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Nichtoffener Wettbewerb | 02/2010

Erweiterung Schulzentrum Overath - Cyriax

Perspektive Landschaftsterrasse

Perspektive Landschaftsterrasse

Anerkennung

3pass Architekten Stadtplaner Part mbB

Architektur

Förder Landschaftsarchitekten

Landschaftsarchitektur

Architekturmodelle Thomas Halfmann

Modellbau

PKi holistic engineering

Bauingenieurwesen

ErlÀuterungstext

StÀdtebau
Die Erweiterungsbauten des Schulzentrums Overath – Cyriax schließen sich sĂŒdlich an die vorhandene GebĂ€udestruktur an und finden einen Abschluss in einem gemeinsamen Schulpark als Übergang zur Aggerlandschaft.

Sowohl die neue Gemeinschaftshauptschule als auch der Erweiterungsbau des PKG erhalten Kopfbauten an der PĂ©renchiestraße und dienen so auf prĂ€gnante Weise der jeweils eigenen Adressbildung und Ablesbarkeit der beiden Schulen.

Hier liegen ihre HaupteingĂ€nge und beginnen die Schulstrassen, die sich intern konsequent fortgefĂŒhrt in einer großen U-Form vereinigen. Gemeinschaftlichen Einrichtungen wie Mensa, Forum, Aula und die Sportbereiche verbinden als Querspange die beiden Schulstraßen miteinander.

Mensa und Forum bilden zusammen mit der Aula eine Einheit und sind ĂŒber ein gemeinsames Foyer miteinander verbunden.
Die Mensa als Bindeglied mit eigenen ZugÀngen zwischen GHS auf der einen Seite und PKG und BRO auf der anderen Seite ist sehr flexibel zu schalten.
Das Gleiche gilt fĂŒr das ĂŒber der Mensa schwebende Forum, das zwar ĂŒber eigene ZugĂ€nge von den Schulen aus erreicht und genutzt werden kann, intern aber zu einer Einheit zusammenwĂ€chst.

Die Gemeinschaftshauptschule GHS ist als markanter Kubus konzipiert. Die RĂ€ume gruppieren sich um eine offene als Gemeinschaftszone nutzbare Aula.
Die an der Aula liegenden KlassenrĂ€ume werden ĂŒber Zuluft im Flurbereich belĂŒftet. Die Abluft erfolgt durch die Fensterrahmen in die Halle und von dort aus ĂŒber WĂ€rmetauscher in der Glasdecke nach draußen. Alle außen liegenden RĂ€ume sind natĂŒrlich belĂŒftet.

Die Fassaden von Mensa, Forum und GHS sind in Anlehnung an die Metallfassaden der alten Schule als Zinkblechfassaden geplant. Die Sockelbereiche sind aus eingefÀrbtem Sichtbeton.

Der Erweiterung von Paul-Klee-Gymnasium und Bergischer Realschule Overath bietet die Chance, dem Gesamtkomplex PKG und BRO in Form eines vorgesetzten Kopfbaus eine nach außen klar erkennbare IdentitĂ€t und Adresse zu geben.
In der inneren Organisation ĂŒbernimmt im Erdgeschoss das BRO bisherige RĂ€umlichkeiten des PKG, wogegen das PGK sich mit Verwaltung und neuen KlassenrĂ€umen in die Vertikale des Kopfbaus organisiert.
Die Fassaden des Erweiterungsbaus passen sich in Gestalt und Proportion der Architektur der vorhandenen Schule an und wĂŒrden eine allenthalben fĂ€llige Fassadensanierung exemplarisch vorwegnehmen.

Die neue Dreifachturnhalle spiegelt in Kubatur und Funktion die alte Halle. In der zwischen den Hallen entstehenden Fuge befindet sich der Zugang vom Parkplatz in den Sportbereich und weiterfĂŒhrend in den Foyerbereich von Aula und Mensa.
Farbiger Beton in vorgefertigter Sandwichbauweise könnte fĂŒr die Turnhalle eine wirtschaftliche und gestalterisch anspruchsvolle Option sein.

Das Kesselhaus bildet zusammen mit den Turnhallen den baulichen Abschluss der Anlage nach Westen hin.
Nach Vorbild der orchestra in griechischen Amphitheatern ist es zugleich der backstage - Bereich zur davor liegenden mit Stufen umsĂ€umten Bodensenke. Das Ensemble ist ein offener Ort fĂŒr Veranstaltungen und zugleich ein ĂŒberdachter Pausenbereich fĂŒr die BRO.

Das Jugendhaus liegt als freier Baukörper im Schulpark und ist nach einer PrÀzisierung der Anforderung in seiner Ausformung noch weiter auszugestalten.
Eine gute Verbindung zu Mensa, Forum und den Sporthallen ist durch die Lage im Park gegeben.

Der ruhende Verkehr wird konsequent auf die West- und Ostseite des GelĂ€ndes gelegt und zu Gunsten des Schulparks aus dem sĂŒdlichen Bereich herausgenommen.
Dabei kann in Kauf genommen werden, dass ca.180 PKW zweimal tĂ€glich zu Beginn und zu Ende der Schulzeit das SchulgelĂ€nde im SĂŒden umfahren, was auf Grund der gĂŒnstigen WegefĂŒhrung fĂŒr den Fuß- und Fahrradverkehr nicht zu Überschneidungen fĂŒhrt.
Die ParkplĂ€tze liegen in direkter NĂ€he zu den Sportanlagen, so dass auch in außerschulischen Zeiten kurze Wege gewĂ€hrleistet sind.

An der Nahtstelle zur Landschaft, vernetzt mit dem stĂ€dtischen GefĂŒge einerseits und der Landschaft der Aggerauen andererseits, befindet sich das neue Schulensemble.
Eine BelagsbĂ€nderung soll diesen Übergang von Stadt zur Landschaft symbolisieren.

Gleichzeitig fungiert die BĂ€nderung als verbindendes Element zwischen den bestehenden und den neuen Baukörpern, das einer Haut gleich das Areal ĂŒberzieht und ihm eine gemeinsame Struktur verleiht.

Die FreirĂ€ume des Areals werden entsprechend den einzelnen Schulformen zugeordnet, so dass separate Freibereiche fĂŒr Hauptschule, Realschule und Gymnasium entstehen.
Jeder der Freibereiche erhĂ€lt eine eigene „Lounge“ aus farbigem, modelliertem Kunststoff zum Sitzen, Liegen und Spielen. Von Baumhainen (Birke, Weide, Bambus) umrahmt bilden sie den Treffpunkt fĂŒr die SchĂŒler.

SĂŒdlich im Übergang zur Landschaft lĂ€dt der Schulpark mit seinen Rasenwellen, BĂ€nken und BelagsbĂ€ndern zum Sonnenbaden ein.
Der Park ist ein gemeinsamer Ort der ruhigen Kommunikation fĂŒr alle SchĂŒler von Cyriax.
Lageplan

Lageplan

Modell

Modell

Schnitt Mensa/Forum und GHS

Schnitt Mensa/Forum und GHS

Ansichten

Ansichten

Detail Schnitt-Ansicht

Detail Schnitt-Ansicht