des gesamten Schulkomplexes. Der neue Anbau ist über einen Zwischenbau in Form einer zurückspringenden Fuge sowie durch Freiräume mit den weiteren Gebäuden verknüpft. Dieser Bereich bildet den Haupteingang zum Schulhof und fungiert zugleich als Verteiler- und Kommunikationsachse zwischen den Baukörpern.
Innere Organisation
Das neue Schulgebäude mit insgesamt 18 Klassenräumen folgt einem zeitgemäßen pädagogischen Konzept, das offene Lernlandschaften und flexible Gruppenräume integriert. Das Raumprogramm sieht die Verlagerung von jeweils vier Klassenräumen aus dem Mensagebäude sowie dem Anbau in den Neubau vor. Die geforderten zwei Chemieräume sind im Anbau aus den 1970er Jahren untergebracht, sodass die naturwissenschaftlichen Fachräume – Chemie, Physik und Biologie – dort konzentriert sind. Diese klare funktionale Zuordnung unterstützt die Orientierung innerhalb des Schulensembles und stärkt die Identität der einzelnen Gebäude.
Erschließung und Freiraumkonzept – Verbindendes Gründach
Konstruktion
Nachhaltigkeit
Energiekonzept
Eine hochgedämmte Gebäudehülle und effiziente Lüftung mit Wärmerückgewinnung minimieren den Energiebedarf. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Wasser-Wasser- oder Luft-Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit Flächenheizsystemen. Passive Maßnahmen, wie außenliegender Sonnenschutz, Sonnenschutzverglasung und natürliche Lüftung, regulieren das Raumklima, während Geothermiesonden eine sanfte Kühlung ermöglichen.
Begrünte Dächer verbessern das Mikroklima, speichern Regenwasser und entlasten die Kanalisation. Photovoltaikmodule erzeugen Strom und profitieren von der kühlenden Wirkung der Vegetation. Überschüssige Energie wird in Batteriespeichern gesammelt und für den Eigenverbrauch genutzt. So entsteht ein nachhaltiges, energieeffizientes Gesamtsystem, das ökologische Verantwortung und architektonische Haltung miteinander verbindet.
Das Schulgrundstück ist eng mit dem Stadtteil Hattingen verwoben. Diesen Ansatz greift der neue Schulkomplex auf und entwickelt ein Gesamtkonzept für die Erweiterung und den Neubau als Ergänzung zum bestehenden Schulensemble.
Die einzelnen Gebäude mit eigener Identität und Funktionalität stehen frei auf dem Gelände, werden jedoch – ähnlich wie die Nachbarschaft – durch die Gestaltung der Zwischen- und Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität miteinander verbunden.
Eingänge und außenliegende Erschließungsachsen der Gebäude orientieren sich zum Schulhof, der sich als „Quartiersplatz“ im Herzen der Anlage versteht – ein Ort des Zusammenkommens und der Begegnung innerhalb der Schule.
Die drei Baukörper – der neue Schulbau, die neue Sporthalle und der sanierte Anbau – sind als dreigeschossige Volumen dimensioniert und treten bewusst hinter den denkmalgeschützten Altbau zurück. Dadurch bleibt dieser sowohl in seiner Höhe als auch in seiner städtebaulichen Setzung das prägende Element des Ensembles.
Das neue Gefüge verbindet Alt- und Neubauten zu einem harmonischen Gesamtbild. Durch eine abgestimmte Höhenentwicklung und eine aufeinander bezogene Fassadengestaltung entsteht ein einheitliches architektonisches Erscheinungsbild des gesamten Schulkomplexes. Der neue Anbau ist über einen Zwischenbau in Form einer zurückspringenden Fuge sowie durch Freiräume mit den weiteren Gebäuden verknüpft. Dieser Bereich bildet den Haupteingang zum Schulhof und fungiert zugleich als Verteiler- und Kommunikationsachse zwischen den Baukörpern.
