modgnikehtotsyek
ALLE WETTBEWERBSERGEBNISSE, AUSSCHREIBUNGEN UND JOBS Jetzt Newsletter abonnieren

Offener Wettbewerb | 10/2008

Landesgartenschau Deggendorf 2014

Picto

Picto

Ankauf

Schmitt von Holst Architekten

Architektur

IngenieurbĂŒro fĂŒr Bauwesen Stefan Baur

Bauingenieurwesen

HAHN HERTLING VON HANTELMANN

Landschaftsarchitektur

ErlÀuterungstext

LANDSCHAFTSZONEN
Die Grundlage fĂŒr den Entwurf sind die drei bestehenden Landschaftszonen:
das Deichhinterland, mit den intensiven Nutzungen Stadthallenpark, Festplatz und den FlĂ€chen fĂŒr den neuen Camping-und Tennisplatz.
Der Deich, mit den wichtigen Fuß- und Radwegeverbindungen in Ost-West Richtung und der Verbreiterung zu den DeichgĂ€rten.
Und das Deichvorland, mit den extensiv gestalteten Deichwiesen, einer Uferpromenade mit verschiedenen UferplÀtzen und dem Donaustrand.

DONAUACHSEN
Das Hauptziel des Entwurfes ist es, die Stadt Deggendorf optimal mit dem Donauufer zu verbinden und die Orientierung in dem unĂŒbersichtlichen GelĂ€nde zu verbessern.
Die in das Wettbewerbsgebiet gelegten sechs „Donauachsen“, haben ganz unterschiedliche Charaktere, jedoch gewĂ€hrleisten sie die gleiche Funktion: Kurze Wege an die Donau fĂŒr FußgĂ€nger und Radfahrer.
LANDMARKACHSE: Der Auftakt des Donauparks flußaufwĂ€rts, ist durch die
„Landmarkachse“ gekennzeichnet. Hier ist eine Landmark denkbar, wie z.B. eine ĂŒberdimensionale Boje oder figĂŒrliche Darstellung, die den Donauschiffern, aber auch dem Autoverkehr in Richtung Deggendorf als BegrĂŒĂŸung dient. Eine temporĂ€re Markierung, wie z.B. mit einem Heißluftballon wĂ€hrend der Gartenschau bietet sich als Anziehungspunkt an.
WIESENACHSE: Die „Wiesenachse“ westlich des Bahndamms erschließt einen direkten Zugang zu den DeichgĂ€rten und den Deichwiesen im Donauvorland, fĂŒr die Stadtteile westlich der Bahnlinie Plattlingen - Bayrisch Eisenstein und ist gleichzeitig die westliche Begrenzung der neuen DeichgĂ€rten.
BRÜCKENACHSE: Die „BrĂŒckenachse“ ist die wichtigste Verbindung des neuen Donauparks. Die neue BrĂŒcke verbindet die beiden Donauseiten in Nord-SĂŒd Richtung fĂŒr den Rad- und Fußverkehr. Im Norden der neuen DonaubrĂŒcke besteht eine Anbindung an das Niveau der DeichgĂ€rten, sowie zum Bahnhof Deggendorf entlang der BahndĂ€mme. Am sĂŒdlichen, Fischdorfer Ufer fĂŒhrt der Radweg, wie auf der Deggendorfer Seite, entlang der BahndĂ€mme bis an die sĂŒdlich gelegene Landstraße. Hier besteht Anschluss an die Radwegeroute zu den in Richtung Plattlingen gelegenen Naherholungsgebieten. Auch auf der Fischdorfer Seite ist eine direkte Abfahrt von der BrĂŒcke auf das Niveau des Deiches möglich.
FESTPLATZACHSE: Die vierte Achse ist die „Festplatzachse“, die aus der UnterfĂŒhrung der Neusiedlerstraße heraus, ĂŒber den Festplatz, durch das neue Parkdeck direkt auf den Deich und in die DeichgĂ€rten fĂŒhrt. Barrierefrei ist hier die Überwindung des eingeschossigen Parkdecks möglich, mit einer entsprechenden Abfahrt in das Deichvorland, auf die Donauwiesen, bis an den Donaustrand. Endpunkt dieser Achse ist, wie auch bei der „Landmarkachse“ und der „Wiesenachse“ ein schwimmender Garten als Aussichtsponton.
BOGENBACHACHSE: Die „Bogenbachachse“, nimmt den bestehenden Rad- und Fußweg durch die Stadt Deggendorf entlang des Bogenbaches auf. Neu ist die VerlĂ€ngerung der Achse ĂŒber die bestehenden Bahngleise hinweg. Eine direkte Abfahrt in das Donauvorland zum Donaustrand ist hier ermöglicht. Die „Bogenbachachse“ ist auch die Hauptverbindung des Stadthallenparks und den DeichgĂ€rten. Der Endpunkt dieser Achse ist ein Aussichtsponton mit einem „Wasserfenster“, symbolisch fĂŒr den Zusammenfluss von Bogenbach und Donau.
STADTACHSE: Die sechste und östlichste Donauachse ist die „Stadtachse“. Sie besteht bereits, bis auf die FortfĂŒhrung im Bereich des Donauvorlandes. Die „Stadtachse endet mit einem schwimmender Garten und Sportbootanleger.
Die „Stadtachse“ ist, wie der Name schon sagt, der schnellste Weg von der Altstadt Deggendorf und allen umgebenden östlichen Stadtteilen an den
Donaustrand. Eine neue FußgĂ€ngerzone verbessert die AnbindungsqualitĂ€t an die Deggendorfer Altstadt.

