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Nichtoffener Wettbewerb | 01/2009

KGSE - Neubau der Kooperativen Gesamtschule Elmshorn

© BLK2 Architekten

© BLK2 Architekten

1. Preis

BLK2 Architekten

Architektur

schoppe + partner freiraumplanung, Inhaber Jochen Meyer

Landschaftsarchitektur

Erläuterungstext

Trotz aller Widrigkeiten des st√§dtebaulichen und architektonischen Umfeldes strahlt die KGSE eine enorme p√§dagogische und soziale Kraft und W√§rme aus, die es Wert ist, in einen Neubau hin√ľbergef√ľhrt zu werden.

Städtebau
In einem Umfeld ohne städtebauliches Konzept und verschiedenster Strukturen sind der bestehende Bau der KGSE und der Schulwald Elemente von eigentlich Maßstab sprengender Größe. Allerdings wird ihre Präsenz städtebaulich bisher nicht wirksam.
Das ist schade.
Der Entwurf versucht deshalb, sowohl auf baulicher als auch auf landschaftlicher Ebene, das st√§dtebauliche Potential dieser beiden Elemente f√ľr eine st√§dtebauliche Neuordnung und Aufwertung zu erschlie√üen.
Allein durch den Neubau auf den bisherigen Freifl√§chen im S√ľden und Westen wird die KGSE zuk√ľnftig eine starke st√§dtebauliche Pr√§senz erhalten. Der Ma√üstab der Neubauten entwickelt sich aus der Gr√∂√üe der zu erhaltenden Sporthallen. Diese bilden den st√§dtebaulichen Baustein f√ľr das neue Ensemble der Schule.
Durch den folgenden Abbruch der bestehenden Schule entsteht wiederum ein großer, leerer Raum nach Norden. In diesen leeren Raum hinein, werden große Bauminseln als Ableger oder Verweis auf den nahen Schulwald gesetzt.
Damit wird das bisherige Nebeneinander dieser beiden prägenden Elemente zu einer neuen dialogischen Komposition.

Architektur und Funktion
Die neuen, dreigeschossigen Bauk√∂rper der Schule bilden an der Ecke Hainholzer Damm/Fr√∂belstra√üe einen kleinen st√§dtischen Platz mit Vorfahrt und dem Haupteingang zur Schule und einem √∂ffentlichen Zugang zur Bibliothek. Zum Schulhof bilden die Bauk√∂rper eine kr√§ftige, r√§umliche Fassung f√ľr den Schulhof nach S√ľden und Westen und mit den √ľberdeckten Arkaden einen funktional und architektonisch attraktiven Zugang von den Park- und Fahrradstellpl√§tzen und √úbergang von Au√üen und Innen.
F√ľr den Schulbetrieb ist jedoch die interne Verbindungsachse durch alle Bauteile von zentraler Bedeutung. Sie stellt eine Neuinterpretation der bisherigen Schulstra√üe dar.
Alle wichtigen kommunikativen Bereiche sind in wechselnder Weise an diese Achse angegliedert und sie bietet eine einfache und klare Orientierung. R√§umlich attraktiv und vielf√§ltig gegliedert und nat√ľrlich belichtet bildet sie den zuk√ľnftigen Lebensnerv der Schule.
Am Haupteingang bildet eine kleine dreigeschossige Eingangshalle die erste Erweiterung und Verbindung in die oberen Geschosse zu den naturwissenschaftlichen R√§umen und zur Sekundarstufe II. Die Verwaltung und der Freizeitbereich liegen direkt an der Eingangshalle. Im n√§chsten Bauk√∂rper an der Fr√∂belstra√üe liegt im Erdgeschoss neben dem internen Zugang zur Bibliothek das Forum an dieser Achse und kann gro√üz√ľgig f√ľr Veranstaltungen ge√∂ffnet werden.
Einläufige Treppen bilden auch hier einen räumlich attraktiven Bezug zu den Klassen in den Obergeschossen.
Im dritten Baukörper schließt sich dann der Zugang zur Mensa und der Übergang zu den Sporthallen an.
Die Sporthallen erhalten an der Westseite eine vorgestellte Scheibe aus schwarzem Stahlbeton, hinter der eine Erschlie√üungszone f√ľr die √úberwindung der vielf√§ltigen H√∂henunterschiede und die Notausg√§nge liegt.
Die Realisierung erfolgt fast vollständig in einem Schritt. Lediglich die Mensa und die Kunst- und Technikklassen werden in einem 2. Schritt nachgezogen. In der Übergangszeit ist eine Essensversorgung in einer provisorischen Halle nördlich der Sporthallen vorgesehen.
Lageplan

Lageplan

© BLK2 Architekten

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