Konzeptvergabe | 11/2024
IBA'27 - Neues Wohnen auf der Korber Höhe in Stuttgart
4
Perspektive Stauferstraße
©haascookzemmrich STUDIO2050
1. Preis / Baufeld 3
Architektur
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Verfasser:
Dipl. Arch. (Dist), B.A. (Hons) David Cook, Prof. Martin Haas, Stephan Zemmrich
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Mitarbeitende:
Jedamzik + Partner Landschaftsarchitekten
Landschaftsarchitektur
Tragwerksplanung
Investor*in
Erläuterungstext
Die 4 Baufelder im Bereich der Stauferstraße nördlich der bestehenden Wohnbebauung bieten die Möglichkeit, einen klar definierten Siedlungsabschluss zu bilden und die bisher einseitige Bebauung der Stauferstraße sinnvoll zu ergänzen. In dem Rahmenplan für die Bebauung sind für das Baufeld 3 drei Baukörper vorgesehen.
Der Vorschlag sieht vor, dass das größere Pflegeheim 2 davon (im "Doppelbaukorper") belegt, während sich das benachbarte Wohngebäude direkt im Osten befindet. Die Wahrung eines klaren Abstandes zur östlichen und westlichen Grundstücksgrenze ermöglicht großzügige Zwischenräume zu den neuen Nachbarn (Baufeld 2 und 4) und lässt die Streuobstweise bis zur Stauferstraße ansteigen. Durch die neue Anordnung der schlichten Baukörper entsteht ein halbgeschlossener Eingangshof, der von Pflege- und Wohnhaus eingerahmt wird. Die beiden Gebäude stehen im Dialog miteinander und schaffen eine neue und unverwechselbare Adresse, die die Stauferstraße aufwertet und einen einladenden Ort für Bewohner und Besucher schafft - Ein lebendig grüner Raum.
Das steil abfallende Gelände wird optimal genutzt, indem verschiedene Räume, die sowohl dem Pflegehaus als auch dem Wohnhaus dienen, sorgfältig verborgen werden, so dass die Erdgeschosse freigehalten werden können. Ein traditionelles Untergeschoss wird vermieden. Der Vorplatz wird über die Stauferstraße hinaus erstreckt, wodurch ein großzügiger öffentlicher Raum entsteht, der den Verkehr verlangsamen soll.
Das Pflegehaus und das Wohnhaus teilen sich einen gemeinsamen dreigeschossigen Sockel, der sorgfältig in das steil abfallende Hanggrundstück integriert ist. Dies verbirgt die Ausmaße der Einrichtungen / Nebenräume und ermöglicht es, die Gebäude gemeinsam zu betreiben und den Bewohnern beider Gebäude ein breites Angebot an Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. In beiden Gebäuden gibt es eine Reihe von unterschiedlichen Räumen, die Kommunikation und Austausch fördern. Diese haben verschiedene Charaktere und sind sowohl zum Vorplatz als auch zur Umgebung hin orientiert. Den Bewohnerinnen und Bewohnern wird eine reiche Auswahl an Aufenthaltsmöglichkeiten geboten.
Das äußere Erscheinungsbild von Pflege- und Wohnhaus wird durch die extensive Nutzung von Wintergärten geprägt, die eine wertvolle saisonale Erweiterung des Wohnraums, Schallschutz und thermische Vorteile bieten. Die unterschiedlichen Nutzungsmuster werden zu einem lebendigen Gesamtbild beitragen. Die Bewohner werden aktiv aus ihren privaten Räumen herausgeholt und zur Teilhabe an der Gemeinschaft angeregt.
Die Dächer sind ein wichtiger Aspekt, denn sie dienen sowohl der Energieerzeugung als auch als einzigartige Erholungsräume mit Gewächshäusern, Pergolen und Terrassen. Die Kultivierung von Kräutern und Nutzpflanzen auf den Dächern verändert das Aussehen und den Charakter der Gebäude zusätzlich - ein anregender Arbeitsplatz.
Lageplan
©haascookzemmrich STUDIO2050
Axonometrie
©haascookzemmrich STUDIO2050
Modellfoto
©haascookzemmrich STUDIO2050