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Offener Wettbewerb | 09/2020

Landesgartenschau Ellwangen 2026

Jagstaue

Jagstaue

Anerkennung / Realisierungs- und Ideenteil

Planorama Landschaftsarchitektur – Maik Böhmer

Landschaftsarchitektur

Beurteilung durch das Preisgericht

Bewertung: Die Arbeit ermöglicht eine durchgehende und angemessene Renaturierung im offenen Landschaftsraum, zudem zeigt sie Ansätze zur Umsetzung eines altstadtnahen Parks, dessen Ausformulierung allerdings nicht ausreichend überzeugt. Attraktive, stadtnahe Nutzungsangebote fehlen. Die Jagst, als prägende Landschaftsstruktur, wird durch ein wabenartiges Wegenetz überlagert, welches als Gestaltungselement den Park strukturieren soll. Die Wahrnehmbarkeit dieser Gestaltungs-idee wird hinterfragt. Die zerstreute Anordnung der wegeflankierenden Aktionsflächen überzeugt nicht. Die Versätze im Wegenetz ermöglichen auch kein überzeugendes Radwegekonzept. Durch die haltlose Positionierung der Stadthalle mittig auf dem Schießwasen werden großzügige Nutzungsmöglichkeiten unmöglich. Dem Campingplatz dehnt sich weit in den sensiblen Auenbereich aus und ist in seiner Ausdehnung zu hinterfragen. Die Anbindung des Brückenparks an die Altstadt über die Brücken-konstruktion mit sehr enger Spindel überzeugt nicht. Ebenso fehlt die direkte, fußläufige Anbindung an das neue Gebäude (Fachmarkt). Der recht grün gehaltene Brückenpark mit den Sitzstufen hin zur Jagst fügt sich angenehm in den Landschaftsraum ein und stellt einen harmonischen Übergang zum Stadtpark dar. Im Bereich des Bahnhofes werden zwei neue Brücken zum künftigen Stadtpark vorgeschlagen, deren Realisierung als nur schwer durchführbar eingeordnet wird, da die Gleisanlagen tangiert werden. Gewässerökologie: Im stadtnahen Bereich sowie auch im Ideenteil wurden die Potentiale der Renatu-rierung nicht voll ausgeschöpft. Die gezeigten Ansätze ermöglichen aber eine naturnahe Weiterent-wicklung. Im Realisierungsbereich ist der dargestellte Jagstverlauf mit seinem Auengürtel angemessen. Korrespondenzbereich: Die vorgeschlagene Baumallee entlang des Sebastiansgrabens vervollständigt die Erlebbarkeit des historischen Stadtgrabensystems und stärkt die Klimaresilienz der Altstadt. Das gezeigte Ausstellungskonzept erstreckt sich über den gesamten Park, angelehnt an den Wegeverlauf. Die Innenstadt wird in das Ausstellungskonzept mit eingebunden. Auch wenn die Arbeit als wirtschaftlich günstigen Beitrag eingestuft werden kann, überzeugt sie in ihrer Gesamtheit aufgrund struktureller Mängel und fehlender Lösungsansätze nicht.
BĂĽrgerpark

BĂĽrgerpark

Konzeptplan

Konzeptplan

Ausstellungskonzept

Ausstellungskonzept

BrĂĽckenpark

BrĂĽckenpark

Auenpark

Auenpark