Nichtoffener Wettbewerb | 03/2026
Erweiterung und Sanierung Schulstandort Hohewart² in Stuttgart-Feuerbach
2
Visualisierung
©habermann.decker.architekten
ein 1. Preis
Preisgeld: 124.000 EUR
Architektur
-
Verfasser:
-
Mitarbeitende:
Landschaftsarchitektur
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Arbeit überzeugt in ihrer städtebaulichen Setzung der Baukörper. Mit der Integration des Bestandsgebäudes entsteht ein Ensemble hoher Qualität, welches gute Schnittstellen zwischen Alt und Neu formuliert sowie die Verzahnung mit den prägenden Freiräumen gut präsentiert.
Durch die Aufnahme der Richtung und Orientierung des Bestands entsteht ein guter Dialog zwischen Bestehendem und den eingefügten Architekturbausteinen der Realschule, der Grundschule und des Mensa-/ Sportgebäudes.
Im Bereich der Realschule im Westen des Grundstücks überzeugt eine gute Gelenksituation über alle Geschosse im Übergang zwischen Alt und Neu. Es entsteht ein Mittelpunkt, dem von Osten der Haupteingang stimmig zugeordnet ist, der eine Großzügigkeit ausstrahlt. Der Innenhof und die Clusterstrukturen überzeugen in Ihrer Klarheit und in ihrem Selbstverständnis Der Neubau der Grundschule im Süden generiert einen guten räumlichen Abschluss des zentralen Campusplatzes. Kompakt, hochfunktional und mit dem Angebot eines Mehrzweckraums an der Schnittstelle der beiden Erschließungsebenen, entsteht eine gute Adresse für die zukünftigen Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrenden. Im Bereich der Clusterstrukturen könnten großzügigere Lern- und Aufenthaltsbereiche ausgeprägt sein. Eine Reduzierung auf breite Flure überzeugt nicht.
Im Bereich der Realschule im Westen des Grundstücks überzeugt eine gute Gelenksituation über alle Geschosse im Übergang zwischen Alt und Neu. Es entsteht ein Mittelpunkt, dem von Osten der Haupteingang stimmig zugeordnet ist, der eine Großzügigkeit ausstrahlt. Der Innenhof und die Clusterstrukturen überzeugen in Ihrer Klarheit und in ihrem Selbstverständnis Der Neubau der Grundschule im Süden generiert einen guten räumlichen Abschluss des zentralen Campusplatzes. Kompakt, hochfunktional und mit dem Angebot eines Mehrzweckraums an der Schnittstelle der beiden Erschließungsebenen, entsteht eine gute Adresse für die zukünftigen Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrenden. Im Bereich der Clusterstrukturen könnten großzügigere Lern- und Aufenthaltsbereiche ausgeprägt sein. Eine Reduzierung auf breite Flure überzeugt nicht.
Die angrenzenden Freiräume versprechen klare Zuordnungen und hohe Aufenthaltsqualitäten. Funktionsabläufe von Anlieferungen und Schulhofbereichen sind gut sich gegenseitig nicht störend ausgearbeitet.
Im Osten des zentralen Platzes bildet die Mensa und die Sporthalle eine gute Schnittstelle zwischen öffentlichem Raum und den beiden Mensabereichen. Die Zweifeldhalle auf Garten-/ Parkniveau und die gestapelte Einfeldhalle gewährleisten/ ermöglichen die aufgezeigte kompakte Baukörpersituation. Ein Add-On wird mit einem eingeschnittenen, die Nachbarschaften schützenden Dachspielfed aufgezeigt.
Durch die Gebäudesetzung, kompakten Volumina und geplanten Adressen entstehen gut proportionierte Freiflächen, Außenflächen, die die gewünschte Zuordnung aufzeigen. Die Topografie, der prägende Baumbestand bleiben als für den Ort identitätsstiftende Elemente erhalten.
