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Nichtoffener Wettbewerb | 07/2023

Landesgartenschau 2027 in Lutherstadt Wittenberg

Uferpark mit Elbe-Panorama

Uferpark mit Elbe-Panorama

2. Preis

Preisgeld: 50.000 EUR

Planorama Landschaftsarchitektur – Maik Böhmer

Landschaftsarchitektur

MONO Architekten

Architektur

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Arbeit ĂĽberzeugt durch ihren behutsamen Umgang mit den Elbauen. Der neue zentrale Parkweg erschlieĂźt in harmonischer Weise den intensiven und extensiven Bereich und verbindet gut gesetzte Spiel- und Erlebnispunkte mit den Wegen und Aussichtspunkten am groĂźen Anger. Dabei mĂĽssen jedoch die dargestellten Stichwege zu den Aussichtspunkten in den geschĂĽtzten Bereichen ĂĽberprĂĽft werden. Auch sollte der Eingang Elbtor deutlich aufgewertet werden.

Der Auftaktplatz (westlicher Stadtplatz) nach der Unterführung ist angemessen dimensioniert und bildet mit dem ebenfalls gut proportionierten Stadtplatz Ost der künftigen Bebauung einen schlüssigen und selbstverständlichen neuen Ortsrand. Gewürdigt wird der am Auftaktplatz anschließende Hügel mit dem Aussichtsturm, welcher der Bebauung einen harmonischen „grünen“ und erlebbaren Abschluss bildet. Konsequent weitergeführt wird dieser grüne Rand entlang der Bundesstraße mit einem Sichtschutz für den Park. Aussagen zu einem wirksamen Lärmschutz werden jedoch vermisst. Die Trennung von Turm und Bistropavillon führt zu einem attraktiven Auftakt am Platz und betont das Entrée zum Park. Die Konstruktion der Gebäude ist anspruchsvoll und kostenintensiv, zeigt jedoch nur wenig innovative Ansätze.

Die Renaturierung des Speckebachs ist in den Park sinnvoll mit einem weiteren Rundweg zur Hartungsschanze ergänzt und berücksichtigt die Anforderungen des Hochwasserschutzes.

Kritisch diskutiert wird die enge und nicht aufgeweitete Wegeführung zur Unterführung sowie die etwas zu zurückhaltende Ausstattung an Spiel- und Sportelementen, die vor allem während der Gartenschau dem Park eine höhere Attraktion verleihen sollten. Das Prinzip der Verfasser*innen ist jedoch vielmehr, die Ausstellungsschwerpunkte neben dem Bereich der Kuhlache mit in die Wallanlagen zu ziehen und entsprechend über die Stadt zu verteilen. Dieser Ansatz wird als richtig bewertet, wenn auch die Ausstellungsinhalte im Eunikepark etwas sensibler gewählt werden sollten. Der Ausstellungsbereich im künftigen Elbquartier ist bestandsorientiert und mit geringem Rückbauaufwand verbunden. Die Hinführung vom Bahnhof über den Friedhof zum Stadtplatz Ost ist direkt und attraktiv dargestellt.

Der Park in der Kleingartenanlage wirkt durch die additive Abfolge von Gemeinschaftsgarten, Spielplatz, Festwiese und Seepavillon schematisch und bezieht den bis zu 3m tief liegenden Stadtgraben nur am Rande ein. Die Zugänge zum Teich sind dadurch stark beschränkt. Der Pavillon zeigt in der Gestaltung zwar eine gewisse Harmonie - jedoch durch die Dachdeckung keinen Bezug zur Bautypologie der Stadt und wirkt dadurch ortsfremd. Die Setzung des Gebäudes am See ist nachvollziehbar, die Zugänglichkeit zum See ist jedoch nur durch das Gebäude möglich. Erschwert wird die Zugänglichkeit zudem durch den zu schmalen Uferweg.
GesamtĂĽbersicht Gartenschau

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Teilbereich Kleingarten Daueranlage

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Neues Vereinsheim Kleingarten

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Uferpark Architekturen

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