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Offener Wettbewerb | 08/2018

GARTENSCHAU 2025 Freudenstadt und Baiersbronn

Lageplan I 01/03

Lageplan I 01/03

2. Preis

Preisgeld: 20.000 EUR

GDLA I GORNIK DENKEL landschaftsarchitektur partg mbb

Landschaftsarchitektur

Kienleplan GmbH

Landschaftsarchitektur

ErlÀuterungstext

Die Gartenschau Freudenstadt und Baiersbronn 2025 definiert sich ĂŒber ein sehr vielfĂ€ltiges und lebendiges Forbachtal, das die beiden Gemeinden seit jeher verbindet und nun revitalisiert wird.
Mit Hilfe einer großzĂŒgigen Aufweitung des Tals durch Rodungen ausgewĂ€hlter Waldbereiche und eines durchgĂ€ngigen, barrierearmen Wegekonzepts wird diese Verbindung erstmals durchgĂ€ngig erlebbar gemacht. Neue Wegestrecken mit sinnvollen ErgĂ€nzungen und entschĂ€rften Engstellen versprechen allen Verkehrsteilnehmern eine sicher begeh- und befahrbare Route. Querverbindungen, die von den Hauptwegen im Tal abgehen, binden außenliegende Highlights mit ein und stellen so einen Bezug zum Umfeld her. Das verbesserte Wegekonzept mit Rundwegen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden/ MobilitĂ€tsstufen wertet das Leben und Erleben im Tal auf und ist so, sowohl fĂŒr die Dorfgemeinschaft, als auch fĂŒr den Tourismus attraktiv. Die bestehenden Höhenunterschiede werden barrierearm durch Rampenanlagen und eine Seilbahn ĂŒberwunden, wodurch einladende Tal- Auf- und AbgĂ€nge entstehen.
Den relativ großen Distanzen im 8 km langen Tal wird ein MobilitĂ€tsnetz mit fĂŒnf MobilitĂ€tshubs gerecht, das die Besucher mit Bahn, Bus, (e-)Bikes und MIV aufnimmt und durch das Tal fĂŒhrt. DarĂŒber hinaus bietet ein enges Shuttle-Netz entlang der Talstraße weitere Ein- und Ausstiegspunkte, ohne Fuß- und Radfahrer zu behindern. Das MobilitĂ€tsverhalten kann so spontan und flexibel verĂ€ndert und allgemein zur Bewegung angeregt werden.
Durch seine vielseitige Natur und Landschaft mit Seen, Feuchtwiesen, natĂŒrlichem Bachlauf, WĂ€ldern und Magerwiesen an den HĂ€ngen, die Dank der VerknĂŒpfung durchs Tal noch nĂ€her erlebbar werden, kann das Forbachtal ein Bewusstsein fĂŒr Natur und LandschaftsrĂ€ume schaffen und Information diesbezĂŒglich vermitteln. Neupflanzungen von Streuobst und Bachbegleitgehölzen, die Neuanlage und Pflege von artenreichen Blumenwiesen und Bachbegleitfluren, erhöhen die BiodiversitĂ€t. Die DurchgĂ€ngigkeit des Forbachs fĂŒr Fische und andere aquatische Lebewesen, durch beispielsweise den Bau von Fischtreppen, trĂ€gt ebenso dazu bei.
