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Nichtoffener Wettbewerb | 06/2008

Kopernikus Oberschule in der ehemaligen McNair - Kaserne

Lageplan

Lageplan

Ankauf

Georg Bumiller Architekten

Architektur

PICHLER Ingenieure GmbH

Bauingenieurwesen

WINTER Beratende Ingenieure f√ľr Geb√§udetechnik

TGA-Fachplanung

Erläuterungstext

Entwurfserläuterung Kopernikus Oberschule Berlin Steglitz-Zehlendorf



Idee
Der genius loci, der bestimmt wird durch die zeitlose, puristische Architektursprache dieses gro√üartigen Baudenkmals ist die wichtigste Inspirationsquelle f√ľr den Entwurf der Kopernikus Oberschule. Die konzeptionelle Stringenz und formale Reduktion des bestehenden Ensembles mit seinen klaren √ľberzeugenden Bauk√∂rpern soll weitergef√ľhrt werden.
\" Die weitr√§umige kantig angelegte Gro√üfabrikanlage pr√§gt durch ihre Gr√∂√üe, ihre spezielle Bauweise und ihre T√ľrme das Ortsbild...\" hei√üt es in der Begr√ľndung der Schutzstellung. Genau hier will der Entwurf positiv anschlie√üen und dem entgegenwirken, was der aktuelle Schwarzplan in Ans√§tzen schon zeigt: das st√§dtebauliche
‚Äě Ausfransen‚Äú innerhalb des Karrees des ehemaligen Telefunkenwerkes in niedrigere, divergente Bauk√∂rper in anscheinend beliebiger Lage.

zu 3.2 Städtebaulich-architektonische Zielsetzung
Die städtebaulich- architektonischen Zielsetzungen, die in der Auslobung gefordert werden, sind folgende:
- Bildung einer baulichen Identität, Erkennbarkeit der Schule
- Schaffung eines Einganges am Osteweg
- Lage der Dreifachsporthalle ‚Äě im nordwestlichen Grundst√ľcksbereich (zwischen Kindertagesst√§tte McNair
und dem Dreifl√ľgelbau) \"
Diese drei Forderungen werden in einem Konzept zusammengef√ľgt:

Schulerweiterung und Sporthalle bilden gemeinsam ein differenziert gestaltetes Gebäudevolumen als Endpunkt der Struktur der ehemaligen Fabrikanlage und als Gelenk zum liegenden Baukörper des ehemaligen Casinos.
Es bildet sich ein funktional begr√ľndetes, jedoch nicht konkurrierendes Gegengewicht zum 7-geschossigen Turm.
Das sehr weitläufige, große Schulgelände erhält einen angemessen proportionierten Schuleingang, das die Dimension des Komplexes baulich signalisiert. Typologisch orientiert sich der Neubau an den klaren Körpern des Bestands.
Das Casino im Heimatstil wird baulich wie funktional als Kontrast zum eher sachlich-ernsten Schulgeb√§ude definiert. Ein eigenst√§ndiges Geb√§udeteil, quasi als Pavillon, in dem k√ľnftig die legeren schulischen Bereiche wie Veranstaltungsraum, Mensa, Theater, Bibliothek, Caf√© untergebracht sein werden. Das Walmdach des Casinos wird sauber an das Volumen angeschlossen, die Verbindung der beiden K√∂rper ist organisch.
Die Gebäudehöhe des Neubaus orientiert sich am 4-geschossigen Riegelbau und an der benachbarten 4-geschossigen Wohnbebauung beginnend an der Kreuzung Osteweg/Harry-S.-Trumann-Allee.

Freiflächen:
Der Verbrauch an Freifl√§chen ist sehr gering und entspricht quasi dem Status quo. Dies l√§sst Gestaltungsm√∂glichkeiten f√ľr eine gro√üz√ľgige Landschaftsarchitektur: die Schaffung eines offenen campusartigen Parks, v√∂llig frei von vorgeschriebenen Nutzungen. Eine friedliche Insel f√ľr Spiel und Entspannung mit Rasenfl√§chen, einem vollst√§ndigen Erhalt des Baumbestands, der durch Anpflanzungen von zus√§tzlichen B√§umen erg√§nzt und verdichtet werden k√∂nnte. Speziell f√ľr den Bereich zwischen Kita und Kirche wird die neu gestaltete Parkfl√§che zu einem gro√üen Gewinn.