Innere Organisation
Das neue Schulgebäude mit insgesamt 18 Klassenräumen folgt einem zeitgemäßen pädagogischen Konzept, das offene Lernlandschaften und flexible Gruppenräume integriert. Das Raumprogramm sieht die Verlagerung von jeweils vier Klassenräumen aus dem Mensagebäude sowie dem Anbau in den Neubau vor. Die geforderten zwei Chemieräume sind im Anbau aus den 1970er Jahren untergebracht, sodass die naturwissenschaftlichen Fachräume – Chemie, Physik und Biologie – dort konzentriert sind. Diese klare funktionale Zuordnung unterstützt die Orientierung innerhalb des Schulensembles und stärkt die Identität der einzelnen Gebäude.
Die neue Sporthalle ist am Standort der ehemaligen Halle positioniert und auf das Ensemble ausgerichtet. Sie fügt sich selbstverständlich in die zukünftige Gebäudestruktur ein, schafft eine städtebauliche Verbindung zum Quartier und gewährleistet zugleich die direkte Anbindung an das dahinterliegende Sportgelände.
Das Freiraumkonzept stärkt die Aufenthaltsqualität durch entsiegelte Grünflächen, die aktive und ruhige Zonen miteinander verbinden. Baumgruppen gliedern das Gelände, verknüpfen Alt- und Neubauten und spenden Schatten für den offen gestalteten Schulhof als zentralen Begegnungsort. Von der belebten Aktivzone im Osten führt ein fließender Übergang zu den ruhigeren, naturnahen Bereichen im Westen mit Orten des Lernens, Gärtnerns und Entspannens. Zwei kleinere Höfe im Norden mit Baumbestand und sickerfähigem Belag schaffen ruhige Oasen zum Essen und Verweilen. Das Gründach fasst die Baukörper zu einem harmonischen Ensemble zusammen, verbessert das Mikroklima und wird durch Baumgruppen zu einem grünen Rahmen für den Schulhof ergänzt. Die Erschließung ist klar organisiert: Die Anlieferung der Mensa erfolgt über Parkflächen außerhalb des Schulhofs, externe Zugänge zu Sportplatz und Restaurant bleiben über separate Fuß- und Lieferwege erhalten.
Der Schulneubau ist als leichter Holzbau konzipiert, mit Stahlbeton für Gründung und Kerne sowie Holzskelett- und Rippenkonstruktionen in den Obergeschossen. Diese modulare Bauweise ermöglicht eine schnelle Montage und hohe Präzision. Auch die neue Sporthalle wird als Holz-Hybridgebäude geplant: Beton in stark beanspruchten Bereichen, Holz in den weiteren Bauteilen. Das Dachtragwerk aus Fachwerken und Rippen- bzw. Hohlkastenelementen gewährleistet Materialeffizienz und Leichtigkeit. Durch die geringeren Lasten der Holzkonstruktion kann die Gründung besonders wirtschaftlich ausgeführt werden.
Die Baukörper bestehen überwiegend aus Holz, ergänzt durch CO₂-reduzierte Betonbauteile. Die nachhaltige Materialwahl senkt den ökologischen Fußabdruck und unterstützt eine ressourcenschonende Bauweise.
Eine hochgedämmte Gebäudehülle und effiziente Lüftung mit Wärmerückgewinnung minimieren den Energiebedarf. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Wasser-Wasser- oder Luft-Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit Flächenheizsystemen. Passive Maßnahmen, wie außenliegender Sonnenschutz, Sonnenschutzverglasung und natürliche Lüftung, regulieren das Raumklima, während Geothermiesonden eine sanfte Kühlung ermöglichen.
Begrünte Dächer verbessern das Mikroklima, speichern Regenwasser und entlasten die Kanalisation. Photovoltaikmodule erzeugen Strom und profitieren von der kühlenden Wirkung der Vegetation. Überschüssige Energie wird in Batteriespeichern gesammelt und für den Eigenverbrauch genutzt. So entsteht ein nachhaltiges, energieeffizientes Gesamtsystem, das ökologische Verantwortung und architektonische Haltung miteinander verbindet.
