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Award / Auszeichnung | 08/2016

German Design Award 2017

Mediathek Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

DE-06108 Halle

Winner Excellent Communications Design - Architecture

F29 Architekten

Architektur

ZILA

Architektur

Rehwaldt Landschaftsarchitekten

Landschaftsarchitektur

R&P RUFFERT Ingenieurgesellschaft mbH

Bauingenieurwesen

MLT Medien Licht Technik Ingenieure GmbH

TGA-Fachplanung

Peter Zirkel Gesellschaft von Architekten mbH

Architektur

Projektdaten

  • GebĂ€udetyp:

    Hochschulen, Wissenschaft und Forschung

  • ProjektgrĂ¶ĂŸe:

    keine Angabe

  • Status:

    Realisiert

  • Termine:

    Baubeginn: 01/2012
    Fertigstellung: 01/2015

Projektbeschreibung

Das stĂ€dtebauliche Umfeld am Campus Design ist durch eine heterogene, zwei- bis viergeschossige Bebauung aus der Jahrhundertwende geprĂ€gt. Die meist herrschaftlichen GebĂ€ude verfĂŒgen ĂŒber großzĂŒgige parkartige Gartenanlagen, die sich vom Neuwerk bis zur Saale erstrecken. Das Baufeld zwischen der Villa Steckner – dem HauptgebĂ€ude der Kunsthochschule – und der benachbarten Villa ist Teil dieser Parklandschaft und bildet den sĂŒdlichen Abschluss des Campus. Beide Villen sind als BaudenkmĂ€ler ausgewiesen.

Mit seiner filligranen Holfassade formuliert der schlanke Baukörper der Mediathek zwischen den massiven Volumen der benachbarten Villen eine eigenstĂ€ndige IdentitĂ€t. Die Strenge der Fassaden in Kombination mit ihrer PlastizitĂ€t und Transparenz unterstĂŒtzt die achtungsvolle Abgrenzung des GebĂ€udes zu der opulenten Umgebungsbebauung. Die pavillonartige Fassaden- und GebĂ€udestruktur sucht ganz bewusst die Verwandtschaft zu den Bautypen Remise, Gartenhaus oder Orangerie und weist damit auf die historische Gartenanlage hin. Durch die Positionierung des Neubaus an der SĂŒdgrenze des Baufeldes wird der unmittelbare Außenraum der Terrassenanlage der Villa Steckner freigehalten und ein Bezug zum sĂŒdwestlich angrenzenden Landschaftsraum des Saaletales ermöglicht. Der linienförmige Baukörper ordnet sich in seiner dem GelĂ€nde folgenden Höhenentwicklung den benachbarten VillengebĂ€uden unter und tritt im Bereich des Straßenraumes hinter die vollstĂ€ndig erhaltene Einfriedung zurĂŒck. GegenĂŒber den bestehenden LehrgebĂ€uden ermöglicht die Setzung des Neubaus die Formulierung einer zentralen Campusmitte. WĂ€hrend die drei oberirdischen Geschosse den lang gestreckten GebĂ€uderiegel bilden und die notwendigen AbstĂ€nde und FreirĂ€ume auf dem Campus gewĂ€hrleisten, fĂŒllt das komplett erdĂŒberdeckte Sockelgeschoss fast das gesamte Baufeld aus.

Die oberirdischen Geschosse orientieren sich ĂŒber die offene Nordfassade zur Campusmitte. Eine großzĂŒgige Fassadenöffnung in der östlichen Ecke der SĂŒdfassade - das „Fenster zur Stadt“ – trĂ€gt durch die wechselseitige Blickbeziehung zum Neuwerk zur örtlichen Verankerung und IdentitĂ€tsbildung
des Neubaus bei. Die Grundrisse der Mediathek werden von zwei TreppenhĂ€usern in je drei Nutzungsbereiche unterteilt. In den mittleren Zonen sind zentrale Funktionen und in den GebĂ€udeköpfen vorwiegend Sondernutzungen angeordnet. Der Zugang vom Campus fĂŒhrt in den zentralen Bereich des Erdgeschosses mit Annahme und Ausleihe. Im Sockelgeschoss befindet sich neben den Magazinen der von Ă€ußeren EinflĂŒssen geschĂŒtzte Eingangsbereich. Der Lesesaal im westlichen Kopf wird ĂŒber einen großzĂŒgigen Luftraum mit dem Erdgeschoss verknĂŒpft und natĂŒrlich belichtet. Die gleiche rĂ€umliche Situation wiederholt sich im östlichen GebĂ€udekopf des Erdgeschosses. Hier schiebt sich der Baukörper in das vorhandene ansteigende GelĂ€nde.
Der Luftraum verknĂŒpft den Seminarraum mit dem Obergeschoss und schafft einen großzĂŒgigen Veranstaltungsraum. Die Verwaltung befindet sich als zentraler Anlaufpunkt im Mittelteil des Obergeschosses. Im westlichen Kopfbereich wird die Materialothek mit einem thematisch zugeordneten Freihandbereich angeordnet. Hier werden Materialmuster gelagert und in Lehrveranstaltungen vorgestellt.
Im zentralen Bereich des Dachgeschosses werden alle MultimediaarbeitsplĂ€tze untergebracht, im anschließenden östlichen Kopfbereich befinden sich die Zeitschriften mit einem besonderen Lesebereich im „Fenster zur Stadt“.