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Nichtoffener Wettbewerb | 11/2013

Lessing-Stadtteilschule und Alexander-von-Humboldt Gymnasium - Modernisierung, Erneuerung und Erweiterung

8

Anerkennung

Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB

Architektur

WGF Nürnberg

Landschaftsarchitektur

Beurteilung durch das Preisgericht

Städtebaulicher Gedanke dieses Entwurfs ist ein zentraler Schulhof, der von den beiden gegenüberliegenden Schulen gefasst wird und das Verbundgebäude und die Sporthalle an den Zugängen anordnet. Diese städtebauliche Disposition ist der Aufgabe angemessen und gut gelungen. Leider wird die Durcharbeitung der Außenanlagen dem Anspruch des Konzepts nicht gerecht. Pädagogisch problematisch ist dabei die fehlende Differenzierung des Außenbereichs, die eine notwendige Aufsichtssituation nicht zufriedenstellend ermöglicht. Die Platzierung des Verbundgebäudes erschwert die Einsehbarkeit des Geländes erheblich.

Die Umsetzung des pädagogischen Konzepts in Jahrgangsclustern ist ansatzweise gelungen, weist aber besonders in den Raumzuschnitten funktionale Mängel auf. Auch die schmalen Innenhöfe der Kammstruktur sind für eine schulische Nutzung nicht geeignet.

Baurechtlich weist die Arbeit ebenfalls erhebliche Mängel auf. Die Erweiterung des Gymnasiums und die Einbindung der südlichen Bestandsbauten sind akzeptabel.
Architektonisch präsentieren sich die Gebäude als ruhige rote Ziegelbauten mit Bandfassaden; sie wirken dabei nicht unangenehm, aber auch nicht sonderlich inspiriert.
Insgesamt legen die Verfasser einen Entwurf vor, der gerade mit seiner städtebaulichen Disposition überzeugt, leider aber im Detail wichtige Aufgaben nicht hinreichend löst.