Nichtoffener Wettbewerb | 10/2025
Neubau Außenstelle BBS II Kerschensteiner-Schule in Delmenhorst
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Strassenperspektive
©STUDIOKUBIK
3. Preis
Preisgeld: 19.780 EUR
Architektur, Stadtplanung / Städtebau
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Verfasser:
Architektur, Stadtplanung / Städtebau
Beurteilung durch das Preisgericht
Die vorgeschlagenen Kubaturen werden aus den Anschlussmöglichkeiten der Nachbarbebauungen entwickelt und fügen sich in ihren Dimensionen in die Umgebung ein.
Die Jeansgasse wird durch eine Abfolge von drei kleinen Plätzen verlängert.
Durch die drei Plätze wird der Weg von der Langen Straße mit Blick auf den Kirchturm abwechslungsreich zoniert.
Um sich in den Kontext der Umgebung einzufügen, wird das Volumen der Schule in drei ineinandergreifende Baukörper gegliedert. Die Höhe des mittleren Bauteils wurde in Frage gestellt.
An der Langen Straße entstehen eindeutige Adressen für Gewerbe und Wohnen im Ideenteil und für das DELAB im Realisierungsteil.
Durch den sich in den Raum schiebenden mittleren Baukörper der Schule, wird der erste kleine Platz an der Langen Straße zur Adresse der Schule. Dass der eigentliche Eingang der Schule erst in der Mitte der drei Plätze liegt – nicht auf den ersten Blick von der Langen Straße aus erkennbar, wird auch kritisch gesehen.
Das ´lebendige´ Erdgeschoss der Schule verbindet das Schulfoyer mit einer Showküche und einem Restaurant. Der Theorieraum für die Hauswirtschaft ist allerdings nicht im Nahbereich der Küchen.
Gegenüberliegend werden die Plätze durch Gewerbeflächen bespielt.
Das qualitative Herzstück der Schule liegt in den oberen Geschossen: die offene Mitte am Hof bietet Raum für vielfältige Nutzungen und Begegnungen. Durch die Lage des Veranstaltungsraumes auf dem Dach wird befürchtet, dass die Erreichbarkeit für ältere Menschen eingeschränkt sein könnte.
Die Lernhausmitte liegt direkt an einem – wenn auch schmalen – Hof und ermöglicht auf jeder Ebene einen direkten Außenraumbezug.
Der Entwurf scheint auf einer wirtschaftlichen Basis zu stehen. Das Verhältnis von Bruttogrundfläche zu Nutzfläche ist gut, ebenso das Verhältnis von KGF zu BGF.
Der Wohnteil wird durch eine Laubengangerschließung zwischen Langer Straße und Bebelstraße geprägt. Diese bietet ein hohes Maß an Flexibilität für unterschiedliche Wohnungsgrößen und schafft Raum für Begegnung auf gemeinschaftlichen Terrassen.
Der mittlere Baukörper wirkt etwas klein, der nordwestliche Hof im Ideenteil etwas eng.
An der Kirchstraße wird ein eigenständiger Wohnungsbau vorgeschlagen, der als Drei- oder Vierspänner funktionieren kann.
Die Fassade zeigt ein deutlich neues Gebäude in einem ungewöhnlichen Gewand im gewachsenen Kontext.
Die großzügigen Glasfassaden machen die lebendige Nutzung der Schule im Stadtraum sichtbar und ermöglichen einen Außenraumbezug ins Innere. Bezüglich der Glasfläche zum Hof wurde die Frage nach dem sommerlichen Wärmeschutz gestellt.
Die Lochblechfassade wird hinsichtlich Langlebigkeit, Robustheit und Unterhalt kritisch gesehen.
Positiv bewertet wird der hohe Holzbauanteil in den Außenwänden, sowie die Absicht des „einfachen Bauens“ auf einem rationalen Grundraster. Auch die vorgeschlagene Holz-Hybridbauweise wird positiv bewertet.
Die Außenräume auf den drei Plätzen werden nachvollziehbar mit Bäumen und Hochbeeten gestaltet.
Die Absicht, diese intensiv zu begrünen und zu nutzen, wird ebenfalls positiv wahrgenommen.
Lageplan
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Piktogramm
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Erdgeschoss
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Oberste Geschoss
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Hofperspektive
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