Durch die Gebäudesetzung, kompakten Volumina und geplanten Adressen entstehen gut proportionierte Freiflächen, Außenflächen, die die gewünschte Zuordnung aufzeigen. Die Topografie, der prägende Baumbestand bleiben als für den Ort identitätsstiftende Elemente erhalten.
An der „Walpenreute" könnte weiterer Baumbestand erhalten bleiben.
Anmutung und Materialität, neben Lehmbausteinen und Holzkonstruktionen der Neubauten, wirken angemessen und strahlen eine durchgängige, ruhige Architektursprache aus. Das Energiekonzept einer Plusenergieschule wird gewürdigt. Umlaufende Balkone, Fassadenbegrünungen und eine abgestimmte Formensprache, Gliederung lassen einen Campus erwarten, an dem sich die jeweiligen Akteure wiederfinden, sich identifizieren können. Der zentrale Platzbereich mit umlaufender Passerelle könnte jenseits des Baumsolitärs weitere Qualitäten generieren, die vermisst werden.
Für die baukonstruktive Ausbildung der Gebäude wird (erfreulicherweise) der Verwendung von Naturbaustoffen Vorrang eingeräumt. Leider ist die bauliche Umsetzung in Verbindung mit einer leistungsfähigen und wirtschaftlichen Holzkonstruktion noch nicht weiter ausgeführt.
In der Phasierung und den aufgezeigten Bauabschnitten entstehen, vom Gremium kritisch bewertete Abläufe in den Schulfunktionen. Hier wird auf die Erstellung der Sporthalle in der letzten Phase kritisch hingewiesen.
Insgesamt gelingt es die vorhandenen Qualitäten des baulichen Bestandes, der Topografie und der Gehölzstrukturen zu einem guten, neuen Schulstandort zu fügen. Eine Konzeption, die auch berücksichtigend auf die angrenzenden Nachbarschaften eingehet. Die städtebaulich-räumlichen Qualitäten ließen sich in den aufgezeigten Grundrissstrukturen der Cluster im Wesentlichen im Bereich der Grundschule noch verbessern. Eine Arbeit, die einen überzeugenden Beitrag zur gestellten Aufgabe anbietet.
Anmutung und Materialität, neben Lehmbausteinen und Holzkonstruktionen der Neubauten, wirken angemessen und strahlen eine durchgängige, ruhige Architektursprache aus. Das Energiekonzept einer Plusenergieschule wird gewürdigt. Umlaufende Balkone, Fassadenbegrünungen und eine abgestimmte Formensprache, Gliederung lassen einen Campus erwarten, an dem sich die jeweiligen Akteure wiederfinden, sich identifizieren können. Der zentrale Platzbereich mit umlaufender Passerelle könnte jenseits des Baumsolitärs weitere Qualitäten generieren, die vermisst werden.
Für die baukonstruktive Ausbildung der Gebäude wird (erfreulicherweise) der Verwendung von Naturbaustoffen Vorrang eingeräumt. Leider ist die bauliche Umsetzung in Verbindung mit einer leistungsfähigen und wirtschaftlichen Holzkonstruktion noch nicht weiter ausgeführt.
In der Phasierung und den aufgezeigten Bauabschnitten entstehen, vom Gremium kritisch bewertete Abläufe in den Schulfunktionen. Hier wird auf die Erstellung der Sporthalle in der letzten Phase kritisch hingewiesen.
Insgesamt gelingt es die vorhandenen Qualitäten des baulichen Bestandes, der Topografie und der Gehölzstrukturen zu einem guten, neuen Schulstandort zu fügen. Eine Konzeption, die auch berücksichtigend auf die angrenzenden Nachbarschaften eingehet. Die städtebaulich-räumlichen Qualitäten ließen sich in den aufgezeigten Grundrissstrukturen der Cluster im Wesentlichen im Bereich der Grundschule noch verbessern. Eine Arbeit, die einen überzeugenden Beitrag zur gestellten Aufgabe anbietet.
Lageplan
©Kortemeier Brokmann GmbH