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Nichtoffener Wettbewerb | 07/2026

Neubau am Schützenplatz in Jerxheim

Visualisierung
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Visualisierung

2. Preis

STUDIO SF Simon Fischer & Architekten GmbH

Architektur

faktorgruen

Landschaftsarchitektur

Erläuterungstext

Mit dem Neubau am Schützenplatz entsteht ein gemeinschaftliches Haus für Sport, Kultur und Dorfleben. Der Entwurf versteht sich als vermittelndes Element zwischen der gewachsenen Dorfstruktur und der angrenzenden Sportlandschaft. Entlang des Schützenplatzes formuliert der eingeschossige Baukörper eine klare Raumkante und stärkt die räumliche Fassung des Platzes. Bestehende Elemente wie die Mauer und Teile des Bestands werden integriert und tragen dazu bei, die Identität des Ortes weiterzuführen.

Als zentrales Rückgrat des Entwurfs verbindet der neue Sportboulevard den Schützenplatz mit den Sportanlagen. Eine Sitztreppe führt unmittelbar zu den Spielfeldern, während eine großzügige Terrasse zwischen den Sportplätzen einen gemeinsamen Treffpunkt für Sportler, Besucher und Vereinsmitglieder schafft. So werden Gebäude und Freiräume zu einem zusammenhängenden öffentlichen Ort verknüpft.

Im Inneren ermöglicht eine klare Organisation die parallele und flexible Nutzung durch Sport, Vereine und Dorfgemeinschaft. Mehrzwecksaal, Dorftreff und Speisesaal lassen sich je nach Veranstaltungsformat zusammenschalten oder unabhängig voneinander nutzen. Eine zentral angeordnete Küche, kurze Wege und die direkte Verbindung zu den Außenbereichen unterstützen effiziente Abläufe. Die Sportbereiche verfügen über einen separaten Zugang und sind unmittelbar an die Spielfelder angebunden.

Die eingeschossige und kompakte Gebäudestruktur verbindet dabei Wirtschaftlichkeit, Barrierefreiheit und langfristige Anpassungsfähigkeit. Die Architektur nimmt mit ihrer Maßstäblichkeit und Materialität Bezug auf die örtliche Bautradition und interpretiert insbesondere die Fachwerkarchitektur des bestehenden Schützenhauses neu. Wiederverwendete Klinkersteine aus dem Rückbau bewahren die materielle Erinnerung an den Ort, während die sichtbare Konstruktion, natürliche Materialien und großzügige Verglasungen die offenen und hellen Innenräume prägen. Weit auskragende Dächer schaffen geschützte Übergangszonen und erweitern die gemeinschaftlichen Nutzungen selbstverständlich in den Freiraum.

Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll:
„Der Entwurf überzeugt mit seiner selbstbewussten Setzung sowohl mit einem gelungenen Abschluss des Festplatzes, als auch mit einem geeigneten Abschluss des Dorfrands. In der Annäherung an das Gebäude überzeugt die offene transparente Gestaltung der einladenden filigranen Holzkonstruktion für die Gemeinschaftsnutzung. Die auffallend sachliche Kubatur macht die Sondernutzung im Kontrast zu den umgebenden Einfamilienhäusern ablesbar. (...) Der Grundriss ist im Erdgeschoss so geschickt organisiert, dass die Funktionsbereiche sinnvoll getrennt voneinander nutzbar sind. (...) Das Gebäude strahlt insgesamt eine große Leichtigkeit und gleichzeitig Robustheit aus, die dem vorgesehenen Zweck angemessen ist. Geschickt werden Anleihen bei Typologien von Nutzgebäuden wie Silo oder Scheune aber auch Fachwerk mit einer modernen Interpretation angewandt. (...) Diese moderne Gesamtanmutung wird im Zusammenhang mit der sonstigen Entwicklung der Jerxheimer Neubauprojekte positiv wahrgenommen.“


Wettbewerbsart | nicht offener Planungswettbewerb
Auslober | Gemeinde Jerxheim
Platzierung | 2. Preis
BGF | ca. 940 m²
Tagung des Preisgerichts | 2026
Team | J. Schumann, A. Zhdanova, M. Caferoglu, K. D‘Amico,
Landschaftsarchitektur | faktorgruen


Lageplan

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Ansicht

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Pikto

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