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Nichtoffener Wettbewerb | 05/2014

KOMBIBAD Hofheimer Land

Lageplan

Lageplan

2. Preis

bauatelier freie Architekten Haas und Hiesch

Architektur

faktorgruen

Landschaftsarchitektur

ErlÀuterungstext

hofheimer wasser-land — Das Naturnahe Kombibad

Gesamtanlage
RĂ€umlicher Ausgangspunkt fĂŒr die Entstehung des neuen Kombibades ist ein parkartiges GelĂ€nde im Übergang zur offenen Landschaft. Die alten Baumstrukturen sind die bestimmende QualitĂ€t des vorhandenen Freiraumes, die es zu nutzen und zu verstĂ€rken gilt.

Das bisherige Frei- und Hallenbad an der Johannisstrasse erfĂ€hrt ĂŒber die geplante Umgestaltung zum Kombibad eine Neupositionierung und Attraktivierung als "PARKBAD".

Ein neuer, kompakter Eingangspavillon enthÀlt alle notwendigen Nutzungen zur Verwandlung des bestehenden Hallenbades in ein Kombibad. Zusammen mit einem grossen Vorplatzbereich holt er die ankommenden BadegÀste mit seiner einladenden Geste ab.

Vom Vorplatzbereich aus gelangt der Sommerbadegast auf direktem Wege zu der neugestalteten Badeplatte. Sie fasst in kompakter Form die neuen Sport,- Freizeit- und Kinderbecken mit ihren attraktiven Angeboten zusammen.

Die neue Badeplatte ist in direkter Kreuzung der Wegeverbindung vom Hallenbad und neu geschaffenem Freibadzugang angeordnet.
Landschaftlich wird sie von Liegewiesen und bestehenden Baumgruppen umspĂŒlt. Naturnahe Bepflanzungen schliessen teilweise direkt an.

Gezielte Sichtachsen von der Eingangsseite zu den neuen Aussenbecken lassen den Blick frei und machen das BadeparkgelÀnde mit seinen Attraktionen einsichtbar und erlebbar.
Ein grosser Kinderbereich mit unterschiedlichen Themen und Stationen nimmt sich seinen eigenen Naturraum und bildet einen Schwerpunkt in der Anlage.
Aktive Sportbereiche sind von Ruhezonen separiert.
Im Norden am bestehenden LagegebÀude wird ein optionaler Minigolfplatz angeboten.

Aussenanlagen und Landschaft

Die bestehenden Gehölze im Planungsgebiet und an seinen RĂ€ndern sind Ă€usserst wertvoll und werden gutenteils erhalten. Im Bereich des Vorplatzes öffnet sich das Kombibad- GelĂ€nde zum stĂ€dtischen Strassenraum. Wasser und GrĂŒn, sowie Sitzstufen bespielen das Entree des Vorplatzes und kĂŒndigen das neue Kombibad an.

Eine neu formulierte und gestaltete "Badeplatte" vereint alle Freibecken, sowie Gastro- und Spielbereiche. Holzliegedecks unter SchattendÀchern mit GrÀser- und RasenbÀnken sind neue Gestaltungselemente.
Das direkte Umfeld des Hallenbades und der Freibecken wird mit befestigten SteinbelĂ€gen und Holzrosten gebildet. Befestigte FlĂ€chen werden auf ein minimum reduziert zugunsten der grĂŒnen FreibadflĂ€chen.

Der Freibereich des Bades ist so gegliedert, dass Sport-und SpielflÀchen nach unterschiedlichen Altersgruppen zoniert und getrennt sind.

Regenwasser speist den optionalen Naturbadeteich oder versickert flÀchig in den WiesenflÀchen.

Leitthema: hofheimer wasser-land - das naturnahe Kombibad

Was den Charakter des Entwurfes ausmacht, ist neben der filigranen Architektur eine bewusst naturnahe Gestaltung der Freibereiche. Hierzu dient zum einen die Auswahl der Materialien Holz, Stein, Wasser. . . aber eben auch die thematische Umsetzung von Spiel- und Erlebnisbereichen.

