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Award / Auszeichnung | 09/2017

German Design Award 2018

Die sanierte MĂŒhle mit Anbau

Die sanierte MĂŒhle mit Anbau

KattaumĂŒhle Buxtehude

DE-21614 Buxtehude, EstebrĂŒgger Str.2

WINNER EXCELLENT COMMUNICATIONS DESIGN - ARCHITECTURE

KBNK Architekten GmbH

Architektur

KFP Ingenieure GmbH

Tragwerksplanung

energie und technik GmbH

TGA-Fachplanung

KFP Ingenieure GmbH

Brandschutzplanung

Dittloff + Paschburg Landschaftsarchitekten

Landschaftsarchitektur

Projektdaten

  • GebĂ€udetyp:

    Wohnungsbau

  • ProjektgrĂ¶ĂŸe:

    2.640mÂČ (geschĂ€tzt)

  • Status:

    Realisiert

  • Termine:

    Baubeginn: 01/2012
    Fertigstellung: 01/2015

Projektbeschreibung

Sanierung und Umnutzung einer denkmalgeschĂŒtzten KornmĂŒhle


Die 100 Jahre alte Kattau-MĂŒhle ist "das" Industriedenkmal der Stadt Buxtehude und stellt - als ehemals modernster Kornspeicher Europas - eines der wichtigsten Bauwerke fĂŒr die Stadt dar.
Seit 50 Jahren ist an der MĂŒhle nichts Grundlegendes mehr verĂ€ndert worden und nichts in den Erhalt investiert worden, das Dach war undicht, Risse taten sich in der Fassade auf, der nördliche Anbau war komplett marode.
Nun wurde das annĂ€hernd abgĂ€ngige GebĂ€ude in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt saniert und sensibel ergĂ€nzt. Durch die geschickte Anordnung von wenigen Bauelementen konnte trotz der Umnutzung zum WohngebĂ€ude, die ursprĂŒngliche Wirkung als Industriedenkmal erhalten bleiben.

WĂ€hrend im vorderen Bereich an der Este noch intakte HolzpfĂ€hle das Haus stĂŒtzen, wurde beim Bau 1914 im hinteren Bereich darauf verzichtet. Die dortige FlachgrĂŒndung auf dem Torfboden hat im Laufe der Jahrzehnte dem enormen Druck nicht standgehalten. In dieser Schieflage wĂ€re eine Wohnnutzung nicht denkbar gewesen.
Deshalb wurde der 1500 Tonnen schwere Koloss durch hydraulische gesteuerte Pressen hinten angehoben und vorne abgesenkt, wodurch die Absackung von 43 cm ausgeglichen wurde (Translozierung). Anschließend wurde das GebĂ€ude auf ein solides neues Pfahlfundament umgelastet.

In das ehemalige MĂŒhlen- und LagergebĂ€ude wurden im Erdgeschoss drei GewerbeflĂ€chen und in den Obergeschossen 14 Wohnungen integriert.
Ein eingschossiger Anbau als leichter, modernere Baukörper wurde im Erdgeschoss ergÀnzt, der sich im Norden und Westen an das GebÀude anschmiegt. Im wieder geöffneten Arkadenbereich zur Este wurde ein Café eröffnet.
Die Obergeschosse mit etwa 400 qm FlĂ€che, beherbergen jeweils vier Wohnungen. Drei der Wohnungen im ersten Geschoss erhielten eingelassene Dachterrassen auf dem Anbau. Auf dem Dach entstanden fĂŒr die drei Wohnungen in einem zurĂŒckversetzten, kubischen Baukörper Dachterrassen und Studios, damit der Ă€ußere Eindruck des denkmalgeschĂŒtzten GebĂ€udes nicht verĂ€ndert wird.
An die ehemaligen Ladeluken auf der Westseite wurden kleine Balkone aus Stahl angebaut.
Auf der Osteite wurde die Backsteinmauer, die als Brandschutzwand ausgebildet war, durch Fenster und Loggien aufgebrochen.

Das ehemalige Silo wurde zum Treppenhaus, in dem heute alten Originalteile der MĂŒhlentechnik (Motor, Winden und alte Mauerwerksanker) ausgestellt werden.
Ostfassade Bestand

Ostfassade Bestand

Ostfassade nach der Sanierung

Ostfassade nach der Sanierung

Arkadengang

Arkadengang

144 Hydraulikpressen brachten die 1500 Tonnen schwere MĂŒhle wieder ins Lot

144 Hydraulikpressen brachten die 1500 Tonnen schwere MĂŒhle wieder ins Lot

Grundriss EG

Grundriss EG

Wohnung 3.OG

Wohnung 3.OG

Wohnung 3.OG

Wohnung 3.OG

Das ehemalige Silo wurde zum Treppenhaus

Das ehemalige Silo wurde zum Treppenhaus