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Einladungswettbewerb | 02/2013

Jugendkirche St. Maria in valle - Umgestaltung und Erweiterung der Altendorfer Kirche

Perspektive Kirchenraum

Perspektive Kirchenraum

1. Preis

B19 Architekten BDA

Architektur

ErlÀuterungstext

StÀdtebau
PrĂ€gendes Element ist der großzĂŒgige Vorplatz am Haupteingang der Jugendkirche und das neue Seitenschiff mit den SeminarrĂ€umen. Die Öffnung des Baudenkmals zum Platz ist ein offenes Angebot, die Kirche und den Vorplatz zu nutzen, alle sind willkommen. Die RĂ€ume der Kirche und der Freiraum korrespondieren miteinander und gehen ineinander ĂŒber. Durch die Umgestaltung der historischen Kirche mit seiner Integration von Kirchenraum, SeminarrĂ€umen und Cafe auf einer barrierefreien Ebene erfĂ€hrt die Stadt Nordhausen an diesem historischen Standort eine StĂ€rkung von öffentlichen und stĂ€dtischen RĂ€umen wodurch diese aktiviert und neu bespielt werden.

Baukörper und ErgÀnzungen im Bestand
Der Baukörper des neuen Seitenschiffs lehnt sich in seiner GrĂ¶ĂŸe und Form stark an die wichtigsten Vorgaben des BestandsgebĂ€udes an. Die ruhige Fassade in handwerklich bearbeiteter, monolithischer Erscheinung und einem prĂ€zise gesetzten Durchbruch zum Kirchgarten, wird mit einer „Lichtfuge“ an das BestandsgebĂ€ude angeschlossen.
Dieser RĂŒcksprung lĂ€sst den Raum zwischen historischer Kirche und neuem Seitenschiff erlebbar durchfließen und schafft einen angemessenen, lesbaren Übergang in die SeminarrĂ€ume und den Kirchgarten. Mit der schlichten formalen Sprache des Baukörpers wird ein klarer, eigenstĂ€ndiger Baustein hinzugefĂŒgt, der sich durch die Aufnahme wichtiger BezĂŒge in das historische Ensemble einfĂŒgt. Die leicht lesbare Formensprache der Einbauten und ErgĂ€nzungen harmoniert mit dem wohlproportionierten Denkmal im Wechselspiel und baut dieses funktional und gestalterisch ĂŒberzeugend weiter. Die Klarheit und Übersichtlichkeit der Entwurfsstruktur gibt den Besuchern bereits im Eingangsbereich eine rasche Orientierung.

Funktionen
Die Grundrisse sind auf drei oberirdischen Geschossen organisiert. Ausschlaggebend fĂŒr die Anordnung der einzelnen Funktionen ist die barrierefreie Erreichbarkeit aller RĂ€ume im Erdgeschoss. Der im SĂŒdwesten geschaffene Haupteingang ist mit seiner großzĂŒgigen Öffnung klar vom Platz aus als Haupteingang erkennbar und dient als Empfang, Garderobe und Verteiler der Besucherströme. Das Jugendcafe orientiert sich in exponierter Lage zum Vorplatz und zur Stadt hin und öffnet sich zum Kirchenraum, die SeminarrĂ€ume sind im nördlichen, ruhigeren Seitenschiffanbau mit Zugang zum Kirchgarten angeordnet. Die SeminarrĂ€ume lassen sich untereinander kombinieren und können mit dem Kirchenraum und dem Jugendcafe zu einem 370mÂČ umfassenden Veranstaltungsraum zusammen geschaltet werden. Diese FlexibilitĂ€t in der Kombinierbarkeit von RĂ€umen auf einer barrierefreien Ebene ermöglicht eine sehr breite Bespielbarkeit des Jugendzentrums. Die Emporen in den Obergeschossen werden in Ihrer bauliche geschĂŒtzten Substanz und der Nutzung erhalten.
Lageplan

Lageplan

Grundriss EG

Grundriss EG

Ansicht Kirchplatz

Ansicht Kirchplatz

Ansicht Kirchgarten

Ansicht Kirchgarten