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Nichtoffener Wettbewerb | 01/2026

Erweiterung Schule an der Jungfernheide zur Gemeinschaftsschule in Berlin-Spandau

Außenperspektive
6

Außenperspektive

ein 3. Preis

AFF Architekten

Architektur

POLA

Landschaftsarchitektur

Fast + Epp

Tragwerksplanung

pi Passau Ingenieure GmbH

TGA-Fachplanung

freie ingenieure bau Dr. Belaschk + Krätschell PartGmbB

Brandschutzplanung

Beurteilung durch das Preisgericht

Der Entwurf schafft durch seine Positionierung zum Rohrdamm einen gut proportionierten Vorplatz und zugleich eine klare, prägnante Adresse für die Schule. Der vorgeschlagene Gebäudekomplex überzeugt als kompakte Lösung, die sich durch ihre gestaffelte und gegliederte Form sensibel in die Umgebung einfügt. Die gute städtebauliche Positionierung zur Straße erfordert jedoch die Fällung eines großen Teils der schützenswerten Eichen. Die Lage im westlichen Grundstücksbereich ermöglicht großzügige, zusammenhängende und ruhige Außenräume für die Schule im Osten. Auch die Anordnung der Sportflächen einschließlich der Sporthalle folgt einer logischen räumlichen Struktur. Die Sporthalle fügt sich selbstverständlich in die Gebäudefigur ein und ist durch einen separaten Zugang auch außerhalb der Schulzeiten gut durch Externe nutzbar. Die Gestaltung der Außenräume ist vielfältig ausgearbeitet und geht über das übliche Raumprogramm hinaus.

Der Eingang der Schule ist klar erkennbar, bewusst gestaltet und führt über ein großzügiges Foyer in ein durch Innenhöfe gegliedertes, lichtdurchflutetes Erdgeschoss. Die Innenhöfe ermöglichen Sichtbezüge zwischen den Gemeinschafts- und Fachbereichen. Durch die Konzentration dieser Nutzungen im Erdgeschoss ist sowohl eine Erreichbarkeit aus dem südlichen Schulteil als auch eine externe Nutzung möglich. Die offene und großzügige Gestaltung unterstützt eine gute Orientierung, auch hinsichtlich der vertikalen Erschließung. Zwei zentrale großzügige Treppenhäuser erschließen die Lerncompartments in den Obergeschossen auf selbstverständliche Weise.

Die in die Compartments integrierten Loggien ermöglichen eine weitgehend natürliche Belichtung der Foren. Sie stellen Bezüge in alle Richtungen zum Grünraum her und verbinden Innen- und Außenbereiche auf besonders gelungene Weise. Auch die Treppenhäuser vermitteln eine Beziehung zum Außenraum. Die Dachterrassen im 1. Obergeschoss bieten noch weitere Außenflächen, die direkt den Lernflächen zugeordnet sind.

Die Compartments sind funktional organisiert und ihre Foren bieten – neben dem Außenraumbezug in alle Richtungen – durch ihre räumliche Ausbildung differenzierte Nutzungszonen. Die Einsehbarkeit der Foren aus den Teamräumen ist jedoch nur eingeschränkt gegeben. Alle Compartments sind gleichartig organisiert, sodass auch eine spätere Umstrukturierung der Jahrgänge möglich ist. Kritisch diskutiert wurde die teilweise Unterschreitung der geforderten Flächen.

Die Fassade wirkt funktional, bildet jedoch die feingliedrige Gebäudekonfiguration und die vielfältigen schulischen Nutzungen nur begrenzt ab.

Insgesamt präsentiert der Entwurf einen kompakten und wirtschaftlichen Beitrag, der insbesondere durch seine Feingliedrigkeit, die differenzierten räumlichen Qualitäten in den Compartments und Gemeinschaftsbereichen sowie durch das gelungene Zusammenspiel von Innen- und Außenräumen und deren Bezug untereinander überzeugt. Städtebaulich fügt sich der Beitrag gut ein, greift jedoch stark in den vorhandenen Grünbestand ein.
Innenperspektive

Innenperspektive

Modellfoto

Modellfoto

Modellfoto

Modellfoto

Lageplan

Lageplan

Grundriss EG mit Freianlagen

Grundriss EG mit Freianlagen