Die Geschichte, die beide StĂ€dte verbindet, kann erfahrbar gemacht werden, indem bestehende Zeitzeugen, etwa der Industriegeschichte oder die Bergwerke in das neue Wegenetz miteingebunden werden: Alte, leerstehende BestandsgebĂ€ude werden aufgewertet und mit neuen Funktionen bespielt, bestehendes Gewerbe wird in Form von Erlebnis-Industrie integriert. Besucher und Einheimische werden ermuntert, sich ĂŒber die lokalen Betriebe zu informieren und aktiv zu werden.
Orientierung innerhalb des Forbachtals verschaffen neben drei vertikalen Landmarken in Form von AussichtstĂŒrmen auch drei horizontale Highlights: Terrassen, von denen aus Sichtbeziehungen innerhalb der jeweiligen Gartenschauschwerpunkte ermöglicht werden. Bögen als wiederkehrendes Element entlang des Hauptwegs und an den Eingangspunkten ins Tal, ergĂ€nzen diese als identitĂ€tsstiftendes Element. Sie symbolisieren den Bergbau, die Holzwirtschaft und die Region
(Schindeln), bilden Torbögen und weisen den Weg.
WĂ€hrend der Gartenschau besteht die Möglichkeit, im Verlauf des Forbachtals immer wieder eingezĂ€unte Gartenschaubereiche, die die Hauptthemen des Tals einbeziehen und mit den klassischen Gartenschauthemen verknĂŒpfen, auszuweisen.
Das Forbachtal fungiert kĂŒnftig mit seiner eigenstĂ€ndigen IdentitĂ€t als „Verbindungstal“. Ein gleichwertiger touristischer Mehrwert fĂŒr beide Gemeinden ergibt sich auch durch die Einbindung und Ausweitung bestehender Themenwege in das bereits vorhandene Wandernetz.
Dank des sich flexibel anpassenden MobilitĂ€tskonzepts ist das Forbachtal zukĂŒnftig weitreichend erschlossen und trotz immenser Höhenunterschiede zu großen Teilen barrierearm, teilweise barrierefrei begehbar.
Alle vorgesehenen temporĂ€ren Anlagen fĂŒr eine Gartenschau wie BĂŒhne und AusstellungsflĂ€chen, Pflanzungen als auch temporĂ€re ParkplĂ€tze, lassen sich gut realisieren, können in der Daueranlage vereinfacht umgenutzt oder rĂŒckgebaut werden. Nachhaltige Eingriffe, die Aspekte der UmweltvertrĂ€glichkeit als auch ökologische Anforderungen berĂŒcksichtigen schaffen eine leistungsstarke GrĂŒnverbindung, die nicht nur wĂ€hrend der Gartenschau, sondern auch weit darĂŒber hinaus, eine dauerhafte Belebung und Reaktivierung des Forbachtals versprechen.