GEHÖLZSTRUKTUREN
Es gibt in dem Entwurf zwei grundsÀtzlich unterschiedliche Gehölzstrukturen.
In Reihen gesetzte BÀume und freie Gehölzpflanzungen.
Die in Reihen gesetzten BĂ€ume markieren die wichtigsten Wegeverbindungen und verbessern die Orientierung. Baumreihen flankieren die Hauptstraßen und -Wege im Deichhinterland und auf dem Deich. Als Kontrast zu dem gehölzfreien Festplatz und der Festplatzerweiterung sind flĂ€chige Gehölzpflanzungen auf dem neuen Campingplatz, dem Gleisdreieck, an den AutobahndĂ€mmen und im Stadthallenpark vorgesehen.
Die lockeren Baumpflanzungen im Deichvorland, sind bis auf wenige Ausnahmen aus dem ausgelichteten Gehölzbestand hervorgegangen. Die Gehölze entlang der Uferzone sollen so weit wie möglich erhalten werden und in das Entwurfskonzept integriert werden.
Auf den DeichgĂ€rten, außerhalb der Überschwemmungsbereiche, dienen Buchenhecken als strukturierendes Element, um die dauerhaften GartenrĂ€ume mit ihren unterschiedlichen Charakteren von einander abzugrenzen.

DEICHGÄRTEN AUF DER PARKIERUNGSANLAGE
Die DeichgĂ€rten entstehen auf der breiten DachflĂ€che der neuen Parkierungsanlage. Die Besonderheit der Parkierungsanlage ist, das auf Grund der rĂ€umlichen Tiefe des Entwurfes, auf ein zweites Geschoss verzichtet werden konnte. Das hat den großen Vorteil, das ohne Probleme das Niveau der neuen DeichgĂ€rten, an das Niveau der angrenzenden Deiche in östlicher und westlicher Richtung angeschlossen werden kann.
Die FlĂ€che der DeichgĂ€rten auf dem Parkdeck, sind ĂŒber eine Rampe von dem Festplatz aus barrierefrei zu erreichen. Diese „Donauachse“ ist eine bequeme Verbindung zwischen dem Deichhinterland und dem Deichvorland fĂŒr FußgĂ€nger und Radfahrer.
Nach der Gartenschau nehmen die DeichgĂ€rten, die Parkbereiche auf, die im Donauvorland auf Grund der Überschwemmungsgefahr nicht angesiedelt werden können. Die DeichgĂ€rten werden ein Freizeitband mit vielseitigen Nutzungen sein. In den DeichgĂ€rten wechseln sich Sport- und Spielfelder mit GartenrĂ€umen unterschiedlichstem Charakter ab. Es wird z.B. einen Schaukelgarten geben, Beachvolleyballfelder und einen Asphaltplatz fĂŒr Streetball und freies Spiel. GartenrĂ€ume sind u.a. der Rosenheckengarten, der Sanddorngarten, der in das Parkdeck eingeschnittene Senkgarten und die im Norden die DeichgĂ€rten begrenzenden Extensiven ZiergrĂ€ser- und Staudenpflanzungen. Die unterschiedlichen GartenrĂ€ume sind durch breite Buchenhecken von einander getrennt. Die Anordnung der Hecken ermöglicht einen freien Blick auf das Donauvorland und die Donau.