Diese Gestaltungelemente ziehen sich z.B. als natĂŒrliche Kletterfelsen, Sand-Liegemulden, Stein-Sand-Matsch-Bereiche, Wasser-FontĂ€nen, Felsen-WasserfĂ€lle und Ă€hnliches als große und kleine Inszenierungen durch und immer ist das Element Wasser dabei. Naturnahe Elemente wie Schilf und Reetbeete docken direkt an Freibecken an.

Leitidee ist somit das haptisch und taktile GefĂŒhl fĂŒr ein besonderes Badeerlebnis, als die Summe dieser Angebote. Alleinstellungsmerkmal ist das entdecken von "NatĂŒrlichem" wie es vorhanden ist im lĂ€ndlichen Raum.
Angesprochen werden sollen neben Familien hauptsÀchlich auch die Kinder.
Exemplarisch sei deshalb der Kinderbereich mit dem Leitthema " Sagt wo kommt das Wasser her?", an dem das Modell eines Wasserkreislaufs in verschiedenen Stationen aufgezeigt:
Regenwolken fallen aus®s Land, die Quelle speißt den Gebirgsbach, der Fluss fließt hin zum Meer.

Das Thema der Leitidee ist in seiner Tiefe natĂŒrlich beliebig erweiterbar. Weitere optionale Elemente in diesem Sinne sind z.B. ein Naturbadeteich, als auch eine mögliche natĂŒrlich biologische Beckenwasseraufbereitung.

GebÀudekonzeption

Der Eingangspavillon des Kombibades prĂ€sentiert sich als klar gegliederter, kompakter Baukörper und dockt ĂŒber eine Glasfuge an den Bestandskörper an. Seine Dachform fĂŒhrt das Gesamtensemble fort. In seinem Charakter geht es darum ein offenes und freundliches Entree fĂŒr das zukĂŒnftige Kombibad zu schaffen. Die Eingriffe in den Bestand bleiben minimalst.
Anstelle des bisherigen Foyers erhÀlt das Hallenbad eine glÀserne "Box" als neues Schaufenster in Form eines kleinen Kinderbereichs.
Ein neuer Windfang aus dem Barfussbereich erschliesst die Hauptverbindung zur Badeplatte.
Die Barrierefreiheit ist fĂŒr das gesamte Kombibad erfĂŒllt ĂŒber eine Rampe auf den Vorplatz , wĂ€hrend das gesamte FreigelĂ€nde mit GefĂ€llesituationen um 3% ausgelegt ist.

GebÀudekonstruktion und Material

Konstruktiv sind sowohl der Eingangspavillon als auch die Sommerumkleide als HolzstÀnderbauten vorgesehen.
Glas- Fassaden:
Stahlpfosten-Riegelfassaden mit 3-fach-Verglasung in Teilbereichen mit gesteuerten Aussenjalousien.
Dachkonstruktion Eingangspavillon:
StahlfachwerktrĂ€ger, im Foyerbereich mit oberseitigen gelochten, farbigen Holzakustikdecken als Dachuntersicht. KĂŒche und NebenrĂ€ume mit abgehĂ€ngten LĂŒftungsdecken-Bereichen.
Die leicht geneigten DĂ€cher sind mit Solarkollektoren bestĂŒckt.

Materialien im Aussenbereich:
Platz, Wege und BeckenumgÀnge werden mit feingefasten Betonwerksteinen gepflastert oder mit zertifiziertem Holz hergestellt. Untergeordnete Wege können auch in hydraulisch gebundenen Deckenbauweisen erstellt werden.
Erdgeschoss

Erdgeschoss

Ansicht Ost / Eingang

Ansicht Ost / Eingang

Schnitt

Schnitt