Touristen, die mit dem Auto, Bus oder dem Shuttle anreisen und die Gartenschau in Freudenstadt beginnen, werden auf einen Parkplatz geleitet, der sich östlich des ehemaligen Freibads beim Langenwaldsee befindet. Dort werden FahrrĂ€der verliehen, ein Infopoint verortet und mit floralen Elementen der erste Einstiegspunkt zur Gartenschau erkennbar gemacht. Der Forbach, der unter einem BrĂŒckenbauwerk unter der B37 hindurchfließt, wird aufgewertet und durch Sitzstufen und Findlinge ein Zugang zum Wasser geschaffen. Auch ĂŒber die Gartenschau hinaus entsteht so ein attraktiver Startpunkt fĂŒr Wanderungen in und um das Forbachtal.
Über einen Steg, der auf die höher gelegene Straße fĂŒhrt und diese mittels einer FußgĂ€ngerampel ĂŒberqueren lĂ€sst, gelangen FußgĂ€nger sowie Radfahrer auf einen Weg, der abseits der Bundesstraße nach Norden ins Tal hineinfĂŒhrt.
Neue Streuobstwiesen sĂ€umen die HĂ€nge auf dem Weg talabwĂ€rts, die durch die RĂŒcknahme des Waldes das Tal heller und weiter erscheinen lassen. Die dadurch entstehenden Magerwiesen bieten außerdem Lebensraum fĂŒr viele verschiedene Lebewesen und somit Artenreichtum. Um verschiedene Blicke auf und in das Tal zu geben, teilt sich der Weg hier schnell in Tal- und Panoramaweg, die beide kontinuierlich bis nach Baiersbronn fĂŒhren, Rundwege ermöglichen und sich hin und wieder kreuzen. Auf der Strecke ins Christophstal erlebt man die ersten Highlights. Wegbegleitende Wildrosenhecken nehmen das Thema des Kienbergs auf und fĂŒhren zu einem offenen Bauernhof mit Streichelzoo und glĂ€serner Produktion, der Landwirtschaft erlebbar macht.
Besucher, die mit dem Shuttle vom Parkplatz am Langenwaldsee aus durch das Tal gefahren sind, treffen mit der ersten Station auf dem zentralen Ankunftsplatz unterhalb Freudenstadt ein. Dieser liegt gegenĂŒber dem ehemaligen Talwirtshaus auf der rechten Seite des Forbachs und bildet den Auftakt der Gartenschau im Christophstal. Das Forbachufer ist erlebbar und die eindrucksvolle Staustufe gut zu sehen. Über einen kleinen Steg gelangt man auf einem spannenden Weg am Kanal direkt in das Areal der Tuchfabrik. Hier fĂŒhren mehrere Wege zum BĂ€renschlössle, dem Wildgehege und in erste eingezĂ€unte Gartenschaubereiche, die mit typischen Gartenschauthemen bespielt werden können.
Das neue Kulturzentrum Tuchfabrik bietet ein reiches Angebot an regionalen Produkten, erlebbarem Handwerk, kleinen Manufakturen und sozialen Nutzungen, die ĂŒber die Gartenschau hinweg bestehen bleiben können.
Von hier aus ist es nur ein Katzensprung zur Talstation der Seilbahn, die direkt auf die Adlerterrasse fĂŒhrt und den `weltgrĂ¶ĂŸten MarktplatzÂŽ in Freudenstadt, als zweiten Einstiegspunkt in die Gartenschau und zukĂŒnftig mit dem Tal barrierefrei verbindet.
Einstiegspunkt Freudenstadt - Forbachtal
Touristen, die mit dem ÖPNV anreisen oder ihr Fahrzeug am Stadtbahnhof Freudenstadt parken, können sich hier am Infopoint orientieren und haben die Möglichkeit auf Rad oder Shuttle umzusteigen. FußgĂ€nger werden ĂŒber den aufgewerteten Bahnhofsplatz in die Forststraße und FußgĂ€ngerzone gelenkt. Dort kann die Gartenschau schon in der Stadt beginnen. Das oberirdische Parken auf dem Marktplatz verschwindet, Reisebusse bekommen einen alternativen Stellplatz - so wird die ‚GrĂŒne Symmetrie‘ auf dem Marktplatz geheilt. Ein einheitlicher Belags-/ Stadtteppich verbindet und bevorzugt FußgĂ€nger, die ĂŒber aufgewertete Straßen vom Marktplatz zur „neuen“ Adlerterrasse geleitet werden. Neben einem malerischen Ausblick ins Forbachtal gibt es von hier aus auch eine Seilbahn, die barrierefrei ins Tal fĂŒhrt. ErgĂ€nzt wird diese durch eine Wegeverbindung aus Serpentinen gleichmĂ€ĂŸiger Steigung.