Schwarzplan Bestand Wohnbebauung Osteweg/Harry-S.-Truman-Allee
zu 3.3 Denkmalpflegerische Anforderungen
Die Details f√ľr den Umgang mit der denkmalgesch√ľtzten Substanz werden nach dem Wettbewerb zum einem elementaren Planungsgegenstand werden.
Zum jetzigen Zeitpunkt stellt sich jedoch erst einmal die grunds√§tzliche Frage nach der Vertr√§glichkeit und dem Vorteil von erg√§nzenden Geb√§udevolumina und der Frage nach der inhaltlichen Einf√ľgung des Raumprogramms f√ľr Sport und Schule in den bestehenden Komplex.
Die Zielkriterien f√ľr das st√§dtebaulich-volumetrische Verh√§ltnis von Alt und Neu sind einerseits die Vorrangstellung des bestehenden Ensembles zu unterstreichen und gleichzeitig eine eigenst√§ndige Pr√§senz herauszubilden.
Der Neubau versucht mit wieder erkennbaren, einfachen Volumetrien sich an das bestehende Gestaltungsprinzip anzupassen; seine unverwechselbare eigenst√§ndige Pr√§senz entsteht durch den \"Feinschliff\", durch eine Differenzierung in Material und im Detail, einer aktuellen, frischen Formulierung der Ausf√ľhrung.
Die M√∂glichkeit eines Neubau anstelle der Dreifl√ľgelanlage wird in der Ausschreibung ausdr√ľcklich erw√§hnt, insofern der Atrium Charakter, m√∂glicherweise auch √ľberdacht, wieder erlebbar gemacht werden wird.
Der Entwurf sieht ein Geb√§ude fast identischer Ausdehnung und Lage (s. Schwarzplan), mit einem √ľberdachten Atrium als zentrale Pausenhalle vor. Die Distanz zum Osteweg ist sogar 5 m gr√∂√üer als bisher. Eingebettet in den neuen Bauk√∂rper wird das Atrium r√§umlich gebildet durch neue Geb√§udefl√ľgel mit Fach- und Sammlungsr√§umen und das bestehende Casino im S√ľdosten. Das Atrium √∂ffnet sich in alle Richtungen, vorwiegend nach S√ľden in den Pausenhof und nach Osten als Haupteingang, aber auch nach Westen und Norden zum Sporthalleneingang um die Licht- und Sichtverh√§ltnisse zu optimieren. Der Neubau fungiert als Gelenk, als missing link des neuen Organismus.
Als neuen Standort f√ľr die Dreifachsporthalle, ist die Lage im \"..nordwestlichen Grundst√ľcksbereich (zwischen dem Dreifl√ľgelbau und der Kindertagesst√§tte McNair) vorzusehen.‚Äú
Dieser Vorgabe wird entsprochen und sie wird gleichzeitig verkn√ľpft mit der M√∂glichkeit eines Neubaus anstelle der Dreifl√ľgelanlage, mit dem gro√üen Vorteil, dass der gesamte √∂stliche Bereich zum Platz des 4. Juli und der gro√üe Innenhof frei von jeder Bebauung blieben.

zu 3.4 Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / √Ėkologische Zielsetzung
Wesentliches Merkmal nachhaltigen Bauens ist der schonende Umgang mit Ressourcen, allem voran mit einem nicht zu vermehrenden Gut, dem Baugrund. Durch die vorgeschlagene Einschr√§nkung auf einen einzigen Neubau, wird das westliche Gel√§nde freigehalten f√ľr k√ľnftige, heute noch nicht vorhersehbare Entwicklungen. Das Entwurfprinzip der Stapelung, bringt Vorteile die offensichtlich sind: keine doppelten Gr√ľndungs- und Aushubkosten, geringere H√ľllfl√§che, k√ľrzere Leitungswege, langfristige Flexibilit√§t, Minimierung der Betriebskosten, etc.

zu 3.5 Funktionale Anforderungen
Die Zusammenfassung der neu zu erstellenden Raumvolumen an einem Ort, gibt dem neuen Geb√§udeteil eine zentrale Bedeutung. Es unterstreicht die Bedeutung des Sports als ein integralen Teil der Erziehung, welchen unsere Gesellschaft sehr hoch bewertet. (Als Referenz einer gelungen Stapelung von einer Sporthalle √ľber Unterrichts-r√§umen sei der Erweiterungsbau des Oberstufenzentrums in der Nalepastrasse in Berlin-K√∂penick erw√§hnt.)
Mit der Sporthalle im Gelenk zwischen Unterricht und Freizeit (Mensa, Bibliothek, Eingangshalle) werden alle Wege deutlich verk√ľrzt, es ist m√∂glich auch f√ľr eine Stunde Sport zu machen, die Kapazit√§ten der Halle auch f√ľr regenerative Sportaktivit√§ten wie Yoga, Entspannung etc. zu nutzen.
Die Halle kann unabh√§ngig von der Schule betrieben werden. Ein eigener und gro√üz√ľgiger Zugang zum Osteweg mit einem angemessenen Eingangsfoyer und einem gro√üen, verglasten Sportlerfoyer vor den Umkleiden begleiten den Weg in die Sporthalle im 2. Obergeschoss.
Die Bewirtschaftung und Kontrolle der Halle ist besser gewährleistet, jede Art von Vandalismus (Außenwände nur im OG) wird im Vergleich zu einer Solitärstellung minimiert.
Der Grund f√ľr die Lage der Naturwissenschaftsr√§ume im Neubau, liegt in der besseren technischen Andienbar- und M√∂blierbarkeit mit notwendigen Spezialtischen und Anschl√ľssen.

zu 3. Baukosten / Wirtschaftlichkeit
Sicher k√∂nnte der Rauminhalt des Erweiterungsbaus der Schule im Bereich des Atriums etwas geringer sein. Jedoch durch die W√§nde der Fachr√§ume, des bestehenden Casinos und durch den ohnehin notwendigen Boden der Sporthalle entsteht das Volumen fast ohne Baukosten. Es entsteht ein Mehrwert. Entscheidend ist das Konzept eines wirtschaftlich g√ľnstigen ‚Äď baulich kompakten Volumens mit einer Minimierung der Verkehrsfl√§chen.
Die vor √§u√üerer Beanspruchung gesch√ľtzten oberen Fassaden werden mit einem √∂konomischen WDVS ausgef√ľhrt, die unteren Bereiche als robuste, alterungsf√§hige und graffitigesch√ľtzte Leichtbetonkonstruktion.

Lageplan

Lageplan

Lageplan

Lageplan

Tiefparterre

Tiefparterre

Tiefparterre

Tiefparterre

Tiefparterre

Tiefparterre

Hochparterre

Hochparterre

Hochparterre

Hochparterre

Hochparterre

Hochparterre

Eingang Halle

Eingang Halle

Eingang Halle

Eingang Halle

Eingang Halle

Eingang Halle

Eingang Schule

Eingang Schule

Eingang Schule

Eingang Schule

Eingang Schule

Eingang Schule

Hofzugang

Hofzugang

Hofzugang

Hofzugang

Hofzugang

Hofzugang