Beurteilung durch das Preisgericht
Der Entwurf geht behutsam mit dem Bestand um, er knüpft mit einen eingeschossigen Eingangsbereich an den Altbestand an, ergänzt den Bestandsbau von 1969 im Grundriss nur um ein Treppenhaus und platziert die Sporthalle sinnvoll auf dem nordöstlichen Grundstücksbereich. Am Mensabau werden vier Klassenräume entfernt und in ein neues Gebäude mit Klassen eingebunden. Dieser neue Baukörper begrenzt den Schulhof im Norden.
In der Diskussion des Preisgerichts wurde der vorgeschlagene Umbau des Mensagebäudes kritisch gesehen. Auch wurde eine Verschiebung des neuen Klassengebäudes an die nördliche Grundstücksgrenze thematisiert, da hierdurch wertvolle Schulhoffläche gewonnen wird. Durch ein leichtes Verschieben könnte die Mensa in ihrem Bestand komplett erhalten werden. Die Stellplätze an der Erschließung der Sporthalle müssen modifiziert werden. Die Erschließung der Gastronomie kann über die westlichen Stellplätze erfolgen. Der großzügige Abstand zum Baudenkmal sowie der sich ihm gegenüber zurücknehmende dreigeschossige Neubau werden denkmalrechtlich positiv gewertet. Gleiches gilt für den sorgsam eingefügten Eingangsbereich. Dies wird jedoch zu Lasten einer barrierefreien Erschließung des Altbaus erkauft.
Im Sinne einer Campusschule werden im Bestandsgebäude von 1969 die nachturwissenschaftlichen Fachräume zusammengefasst und um weitere Klassenräume ergänzt. Der Neubau mit Klassenräumen wird im Sinne einer Clusterschule aktuellen pädagogischen Anforderungen gerecht mit einer guten Lernumgebung im „idealen” Neubau. Zusätzliche Gruppenräume in der Größe von Klassenräumen schaffen Flexibilität und unterstützen eine nachhaltige Nutzung oder erhöhte Zügigkeit des Schulgebäudes. Durch eine gemeinsame Formensprache der Fassaden entsteht ein gutes Ensemble, dass sich dennoch klar dem denkmalgeschützten Gebäude unterordnet. Durch die Campusstruktur entstehen einzelne separat nutzbare Gebäude wie Sporthalle und Mensabereich.
Durch das im Vorfeld erstellbare Klassengebäude und die relativ geringe Umbautiefe des Gebäudes von 1969 werden während der Bauzeit keine aufwändigen Containerlösungen benötigt.
Der zwischen den Bestands- und Neubauten eingesetzte Schulhof verbindet diese wie selbstverständlich und bildet das Herz des neuen Schulcampus. Er bietet eine Vielzahl an Aufenthaltsund Bewegungsangeboten.
Das Kleinspielfeld wird als Bewegungsangebot grundsätzlich begrüßt, aufgrund seiner erforderlichen Einfriedung aber kritisch gesehen. Ebenfalls kritisch wird der Umgang mit dem Großbaum im südlichen Schulhofbereich, der sich in Form einer stammnahen Pflasterung zeigt, gesehen. Der Außenbereich der Mensa bietet als Zukunftsvorstellung das Potential, sich zu einem Treffpunkt entwickeln zu können. Der Aufenthaltsbereich in der Gebäudefuge zwischen Neubau und Sporthalle wird hinsichtlich seiner Aufenthaltsqualität und Nutzbarkeit hinterfragt. Im Gegensatz zu der freien Arrondierung der Aktionsflächen auf dem Schulhof wirkt die Stellung der Baumneupflanzungen nicht konsequent.
Der Haupteingang ist offen, großzügig und sehr einladend. Die separate, nicht über den Schulhof führende Andienung sowohl der Tennisplätze als auch der Sporthalle wird begrüßt. Bei Letzterer wird jedoch die Aufstellung der Stellplätze in Schrägaufstellung als nicht praktikabel gesehen, da vor dem Eingang zur Sporthalle keine Wendemöglichkeit angeboten wird. Insgesamt unterstützt die Freiraumplanung den Architekturentwurf sehr gut.