STADTHALLENPARK
Der Stadthallenpark ist in seiner neuen Gestalt das Bindeglied, zwischen den urbanen Nutzungen rund um die Stadthalle und dem Donaupark.
Der neue Stadthallenpark hat zwei Bereiche, den Stadthallenplatz, vor der Stadthallenerweiterung, mit einem großen flachen Wasserbecken und den Stadthallenpark, mit Wiese und WĂ€ldchen.
Der Stadthallenplatz ist der neue Treffpunkt fĂŒr alle Veranstaltungen, die in der Stadthalle stattfinden und zusĂ€tzlich eine Campuserweiterung fĂŒr die benachbarte Fachhochschule.
Der an den Platz anschließende, grĂŒne Teil des Stadthallenparks nimmt die klassischen Funktionen eines Parks auf. Eine Wiese mit lockerem Baumbestand lĂ€dt zum Lagern und Spielen ein. Der Trampolinspieplatz lockt Kinder und Erwachsene zum Toben. Das WĂ€ldchen spendet Schatten und Schutz vor der nahe liegenden Autobahntrasse.
Die im SĂŒden des Stadthallenparks verlaufende Wegeverbindung, entlang des Wassergrabens in Richtung Westen, bildet die Haupterschließung des Quartiers Stadthallenpark, zu dem nahe liegenden Donaupark. Im Osten fĂŒhrt die Wegeverbindung weit ĂŒber das Planungsgebiet hinaus, in Richtung Hafengebiet Deggendorf und sĂŒdöstliche Altstadt, mit den angrenzenden Naherholungsgebieten.

UFERPROMENADE
Die Uferpromenade verlĂ€uft im gesamten Planungsgebiet im gleichen Abstand zur Donau und bildet eine klare Trennung zwischen den Donauwiesen im Deichvorland und den neu gestalteten flachen Donauufern, mit langen Strandabschnitten. Die Donaupromenade aus anthrazitfarbenem Asphalt wird zur Donau hin von einem ca. 1m breiten weißen Betonband begrenzt, dass neben der Einfassungsfunktion auch als Sitzkante dient. In drei Bereichen ist das Betonband zu einer Treppenanlage in Richtung Donaustrand erweitert.
Neben den „Donauachsen“, die jeweils mit einer Rampe und einem schwimmenden Gartenponton enden, sieht der Entwurf zwei lĂ€ngere Promenadenabschnitte vor, die sich als PlĂ€tze direkt in die Donau hinaus schieben.
Der erste Promenadenplatz, zwischen „Stadt- und Bogenbachachse“, dient mit einem vorgelagerten Ponton als Anleger fĂŒr die Kreuzfahrt- und Fahrgastschiffe.
Promenadenplatz Nummer zwei liegt zwischen der „Festplatzachse“ und der neuen RadwegebrĂŒcke. Der Platz ist eine breite Terrasse auf der die bestehende Bootshalle steht. Die Bootshalle ist als Gastronomie umgebaut und belebt den Donaupark. Breite Sitzstufen ermöglichen hier den Aufenthalt direkt am Wasser. Dem Promenadenplatz vorgelagert ist eine schwimmende BĂŒhne, die nach der Gartenschau, als Open-Air Kino in den Sommermonaten als weiterer Anziehungspunkt genutzt werden kann.
Auf der sĂŒdlichen, Fischdorfer Donauseite sieht der Entwurf ebenfalls zwei kleine platzartige Erweiterungen der Promenade vor. Die PlĂ€tze mit Sitzstufen hinunter zum Wasser, erhöhen die AufenthaltsqualitĂ€t am Fischdorfer Donauufer und sorgen fĂŒr eine abwechslungsreiche Ufergestaltung.

