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Nichtoffener Wettbewerb | 08/2024

Haus der Geschichte Österreich im MuseumsQuartier in Wien (AT)

Blick vom Klosterhof

Blick vom Klosterhof

1. Rang / Gewinner

O&O Baukunst

Architektur

capattistaubach urbane landschaften

Landschaftsarchitektur

Larix Engineering GmbH

Nachhaltigkeitskonzept

ghp gmeiner|haferl & partner ZT GmbH

Tragwerksplanung

Erläuterungstext

Das "Haus der Geschichte Österreich" macht die Geschichte Österreichs vom 19. Jahrhundert bis heute greifbar. Das Projekt sieht für den neuen Standort im MuseumsQuartier einen nachhaltigen Neubau in Holzbauweise vor. Dieser verbindet sich klar differenziert mit dem Bestand. Die Vereinbarung zwischen Neuem und Altem wird ganz selbstverständlich tradiert. Die Entkernung des Altbaus bietet große, zusammenhängende Ausstellungsflächen. Der Neubau fügt sich in den freigespielten Klosterhof natürlich ein, dessen Bepflanzungskonzept den Stellenwert für nachhaltige Nutzung in den Fokus rückt. Eine durchlässige Schicht umhüllt das Innere und erzeugt eine Unschärfe, die beides möglich macht: Offenheit und Intimität. So kann man sich mit freiem Kopf in das "Haus der Geschichte Österreich" begeben.

Beurteilung durch das Preisgericht

Der Neubau setzt sich mit seinem Volumen von der historischen Bebauung der Hofstallungen in einer angemessenen Weise ab, die so eine klare Differenzierung zwischen Bestand und Neubau ablesbar macht.
Innerhalb des neuen Bauvolumens öffnet sich die Fassade des Erdgeschoßes zum Innenhof und verbindet die öffentlichen Bereiche im Innen- wie auch Außenraum in einer ansprechenden Weise. Die großzügige Erweiterung der Hoffläche in den Foyer Bereich des Neu- baus stellt einen räumlichen Zusammenhang her, der von der Jury sehr positiv aufgenommen wurde.
Der Neubau ist geprägt von einer klaren Primärstruktur in Holzbauweise, die mit ihren Spannweiten für die Nutzung langfristig ein hohes Maß an räumlicher Verfügbarkeit erwarten lässt. Die Modularität der Tragstruktur bestimmt auch wesentlich die Gliederung der Gebäudehülle. Die gelungene Wechselbeziehung zwischen Tragstruktur und Gebäudehülle ist nicht nur vorteilhaft für die Nutzung im Inneren, sondern auch für die räumliche Wirkung des Neubaus innerhalb der Hofanlage.
Die zusammenhängenden Ausstellungsflächen im Altbau werden mit ihrem großzügigen Flächenzuschnitt von der Jury äußerst positiv gesehen.
Das Raumprogramm des Dschungel Wien wird mit der klaren Anordnung der Säle und der Nebenräume ebenfalls sehr gut erfüllt.
Der Entwurf fügt sich mit einer Selbstverständlichkeit in die bestehende Bebauung ein und etabliert eine gute Anbindung an den Bestand, der mit seiner Umplanung eine vorteilhafte Gliederung erfährt.

Das Freispielen des Klosterhofes tut dem Raum in seiner Gesamtwirkung sehr gut. Die Gestaltung der Ränder durch das Spiel aus Gehölzen, Pflanzflächen und Sitzsteinen gliedert den Raum ganz selbstverständlich, klar und verleiht ihm auch in der Materialität eine angenehme Atmosphäre.
Das Regenwassernutzungskonzept wie auch das artenreiche Pflanzkonzept sind im Hinblick auf die Nachhaltigkeit positiv zu beurteilen. Es wäre noch zu prüfen, ob eine Versickerung möglich ist. Die Einhaltung der Baukosten wird aufgrund des vorgelegten Projekts, den geplanten Maß- nahmen und der Ausführung als realistisch beurteilt.
Blick aus dem Foyer Richtung Klosterhof

Blick aus dem Foyer Richtung Klosterhof

Blick von der ‚Libelle‘

Blick von der ‚Libelle‘

Lageplan

Lageplan

Nord-Ost Ansicht Zubau

Nord-Ost Ansicht Zubau

Querschnitt Zubau im Klosterhof

Querschnitt Zubau im Klosterhof