Das Tragwerk des Bestandsgebäudes aus 1969 bleibt nahezu vollständig erhalten. Dies wird positiv bewertet. Der solitär stehende Neubau wird als leichte Holzskelettkonstruktion zeitund sachgemäß angemessen umgesetzt. Die Sporthalle wird als Holz-Hybridgebäude mutmaßlich mit Stahlbetonstützen und einem leichten Dachtragwerk in Form von Brettschichtholz-Fachwerkbindern vorgeschlagen. Die Konstruktionen werden sowohl gestalterisch als auch in ihrer Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit begrüßt.
Die Entwurfsverfasser:innen nutzen das große PV-Potenzial und führen dieses auf Gründächern aus, welches ökologische und energetische Gesichtspunkte zukunftsfähig verbindet. Die angedachte Nutzung eines Batteriespeichers sollte anhand wirtschaftlicher Gesichtspunkte entschieden werden. Die Gebäude sind einzeln nach Nutzungen ausgeführt und es empfiehlt sich diese auch einzeln mit Anlagentechnik zu versorgen. Bei guter Abstimmung von Gebäudehülle, Anlagentechnik und PV-Anlagen stehen jahresbilanzielle Nullenergie-/Plusenergiegebäude in Aussicht. Hervorzuheben ist auch die Nutzung der vorhandenen Technikräume im Bestand. Die Entscheidung, ob Luft-Wasser-Wärmepumpe oder Sole-Wasser-Wärmepumpe lässt der Entwurfsverfasser:innen offen. Ein Luft-Wasser-Wärmepumpensystem für die jeweiligen einzelnen Gebäude steht durch die Aufteilung der Baukörper in Aussicht. Eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung wurde vorgesehen.
Für den Entwurf zeigt sich wenig brandschutztechnischer Verbesserungsbedarf. Der Ausgang aus dem Treppenraum des Neubaus „Klassen“ ist vorzusehen; ebenso ist u.U. eine Unterteilung des Klassentraktes in zwei Lernbereiche vorzusehen.
In der Diskussion des Preisgerichts wurde der vorgeschlagene Umbau des Mensagebäudes kritisch gesehen. Auch wurde eine Verschiebung des neuen Klassengebäudes an die nördliche Grundstücksgrenze thematisiert, da hierdurch wertvolle Schulhoffläche gewonnen wird. Durch ein leichtes Verschieben könnte die Mensa in ihrem Bestand komplett erhalten werden. Die Stellplätze an der Erschließung der Sporthalle müssen modifiziert werden. Die Erschließung der Gastronomie kann über die westlichen Stellplätze erfolgen. Der großzügige Abstand zum Baudenkmal sowie der sich ihm gegenüber zurücknehmende dreigeschossige Neubau werden denkmalrechtlich positiv gewertet. Gleiches gilt für den sorgsam eingefügten Eingangsbereich. Dies wird jedoch zu Lasten einer barrierefreien Erschließung des Altbaus erkauft.
Im Sinne einer Campusschule werden im Bestandsgebäude von 1969 die nachturwissenschaftlichen Fachräume zusammengefasst und um weitere Klassenräume ergänzt. Der Neubau mit Klassenräumen wird im Sinne einer Clusterschule aktuellen pädagogischen Anforderungen gerecht mit einer guten Lernumgebung im „idealen” Neubau. Zusätzliche Gruppenräume in der Größe von Klassenräumen schaffen Flexibilität und unterstützen eine nachhaltige Nutzung oder erhöhte Zügigkeit des Schulgebäudes. Durch eine gemeinsame Formensprache der Fassaden entsteht ein gutes Ensemble, dass sich dennoch klar dem denkmalgeschützten Gebäude unterordnet. Durch die Campusstruktur entstehen einzelne separat nutzbare Gebäude wie Sporthalle und Mensabereich.