FESTPLATZ
Der Festplatz, ist eine große RasenschotterflĂ€che, die durch breite PlattenbĂ€nder in Streifen unterteilt ist und durch einen großzĂŒgigen, ebenfalls befestigten Rahmen gefasst ist. Die wegbegleitenden Baumpflanzungen rahmen die freie Festplatzwiese zusĂ€tzlich. Lange BĂ€nke im Norden und SĂŒden des Platzes laden zum Ausruhen und Beobachten ein.
Die dreireihige Baumpflanzung zur Neusiedler Straße hin, begrenzt den offenen Festplatz deutlich, ohne als Barriere wahrgenommen zu werden. Blickbeziehungen zu der gegenĂŒberliegenden Straßenseite und den parallel zur Neusiedler Straße verlaufenden Geh- und Fahrradwege sind möglich.

AUSSTELLUNGSKONZEPT LANDESGARTENSCHAU

Das Gartenschaukonzept hat zwei Schwerpunkte. Zum einen das sinnliche Erleben der Donau zu Lande, zu Wasser und aus der Luft. Aussichtspunkte auf dem Wasser, am Wasser und erhöht ĂŒber dem Wasser ermöglichen ganz unterschiedliche Perspektiven auf die Donau. Der zweite Schwerpunkt ist die verbindende Komponente des Flusses Donau innerhalb Europas. Dieser Inhaltliche Schwerpunkt kommt durch die Auswahl verschiedener Gartenthemen zum Ausdruck, die im Rahmen von ThemengĂ€rten prĂ€sentiert werden. So gibt es u.a. großzĂŒgige GĂ€rten, in denen die zehn DonaulĂ€nder die Besonderheiten ihrer Gartenkultur zeigen können. Auch die Donau-PartnerstĂ€dte Deggendorfs haben die Möglichkeit Ihre Stadt mit einem Themengarten den Besuchern nĂ€her zu bringen.

AUSSTELLUNGSFLÄCHEN
Die HauptausstellungsflĂ€chen fĂŒr die Gartenschau, sind die DeichgĂ€rten auf dem Parkdeck und die Wiesen im Deichhinterland, auf der Fischdorfer Donauseite. Die rĂ€umlich komprimierten AusstellungsflĂ€chen, ermöglichen in dem ohnehin großen GartenschaugelĂ€nde relativ kurze Wege. ZusĂ€tzlich gibt es GartenschauflĂ€chen, mit ThemengĂ€rten parallel zum Hauptweg, im Stadthallenpark. SchauflĂ€chen fĂŒr Sommerflorpflanzungen, mit Außenwirkung, befinden sich auch vor dem Gartenschauzaun, entlang der Neusiedlerstraße, auf Seite des GartenschaugelĂ€ndes und im Bereich der EingĂ€nge auf beiden Donauseiten. In der neuen FußgĂ€ngerzone in Richtung Altstadt und auf dem Marktplatz prĂ€sentieren sich wĂ€hrend der Gartenschau die PartnerstĂ€dte der StadtDeggendorf. Sommerflor begleitet die WegefĂŒhrung.

BESONDERE ORTE
Im Rahmen der Gartenschau, wird es auf dem GelĂ€nde verteilt, einige „Besondere Orte“ geben. Dazu gehören die Schwimmenden GĂ€rten am Ende der „Donauachsen“. Die Schwimmenden Gartenpontons sind wĂ€hrend der Gartenschau als intensive GrĂ€ser- und StaudengĂ€rten gestaltet. Ein weiterer „Besonderer Ort“ ist das flache Wasserbecken auf dem neuen Stadthallenplatz im Stadthallenpark. Hier schwimmen eine Vielzahl von ĂŒppig bepflanzten Schalen, auf dem Wasserspiegel und heißen die Gartenschaubesucher willkommen. Die breite Beckeneinfassung dient als Sitzgelegenheit und bietet sich als Treffpunkt fĂŒr die ankommenden Besucher an. Ein ganz „Besonderer Ort“ ist die BlĂŒtenfahrt am Fischdorfer Donauufer. Dort besteht die Möglichkeit, sich auf der Donau ein StĂŒck in einem als BlĂŒte gestalteten Boot treiben zu lassen und die Donauströmung aus nĂ€chster NĂ€he zu erleben. Auch der transluzente Tunnel auf der neuen DonaubrĂŒcke, im Bereich der Donauinsel, ist ein „Besonderer Ort“. Der schĂŒtzenswerte „Lebensraum Donauinsel“, wird hier durch die verweigerte Begehbarkeit und direkte Einsehbarkeit in Szene gesetzt. Installierte Fernrohre an der BrĂŒckenbrĂŒstung bieten die Möglichkeit, aus dem temporĂ€ren Tunnel heraus, die Pflanzen und Tiere der Donauinsel gezielt zu beobachten. Der Höhepunkt der Gartenschau ist eine Fahrt in einem Heißluftballon , der flussaufwĂ€rts an der westlichsten Donauachse verankert ist und dem Gartenschaubesucher einen einmaligen Überblick ĂŒber die Landesgartenschau aber auch ĂŒber die schöne Altstadt Deggendorfs und das abwechslungsreiche Umland ermöglicht.