Weiter nach Norden gehend, ist die Landmarke/Aussichtsturm am Boschenloch schon von weitem auf der westlichen Talseite sichtbar, gegenĂŒber sĂ€umen Streuobstwiesen den Hang. Gastronomisch verwöhnt wird man im Gasthof `Zum BadÂŽ und ein Naturerfahrungsraum bietet die Möglichkeit zum naturnahen Spielen. Der Panoramaweg verlĂ€uft weiterhin erhöht, in Richtung Dorothea-Stollen, mit Informationen zu den nicht mehr in Betrieb befindlichen Bergwerken und bietet von dort schöne Blicke aufs Tal. Auf dem Talweg gelangen die Besucher, am gegenĂŒberliegenden Ufer, zu den bestehenden
Fischzuchtweihern, welche erlebbar und zugĂ€nglich gemacht werden. Ein Wasserzugang am Bach lĂ€dt auf der Uferwiese zum Barfußlaufen, Wasserwandern und Forbach erleben ein. Ein neuer Wasserspielplatz bildet den historischen Wasserlauf an der Silberschmelze nach.
Das Platzmeisterhaus als Museum mit Kleingastronomie ist idealer Rastpunkt, nach der Gartenschau auch fĂŒr Radler. FĂŒr selbstmitgebrachtes Essen gibt es nur ein kleines StĂŒck weiter nördlich am bestehenden Spielplatz mit Bolzwiese einen Picknickort direkt am Forbach . Über die Finkenwiese fĂŒhrt der Talweg weiter zu den Seen an der FischerhĂŒtte im Friedrichstal. Dort kann wiederum Fischzucht aus nĂ€chster NĂ€he erfahren werden und es besteht die Möglichkeit zu Angeln. Kleinere Wege und Holzstege , um die Landschaft rund um die Seen zu erkunden und die Natur zu beobachten, schließen direkt an die am Hang gelegenen Viehweiden an. Die FischerhĂŒtte selbst bietet ein gastronomisches Angebot und die Direktvermarktung gerĂ€ucherter Fische, in der NĂ€he befindet sich eine Leihstation fĂŒr FahrrĂ€der sowie ein Infopoint.
Im Osten ĂŒber Friedrichstal an der Grube Untere Sophia zeigt sich eine weitere Landmarke mit der Anmutung eines Bergwerksstollens. Sie markiert das Spiel- und Erlebnisfeld Bergbau. Kleinere Wege fĂŒhren ĂŒber Wiesen- und AuenflĂ€chen ĂŒber den Talweg zur SHW, wo dem Besucher lebendige Industrie nah gebracht wird. Der bestehende Spielplatz Friedrichtals wird aufgewertet und ergĂ€nzt.
Anbindung S-BHF Friedrichstal- Forbachtal
Durch die Verlegung der B 462 hinter den Bahnhof entsteht eine querungsfreie Anbindung ins Ortszentrum von Friedrichstal. Das Tal kommt an die Bahn und erhĂ€lt eine „Station im GrĂŒnen“, mit Aussichtsterrasse und attraktivem, barrierefreiem Zugang ins Tal. Man erreicht hier den zweiten Ankunftsplatz im Forbachtal, den Platz der Industrie auf dem SHW Areal. Als MobilitĂ€tshub, an welchem Besucher mit Bus oder Bahn oder Shuttle ankommen, besteht die Möglichkeit, RĂ€der zu leihen oder das Forbachtal zu Fuß (weiter) zu erkunden.
Im Bereich des Sportplatzes wird, zentral fĂŒr beide StĂ€dte, wĂ€hrend der Gartenschau temporĂ€r die große FestbĂŒhne verortet. Durch die Neuordnung des Bahnhofs Friedrichstal ist sie hervorragend an den ÖPNV angebunden. Um sie herum lagern sich, neben der hohen QualitĂ€t der NaturerlebnisrĂ€ume, in einem eingezĂ€unten Bereich, vielfĂ€ltige Gartenschauthemen.
Der Forbach wird hier aus seinem Korsett befreit: er zeigt sich als breiter Lauf, mit Flutwiesen und RetentionsflĂ€chen. Bohlenwege, Holzterrassen fĂŒhren vorbei an Auwald-Schutzzonen und RiedflĂ€chen, die Möglichkeiten zur Naturbeobachtung bieten. Weitere Streuobstwiesen schmĂŒcken den westlichen Hang des Forbachtals und ziehen sich bis nach Baiersbronn hinein. Eine BrĂŒcke fĂŒhrt vom Talweg aus zum Schmiedemuseum Königshammer, das ein angemessenes Vorfeld / Museum im Freien erhĂ€lt.
