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Award / Auszeichnung | 09/2018

European Property Award 2019

BĂŒro- und Gewerbequartier: "Die Macherei"

DE-81673 MĂŒnchen, Weihenstephaner Straße 28

Best Mixed-Use Architecture und Best Mixed-Use Development

OSA OCHS SCHMIDHUBER ARCHITEKTEN

Architektur, Stadtplanung / StÀdtebau

HWKN Architecture

Architektur

meyerschmitzmorkramer

Architektur

Art-Invest Real Estate

Projektentwicklung

Accumulata Immobilien Development GmbH

Projektentwicklung

AMP Ingenieurgesellschaft mbH

Fassadenplanung

m3 Bauprojektmanagement GmbH

Architektur

Lumen 3 Lichtplanung

Lichtplanung

holger meyer architektur

Architektur

caspar.

Architektur

emproc Bauprojektmanagement GmbH & Co. KG

Architektur

bwp Burggraf + Weber Beratende Ingenieure GmbH

Tragwerksplanung

Projektdaten

  • GebĂ€udetyp:

    BĂŒro-, Verwaltungsbauten; Gewerbe-, Industriebauten; Groß- und Einzelhandel, Wohnungsbau

  • ProjektgrĂ¶ĂŸe:

    64.000mÂČ (geschĂ€tzt)

  • Status:

    Realisiert

  • Termine:

    Baubeginn: 07/2017
    Fertigstellung: 12/2021

Projektbeschreibung

Brooklyn in MĂŒnchen: Ehemaliges Temmler-Areal wird „Die Macherei“

Aus dem ehemaligen Temmler-Areal im Osten MĂŒnchens wird: „Die Macherei“. Das hat der Projektentwickler, ein Joint Venture aus Art-Invest Real Estate und Accumulata Immobilien, auf einer Pressekonferenz sowie auf dem 9. Immobilienforum MĂŒnchen am 25. Januar 2017 bekannt gegeben. Geplant ist ein urbanes BĂŒro- und Gewerbequartier, das national wie international etablierte Unternehmen und Start-ups anzieht, zugleich aber auch Mehrwerte fĂŒr den Bezirk Berg am Laim schaffen soll. Den Bauvorbescheid hatte die Stadt im November genehmigt. Der Baustart ist fĂŒr Herbst 2017, die Fertigstellung fĂŒr Ende 2019 vorgesehen.

Auf der 26.400 Quadratmeter großen GrundstĂŒcksflĂ€che an der Berg-am-Laim-Straße wird noch im Januar mit dem Abbruch der brachliegenden IndustriegebĂ€ude des Arzneimittelherstellers Temmler begonnen. An ihrer Stelle plant der Projektentwickler ab Herbst 2017 den Bau von insgesamt sechs GebĂ€uden. Neben einer zentralen Plaza werden mehr als die HĂ€lfte des bisher verschlossenen GrundstĂŒcks fĂŒr die Öffentlichkeit zugĂ€nglich sein. In den GebĂ€uden selbst entstehen GeschĂ€fts- und EinzelhandelsflĂ€chen, Restaurants, ein Design-Hotel, ein Boardinghouse und ein Fitnessstudio. „DarĂŒber hinaus schaffen wir auf gut 55 Prozent der MietflĂ€che hippe BĂŒrowelten fĂŒr 1.500 bis 2.000 Angestellte aus national wie international etablierten Unternehmen und Start-ups“, sagt Ferdinand Spies, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Art-Invest Real Estate. HerzstĂŒck des Ensembles ist das sogenannte InkubatorgebĂ€ude, das mit rund 15.000 Quadratmetern als Start-up-Hub angelegt ist. Es wird vorrangig aus Ziegelstein errichtet – eine Reminiszenz an die frĂŒher in Berg am Laim angesiedelten Ziegelbrennereien. Im Inneren sind Loft-BĂŒros mit 3,50 Meter lichten Raumhöhen und freiliegenden Leitungssystemen geplant.

FĂŒr den stadtplanerischen Entwurf zeichnet das BĂŒro OSA Ochs Schmidhuber Architekten aus MĂŒnchen verantwortlich. Zudem haben die Projektpartner Ende 2016 einen Architekturwettbewerb ausgelobt. Acht namhafte nationale und internationale BĂŒros wurden eingeladen, ihre EntwĂŒrfe einzureichen. Auf den ersten drei PlĂ€tzen behaupteten sich HWKN Hollwich Kushner aus New York, Henning Larsen Architects aus Kopenhagen/MĂŒnchen sowie msm meyer schmitz-morkramer aus Köln/Frankfurt.