WEGEKONZEPT GARTENSCHAU
Es bieten sich unterschiedlich lange Routen fĂŒr den Besuch der Gartenschau an. Der Hauptweg ermöglicht den Besuch aller AusstellungsbeitrĂ€ge auf beider Donauseiten. AbkĂŒrzungen können an verschiedenen Kreuzungen genutzt werden. Auch ein kĂŒrzerer Rundgang ist möglich, um die wesentlichen AusstellungsbeitrĂ€ge zu erleben.

PFLANZENVERWENDUNG
Hecken- und ZiergrĂ€serpflanzungen in den unterschiedlichsten Kombinationen sind die Leitidee fĂŒr die Pflanzenverwendung der Gartenschau. ZiergrĂ€ser in Ihrer großen optischen Varianz sind gut geeignet Luftströme sichtbar zumachen und passen thematisch zu der Wasserströmung der Donau. ZiergrĂ€ser dienen als RĂŒckrat aller Wechselflor- und Staudenpflanzungen. Die Raumbildung fĂŒr die Gartenschauthemen, erfolgt durch ein Wechselspiel von temporĂ€ren GrĂ€serhecken und dauerhaften Buchenhecken. Die Raumabfolgen in unterschiedlichen Breiten und Tiefen bilden die Grundlage fĂŒr die Vielzahl an ThemengĂ€rten und GartenschaubeitrĂ€gen.
Das WĂ€ldchen am Stadthallenpark ist auf den „zweiten Blick“ ein Arboretum, das typische Baumarten der Donauanreihnerstaaten prĂ€sentiert. Das Deichvorland ist in unterschiedliche WiesenqualitĂ€ten unterteilt. Rasen als Liege-/ Spielwiesen und Wildwiesen wechseln sich rhythmisch ab und geben dem Landschaftsraum den Namen „Donauwiesen“.
Die NatĂŒrliche Sukzession an den flach modellierten DonaustrĂ€nden, wird die IntensitĂ€t der StrandbegrĂŒnung vorgeben. Nur an den stadtnahen Strandbereichen sollte eine ĂŒbermĂ€ĂŸige BegrĂŒnung mit großen Gehölzen eingegrenzt werden.
Die Gehölzpflanzungen auf den „Donauwiesen“ resultieren grĂ¶ĂŸtenteils aus dem ausgelichteten Baumbestand. Unterholz sollte zu Gunsten der Orientierung und der Blickbeziehungen zum Fluss, in weiten Teilen des GelĂ€ndes unter BerĂŒcksichtigung der schĂŒtzenswerten Biotope, zurĂŒckgedrĂ€ngt werden.