Durch das im Vorfeld erstellbare Klassengebäude und die relativ geringe Umbautiefe des Gebäudes von 1969 werden während der Bauzeit keine aufwändigen Containerlösungen benötigt.
Der zwischen den Bestands- und Neubauten eingesetzte Schulhof verbindet diese wie selbstverständlich und bildet das Herz des neuen Schulcampus. Er bietet eine Vielzahl an Aufenthaltsund Bewegungsangeboten.
Das Kleinspielfeld wird als Bewegungsangebot grundsätzlich begrüßt, aufgrund seiner erforderlichen Einfriedung aber kritisch gesehen. Ebenfalls kritisch wird der Umgang mit dem Großbaum im südlichen Schulhofbereich, der sich in Form einer stammnahen Pflasterung zeigt, gesehen. Der Außenbereich der Mensa bietet als Zukunftsvorstellung das Potential, sich zu einem Treffpunkt entwickeln zu können. Der Aufenthaltsbereich in der Gebäudefuge zwischen Neubau und Sporthalle wird hinsichtlich seiner Aufenthaltsqualität und Nutzbarkeit hinterfragt. Im Gegensatz zu der freien Arrondierung der Aktionsflächen auf dem Schulhof wirkt die Stellung der Baumneupflanzungen nicht konsequent.
Der Haupteingang ist offen, großzügig und sehr einladend. Die separate, nicht über den Schulhof führende Andienung sowohl der Tennisplätze als auch der Sporthalle wird begrüßt. Bei Letzterer wird jedoch die Aufstellung der Stellplätze in Schrägaufstellung als nicht praktikabel gesehen, da vor dem Eingang zur Sporthalle keine Wendemöglichkeit angeboten wird. Insgesamt unterstützt die Freiraumplanung den Architekturentwurf sehr gut.
Das Tragwerk des Bestandsgebäudes aus 1969 bleibt nahezu vollständig erhalten. Dies wird positiv bewertet. Der solitär stehende Neubau wird als leichte Holzskelettkonstruktion zeitund sachgemäß angemessen umgesetzt. Die Sporthalle wird als Holz-Hybridgebäude mutmaßlich mit Stahlbetonstützen und einem leichten Dachtragwerk in Form von Brettschichtholz-Fachwerkbindern vorgeschlagen. Die Konstruktionen werden sowohl gestalterisch als auch in ihrer Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit begrüßt.
Die Entwurfsverfasser:innen nutzen das große PV-Potenzial und führen dieses auf Gründächern aus, welches ökologische und energetische Gesichtspunkte zukunftsfähig verbindet. Die angedachte Nutzung eines Batteriespeichers sollte anhand wirtschaftlicher Gesichtspunkte entschieden werden. Die Gebäude sind einzeln nach Nutzungen ausgeführt und es empfiehlt sich diese auch einzeln mit Anlagentechnik zu versorgen. Bei guter Abstimmung von Gebäudehülle, Anlagentechnik und PV-Anlagen stehen jahresbilanzielle Nullenergie-/Plusenergiegebäude in Aussicht. Hervorzuheben ist auch die Nutzung der vorhandenen Technikräume im Bestand. Die Entscheidung, ob Luft-Wasser-Wärmepumpe oder Sole-Wasser-Wärmepumpe lässt der Entwurfsverfasser:innen offen. Ein Luft-Wasser-Wärmepumpensystem für die jeweiligen einzelnen Gebäude steht durch die Aufteilung der Baukörper in Aussicht. Eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung wurde vorgesehen.
Für den Entwurf zeigt sich wenig brandschutztechnischer Verbesserungsbedarf. Der Ausgang aus dem Treppenraum des Neubaus „Klassen“ ist vorzusehen; ebenso ist u.U. eine Unterteilung des Klassentraktes in zwei Lernbereiche vorzusehen.
Visualisierung Hof
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Lageplan
©asp Architekten GmbH mit A24 Landschaft
Hauptansicht
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Schnitt Altbau- Neubau
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Grundriss EG
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Energiekonzept
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Modell
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