Entlang des westlichen Forbachufers fĂŒhren Tal- und Panoramaweg zusammengelegt ĂŒber Wiesen und Auen bis zum BackhĂ€usle. Vor dem GebĂ€ude der Schindele GmbH trennt sich der Panoramaweg und steigt wieder an. Der Talweg verlĂ€uft als breiter Industriesteg zwischen Bach und Kanal und vermindert so mögliches Konfliktpotenzial zwischen Radfahrern und FußgĂ€ngern, der Blick zur gegenĂŒberliegenden Uferseite wird freigeschnitten. Durch eine neue BrĂŒcke wird eine Wegeverbindung zur Uferstraße geschaffen. Die angrenzende HolzlagerflĂ€che bringt Besuchern die Holzverarbeitung nĂ€her, ein Holzkunstplatz (z.B. Carving, Ausstellungen, Holzlexikon,
 ) kann hier unterkommen. Weitere Blicke auf die Industrie ergeben sich entlang der Kartonfabrik von Balkonen aus.
Ein Waldrandspielplatz am Panoramaweg lĂ€dt zum Erkunden des Waldes ein, wĂ€hrend der Talweg entlang von WeideflĂ€chen in den Stöckerwiesen nach Baiersbronn fĂŒhrt.
Besucher, welche ĂŒber den Baiersbronner Hauptbahnhof anreisen, können dies per Zug, MIV, Bus, Bahn, Shuttle oder Rad tun und am angegliederten MobilitĂ€tshub zum Verkehrsmittel ihrer Wahl wechseln.
Mit der Neuordnung des Bahnhofareals erhĂ€lt Baiersbronn eine neue, attraktive Stadtankunft, und bindet, ohne Querung der Gleisanlagen, ĂŒber die Stöckerwiesen die Gartenschau und zukĂŒnftig das Forbachtal an. Mit der frei zugĂ€nglichen Aussichtsterrasse an der Stöckerlodge in BahnhofsnĂ€he, mit kleinem Gastrobereich, wird ein Sichtbezug zum Forbachtal hergestellt.
Die bestehende Kleingartenanlage entlang der Gleise auf den Stöckerwiesen wird fĂŒr die Gartenschau erweitert und mit Themen zu Blumen-, Obst- und GemĂŒsebau in die Gartenschau eingebunden. SchauflĂ€chen zu Themen wie Umwelt, ökologische ZusammenhĂ€nge und Naturhaushalt, gliedern sich im Verlauf des Forbachs und auf den Wald- und WiesenflĂ€chen des Stöckerkopfs an. Der Gartenschaubesucher erhĂ€lt nicht nur Einblicke zu Themen der Forst- und Holzwirtschaft durch die ansĂ€ssigen holzverarbeitenden Industriebetriebe, sondern erhalten auch Einblick in natĂŒrliche Beweidung, SchauschĂ€ferei, 
 und deren landschaftspflegerische Bedeutung.
Eine neue Straße fĂŒhrt ĂŒber die Stöckerwiesen ins Sankenbachtal, wodurch die Sankenbachstraße entlastet wird. Die ortsprĂ€genden, bis ins Dorf reichenden GrĂŒnfinger bleiben erhalten, es erfolgt lediglich eine Aufweitung bestehender Baum- und GrĂŒnstrukturen, um den Blick und Besuch in Richtung des Forbachtals zu lenken. Die Verbindung in den Ortskern gelingt ĂŒber die Promenade der FreudenstĂ€dter Straße bis zu den Schelklewiesen. Gleichzeitig verlĂ€uft der Panoramaweg ĂŒber die Alte MĂŒhle durch das Tal zum Rosenplatz. Innerörtliche GrĂŒnflĂ€chen und PlĂ€tze werden aufgewertet und in das Ausstellungskonzept mit floralen Elementen, GartenmĂ€rkten und weiteren Veranstaltungen integriert.
Die Schelklewiesen bieten bereits einen attraktiven Spielpatz fĂŒr Kinder und Jugendliche jeglichen Alters und erweitern das Angebot durch einen neuen Weiher mit angelagertem CafĂ©.
Die ForbachmĂŒndung wird als Treffpunkt fĂŒr alle inszeniert, das Ufer erlebbar gemacht. Der Stellplatz fĂŒr Wohnmobile wird auf die Wiese mit Blick auf den Rinkenberg und den dortigen Aussichtsturm verlegt, so dass eine einladende, naturnahe AtmosphĂ€re, mit gleichzeitig guter Anbindung an den ÖPNV entsteht.
Der letzte MobilitÀts-Hub befindet sich an der S-Bahnstation Schulzentrum in Baiersbronn, wo die bestehende, asphaltierte FlÀche als temporÀrer Parkplatz genutzt werden kann. Auch hier besteht ein Angebot, zwischen den Transportmitteln MIV, Bahn, Bus, Shuttle und Rad zu wechseln.

