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Nichtoffener Wettbewerb | 05/2010

Evangelisches Gemeindezentrum an der Dorfkirche Rudow

Preis / Zur Realisierung empfohlen

Mola + WinkelmĂŒller Architekten GmbH BDA

Architektur

SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH

Landschaftsarchitektur

ErlÀuterungstext

Das Gemeindezentrum
Geht man die Köpenicker Straße hinunter und blickt zwischen der KĂŒsterei und der alten Dorfkirche hindurch, erkennt man zwischen den hohen BĂ€umen das helle, langgestreckte GebĂ€ude des Gemeindesaals. Betritt man den Garten der Kirchengemeinde und folgt dem Weg an der Kirche vorbei, öffnet sich ein lichter Platz zwischen den BĂ€umen. Der leicht schrĂ€g gestellte Baukörper des Gemeindesaals, der den Platz begrenzt, wendet sich der Dorfkirche zu und öffnet sich großflĂ€chig. Eine sanft ansteigende Rampe fĂŒhrt den Besucher zum Haupteingang des Gemeindezentrums und weiter in das Foyer, den Knotenpunkt des GebĂ€udeensembles. Von hier aus gelangt man in das ehemalige Pfarrhaus, in den Kindergarten und in den Gemeindesaal.

Das alte Pfarrhaus erhĂ€lt seine ursprĂŒngliche GrĂ¶ĂŸe und PrĂ€senz im Stadtbild wieder. Hier sind die verschiedenen Funktionen des Gemeindezentrums und eine ErweiterungsflĂ€che im Dach untergebracht.

Der Kindergarten, das „rote Haus“, ist ein Ă€hnlich dimensionierter Baukörper, der wie das Pfarrhaus den Blockrand zur Prierosser Straße besetzt und durch NĂ€he, Material und Proportion seine Zugehörigkeit erklĂ€rt. Als Neubau geht er auf die BedĂŒrfnisse der Kinder ein und schafft fĂŒr sie einen eigenen Ort.

Der Gemeindesaal positioniert sich entsprechend seiner besonderen Funktion im erweiterten Kirchhof des Blockinneren und tritt in Beziehung zu der Dorfkirche.

Der Baukörper teilt den Garten in zwei Bereiche, so dass der Kindergarten eine großzĂŒgige und sonnige FreiflĂ€che erhĂ€lt, die in den „Kirchgarten“ ĂŒbergeht ohne dessen ruhigen, kontemplativen Charakter zu stören.
Auf der anderen Seite entsteht zwischen Gemeindesaal und Kirche die neue PlatzflĂ€che fĂŒr Veranstaltungen und Feierlichkeiten der Gemeinde.

Die drei Baukörper sind ĂŒber das gemeinsame Foyer symbioseartig miteinander verbunden. Einzelne RĂ€ume der unterschiedlichen Baukörper sowie das Foyer können ĂŒbergreifend genutzt werden und fördern den Kontakt der einzelnen Bereiche untereinander.

Außenanlagen
Die FreiflĂ€chen um Gemeindezentrum und Kirche sind ein Ort der Begegnung und eine Ort der Kontemplation. Hinter den historischen Backsteinmauern entsteht ein einladender Raum fĂŒr Feste und Veranstaltungen. Gleichzeitig soll der Charme eines blĂŒhenden Wandelgartens entfaltet werden. Die organisch schwingenden Wege verdichten sich am Kircheingang sowie vor Foyer und Saal zu PlĂ€tzen im Garten. Um die erhaltenen AltbĂ€ume entstehen grĂŒne Inseln mit Schattenstaudenpflanzungen und RasensĂ€umen. An der sĂŒdwestlichen GrundstĂŒcksgrenze wird ökonomisch ein bandartiger Erschließungshof mit den geforderten StellplĂ€tzen eingeordnet. Gut abgeschirmt vom Saalbau entsteht der Kitagarten der aber auch in das Wegesystem des Gartens eingebunden ist. Bei besonderen Gelegenheiten wird der Spielplatz geöffnet und zum Teil des Ganzen.
Lageplan

Lageplan

Grundriss Erdgeschoss

Grundriss Erdgeschoss

Fassadendetail Saal

Fassadendetail Saal