DONAUBRÜCKE

ENTWURF
Die ĂŒberdachte Fuß- und RadwegebrĂŒcke, ĂŒberspannt als Stahlfachwerkkonstruktion die Donau bei Deggendorf. Sie ist in unmittelbarer NĂ€he, parallel zu einer eingleisigen BahnbrĂŒcke angeordnet, die ebenfalls eine Stahlfachwerkkonstruktion hat. Die Anordnung und die Neigung der Diagonalen im Stahlfachwerk der neuen BrĂŒcke, bilden die Konstruktionsmaße der BahnbrĂŒcke direkt ab, so dass in den Ansichten von den Flussufern aus, durch die Überlagerung, abhĂ€ngig vom Standort, mehr oder weniger engmaschige Netze entstehen. Dieser MoireĂ©-Effekt entsteht, bei einer fortlaufenden Bewegung des Betrachters durch eine Vielzahl an unterschiedlichen Überlagerungen der Fachwerkkonstruktionen und der feinen Seilabspannungen. Das Licht- und Schattenspiel der Stahlprofile unterstĂŒtzt das Muster.
Die fĂŒnf Felder der Fuß- und RadwegbrĂŒcke haben StĂŒtzweiten von 84.0m – 95.5m – 106.0m - 106.0m – 74.5m – die den Feldern der BahnbrĂŒcke entsprechen. Bei einer Ansicht von der Flussmitte aus (Standort AutobahnbrĂŒcke) verschwindet die BrĂŒcke beispielsweise fast vollstĂ€ndig.
Maße Stahlfachwerkkonstruktion neue Fuß- und RadwegebrĂŒcke, Achsmaße im Querschnitt h = 6.10m, b = 5.30m, eingleisige BahnbrĂŒcke, ebenfalls Stahlfachwerk h = 9.70m, b = 5.70m. Der durch die Überdachung gefasste Verkehrsraum auf der BrĂŒcke, wirkt wegen des sehr großen Abstandes der Fachwerkstreben im 10m Raster und der Höhe von h = 6.10m großzĂŒgig und offen, obwohl er Schutz bietet.
Die lichte Breite von 4.80m zwischen den Fachwerkstreben lĂ€ĂŸt FußgĂ€ngern und Radfahrern in beiden Verkehrsrichtungen ausreichend Platz.

PARKIERUNGSANLAGE

In einem eingeschossigen Topografiesprung, der gleichzeitig als Deich dient, wird die Parkierungsanlage fĂŒr die Landesgartenschau in Deggendorf konzipiert. Eine grĂŒne Wand verhĂŒllt die 600 EinstellplĂ€tze und gibt dem Festplatz eine immergrĂŒne Hintergrundkulisse. Kein Bauwerk mit einer klassischen Fassade tritt hervor, sondern eine begrĂŒnte Topografiekante. Erst auf den zweiten Blick erkennt man hinter einem immer- grĂŒnen Schleier, die großzĂŒgigen ParkplatzflĂ€chen. Die Anlage schmiegt sich mit einem minimalen Volumen in den Donaudeich.
Zentral gelegen in mitten der GaragenflÀche liegt ein besonders geheimnisvoller Garten. Dieser ist als heller Lichthof der zentrale Orientierungspunkt innerhalb der GaragenflÀche.

FASSADE
Ein kaum sichtbares filigranes Metallgewebe bildet gleichzeitig Rankhilfe fĂŒr Kletterpflanzen, als auch Raumabschluss der GaragenflĂ€che. Alle notwendigen Funktionen, WCs, BĂŒros, LagerflĂ€chen etc. können je nach FlĂ€chenbedarf als eingestellte Boxen unter das Dach der Parkierungsanlage, unter das Deichgartendach geschoben werden.

KONSTRUKTION
Grosse Spannweiten mittels vorgespannter Stahlbetonfertigteile, die auf punktuell gegrĂŒndeten StĂŒtzen aufliegen, ermöglichen wirtschaftliche Herstellungskosten und die geringste Versiegelung. Die der Donau zugewandte Wand der Parkierungsanlage, ĂŒbernimmt die Doppelfunktion des Raumabschlusses und ist gleichzeitig Spundwand und somit Hochwasserschutzlinie im Donaudeich. Hierdurch ist keine teure „weiße Wanne“ notwendig. Die BodenflĂ€che der Anlage wird minimalinvasiv ausgefĂŒhrt, die ParkplatzflĂ€chen werden mit einem Betonsteinpflaster mit DrĂ€nagefunktion und entsprechend großem Fugenanteil belegt. Eintretendes Wasser, Regen- oder Hochwasser, kann so schnellstmöglich wieder abfließen.
Picto

Picto

Picto

Picto

Nachnutzung

Nachnutzung

Nachnutzung

Nachnutzung

Picto

Picto

Gartenschau

Gartenschau

Gartenschau

Gartenschau

Nachnutzung

Nachnutzung

Promenade

Promenade

Promenade

Promenade

Gartenschau

Gartenschau

Parkdeck

Parkdeck

Parkdeck

Parkdeck

Promenade

Promenade

BrĂŒcke

BrĂŒcke

BrĂŒcke

BrĂŒcke

Parkdeck

Parkdeck

BrĂŒcke

BrĂŒcke