Differenzierende Höhen und Formen der einzelnen GebĂ€ude sowie farblich und materiell unterschiedlich gestaltete Fassaden erzeugen von außen Spannung. Die GebĂ€udedĂ€cher werden als fĂŒnfte Fassade konzipiert. Eine öffentlich zugĂ€ngliche Rooftop-Bar ist ebenso vorgesehen wie ein Fitnessparcours und Urban Gardening-Bereiche. Auf der RĂŒckseite des GelĂ€ndes soll klassisches Gewerbe einziehen. RĂ€ume mit fĂŒnf Meter hohen Decken im Erdgeschoss und LagerplĂ€tzen, die ĂŒber große Rolltore zugĂ€nglich sind, können beispielsweise von Start-up-Unternehmen fĂŒr deren VersuchstrĂ€ger als WerkstĂ€tten und Testlabor mit genutzt werden.
Konzept orientiert sich an internationalen frĂŒheren Industriegebieten

Guido Prummer, Vorstandsmitglied Accumulata Immobilien: „‘Die Macherei‘ orientiert sich bewusst an typischen frĂŒheren Industriegebieten wie Brooklyn, die sich in den vergangenen Jahren zu den urbansten und lebendigsten Bezirken ihrer Stadt entwickelt haben. Denn ob in New York, Oslo, Kopenhagen oder Hamburg: Mit dem RĂŒckzug der Industrie wandeln sich ĂŒberall auf der Welt ehemalige Randbezirke im Osten der Metropolen zu begehrten Quartieren. Das ist in MĂŒnchen nicht anders. Allerdings: Um High Potentials fĂŒr ihre hiesigen Standorte außerhalb des Zentrums zu gewinnen, mĂŒssen Unternehmen auch etwas bieten, das mit coolen Locations in Berlin oder London Schritt halten kann. Nichts Geringeres planen wir in Berg am Laim zu realisieren.“

FĂŒr die Konzepterstellung von „Die Macherei“ haben die beiden Projektpartner nationale sowie internationale Quartierentwicklungen Ă€hnlicher GrĂ¶ĂŸe besichtigt. Positive Aspekte der jeweiligen Projekte wurden ĂŒbernommen beziehungsweise weiterentwickelt. Wichtigstes Ziel dabei war es, Synergieeffekte zwischen den heterogenen Nutzungen zu schaffen. So können GĂ€ste von Hotel und Boardinghouse die quartierseigenen Restaurants und das Fitnessstudio nutzen. Ebenso können die Angestellten ihre GeschĂ€ftspartner vor Ort zum Mittagessen einladen und abends Lebensmittel einkaufen. Zudem sollen auch die Nachbarn das zur Berg-am-Laim-Straße hin großflĂ€chig geöffnete Quartier nutzen. „Wir möchten, dass ‚Die Macherei‘ auch abends und an den Wochenenden belebt ist. DafĂŒr machen wir mehr als die HĂ€lfte der GrundstĂŒcksflĂ€che öffentlich zugĂ€nglich, die ĂŒber diverse Gastronomieangebote auch nach BĂŒroschluss genutzt werden kann“, erklĂ€rt Ferdinand Spies.

Bereits vor dem offiziellen Vertriebsstart haben zahlreiche Unternehmen unter anderem aus den Bereichen IT, Kommunikation und Marketing Interesse signalisiert. Auch fĂŒr den Einzelhandel, das HotelgebĂ€ude und das Fitnessstudio liegen Anfragen vor. FĂŒr die bisherigen Interessenten sind nicht nur Konzept und Architektur entscheidend, sondern auch die Lage. So gibt es in unmittelbarer NĂ€he direkte Anbindung an U- und S-Bahn, Tram und zwei Bus-Linien sowie wichtige Straßen. Guido Prummer: „Trotz des schon jetzt großen Interesses: Wir bauen ohne konkrete Vorvermietungsquote. Zum einen, weil die Kunden grundsĂ€tzlich nicht gerne vom Reißbrett mieten, sondern sehen wollen, wo sie einziehen. Zum anderen, weil wir als Projektteam nachhaltig Vertrauen in den MĂŒnchner Markt haben und von dem Konzept und der Lage ĂŒberzeugt sind.“