Beurteilung durch das Preisgericht

Der ĂŒbergeordnete Leitgedanke eines erlebbaren durchgĂ€n-gigen Landschaftsraumes des Forbachs wird positiv bewertet und wird durch die Verfasser in den differenzierten thematischen Vertiefungen ĂŒberzeugend nachgewiesen. Sowohl die defi-nierten Aussichtspunkte, als auch die formulierten Terrassen als Schnittstellen und ÜbergĂ€nge, ĂŒberzeugen in ihrem ganzheit-lichen Ansatz des „Tal-Erlebens“.Ausblicke, Überblicke schaffen Orientierungen und vermitteln spĂŒrbar die Dimension des gesamten Talraumes, der Raumschaft.Richtig gesetzt schaffen die Terrassen Adressen im Talraum. Von der Adlerterrasse, der Ankunftsterrasse im Friedrichstal und der Stöckerterrasse in Baiersbronn, spannt sich ein durchgĂ€n-giges FußgĂ€nger- und Radwegenetz mit QuerbezĂŒgen zu den angrenzenden LandschaftsrĂ€umen mit ihren begleitenden Halbhöhenwegen.Die Angebote des Umganges mit dem vorhandenen Talraum, seinen prĂ€genden Orten, seinen Engstellen und Verbauungen sind nachvollziehbar. Die Definition von geschĂŒtzten Land-schaftsbereichen, geschĂŒtzten Talzonen und ein durchgĂ€ngiges ökologisches Konzept fĂŒr den Bachlauf schaffen einen robusten Ansatz fĂŒr die zukĂŒnftigen Ideen der Gartenschau.Die Verfasser vermitteln eine FeinfĂŒhligkeit im Umgang mit Be-stehendem und dessen ErgĂ€nzungen, Weiterentwicklungen. In der DetailschĂ€rfe der jeweiligen Planungsschwerpunkte treten jedoch kritische Fragen in Bezug auf Angemessenheit und Rea-lisierbarkeit auf. Die Verlegung der Bundesstraße im Bereich der S-Bahn-Haltestelle Friedrichstal löst die Anbindung in den Talraum nicht, verlagert Probleme aus dem Planungsgebiet heraus und schafft keine Ideen fĂŒr eine Überwindung der vorhandenen topografischen Situation.Das angedachte Parkdeck im Bereich des Bahnhof von Bai-ersbronn wird kontrovers diskutiert. Ein Parkierungsschwerpunkt an dieser Stelle ist jedoch wĂŒnschenswert und denkbar, die Ausformulierung und der Eingriff in den Landschaftsraum ist jedoch abzuwĂ€gen. Die Anbindung an den MĂ€rchenpark ĂŒber einen Steg wird als interessanter Entwurfsgedanke gewĂŒrdigt.Eine Arbeit, die sich intensiv mit den örtlichen und angrenzenden Gegebenheiten auseinandersetzt, Stadtraum und Landschafts-raum spannend inszeniert und Bestehendes und Neues angemes-sen zu einander bringt. In diesem Kontext bildet die Anbindung der Stadtmitte, des Marktplatzes von Freudenstadt zum Talraum eine interessante in Alternativen gedachte Entwurfsideen.Ein Entwurfsbeitrag, der den Talraum aus verschiedenen Perspek-tiven an die zukĂŒnftigen Nutzer, Benutzer und Bewohner heran-fĂŒhrt. Vom Rinkenberg ĂŒber Friedrichstal und Christophstal zum Marktplatz Freudenstadt kann der gewĂŒnschte durchgĂ€ngige Spannungsbogen von Landschaftsraum, Landschaft erleben und Landschaft genießen entstehen.
Friedrichstal

Friedrichstal

Lageplan I 02/03

Lageplan I 02/03

Freudenstadt

Freudenstadt

Lageplan I 03/03

Lageplan I 03/03

Baiersbronn

Baiersbronn

Plan 01

Plan 01

Der geplante Freiraum erzÀhlt eine durchgÀngige Geschichte entlang des Forbachtales.

Der geplante Freiraum erzÀhlt eine durchgÀngige Geschichte entlang des Forbachtales.

Plan 02

Plan 02

ErlÀuterungen - Piktogramme

ErlÀuterungen - Piktogramme

Plan 03

Plan 03

Plan 04

Plan 04

Plan 05

Plan 05

Plan 06

Plan 06

MobilitÀt

MobilitÀt

Auslichtung

Auslichtung

Fischtreppen

Fischtreppen

GartenschaugelÀnde

GartenschaugelÀnde

Ausblicke

Ausblicke

Shuttle

Shuttle

Schutzzonen

Schutzzonen

Wegeverbindung

Wegeverbindung