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Nichtoffener Wettbewerb | 05/2025

Neubau Bartolomeo-Garelli-Schule in Bamberg

Blick auf den Hauteingang
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Blick auf den Hauteingang

3. Preis

Preisgeld: 11.100 EUR

h4a Gessert + Randecker Architekten | h4a Gessert + Randecker + Legner Architekten

Architektur

P-38 Landschaftsarchitekten + Stadtplaner Part mbB

Landschaftsarchitektur

Erläuterungstext

1 Städtebauliches Konzept
„Vorhang auf – Manege frei“: Mit dieser Leitidee möchte der Entwurf für die Bartolomeo-Garelli-Schule der Pädagogik Don Boscos baulichen Ausdruck verleihen. Das neue Gebäude wird als ein Ort der Hoffnung und als „Zuhause auf Zeit“ für junge Menschen gestaltet. Es strahlt Wertschätzung und Herzlichkeit aus und ermutigt Kinder und Pädagogen, über sich hinauszuwachsen. In einem sehr heterogenen städtebaulichen Umfeld setzt der Neubau ein selbstbewusstes Zeichen: Wie ein „Wanderzirkus“ mit seinen bunten Wagen gruppieren sich die einzelnen Nutzungseinheiten der Schule in ablesbaren Baukörpern zu einem Ensemble und bilden eine gemeinsame „Manege“ in Ihrer Mitte. Zur Straße und nach Süden hin wird der Blockrand der Wohnbebauung durch den L-förmigen Baukörper der Schule komplettiert, an der Süd-Ost-Ecke setzt er viergeschossig einen Hochpunkt als Zeichen und Adresse. Die Sporthalle wird hier im Stadtraum sichtbar. Zu den Hofräumen und Freiflächen im Westen werden die Baukörper abgestaffelt und aufgelöst. Die eingeschossige SVE schafft die notwendige Begrenzung zum Wohnhof im Norden, der 2-geschossige Baukörper der HPT komplettiert das freistehende Gebäude der Maisel-Brauerei nach Süden. Nach Süd-Westen öffnen sich das Ensemble fließend zu den Freibereichen. Der Charakter der Architektur ist leicht, spielerisch und phantasievoll.

2 Architektonisches Konzept
Der Haupteingang der Schule wird an der Kloster-Langheim-Straße organisiert. Von den dort angeordneten Haltebuchten für den Hol- und Bring-Verkehr betritt man direkt die Pausenhalle als zentralen Verteiler. Nach Süden verbindet sich die Pausenhalle mit der Sporthalle und nach Westen mit dem Pausenhof. Die beweglichen Fassaden können komplett geöffnet werden. So entsteht ein zusammenhängender, fließender Aktions- und Veranstaltungsbereich, der Innen- und Außenraum verwebt und für Pause, Bewegung, Versammlungen, Theater, Zirkus und unterschiedlichste pädagogische Angebote geeignet ist. Die Essensausgabe und Räume des Hausmeisters sind direkt an der Halle angeordnet. Über eine großzügige Treppe verbindet sich die Pausenhalle mit den Obergeschossen. Dort befinden sich im Norden die Bereiche des pädagogischen Personals. Die Klassen- und Gruppenräume werden im südlichen Baukörper in zwei „Lernclustern“ organisiert. Als „Schule in der Schule“ bieten diese ein hohes Maß an Flexibilität mit vielen Abstufungen zwischen individuellem und gemeinsamem Lernen und unterstützt die Realisierung moderner, offener und inklusiver Unterrichtsmethoden. Glaselemente zu den Bewegungszonen und zwischen den Räumen bieten ein hohes Maß an räumlicher Transparenz und schaffen eine helle, freundliche Lernatmosphäre. Die Fachräume werden am zentralen Treppenraum angeordnet. Im 3. OG öffnen sich die Werkräume und der Hauswirtschaftsbereich auf nutzbare Dachterrassen mit Dom- und Altenburg-Blick. Die SVE kann über die Pausenhalle und einen eigenen Eingangsbereich direkt von der Straße aus betreten werden. Gruppen- und Rhythmikraum liegen direkt am Pausenhof. Die HPT erhält einen eigenen Zugang über das historische Tor zum neuen Quartiersplatz im Norden. Im Erdgeschoss werden die Räume der Zirkuspädagogik sowie Kunst und Werken mit direktem Zugang zum Pausenhof und den Freiflächen angeordnet. Im Obergeschoss werden die Gruppen- und Nebenräume clusterartig um eine gemeinsame Mitte angeordnet und haben direkten Zugang auf eigene Dachterrassen. Die Sporthalle ist von der HPT und vom Parkplatz aus auf kurzem Wege erreichbar und extern nutzbar. Die Umkleiden können auch für die Freisportflächen genutzt werden. Alle Bereiche des Gebäudes und der Freianlagen sind barrierefrei erschlossen.

3 Freiraumplanerisches Konzept
Die Freianlagen bieten multifunktionale Zonen für sportliche Aktivitäten ebenso wie Zonen für Rückzug und Entspannung. Es finden sich zahlreiche Spielgeräte zur taktilkinästhetischen Förderung. Bodentrampoline, Klettersteine, ein Erlebnispfad mit Balancierbalken zwischen Bäumen und ein Barfußpfad laden die Kinder ein, ihre motorischen Fähigkeiten spielerisch zu entwickeln. Der Schwung der Sitzstufen innerhalb des Gebäudes setzt sich im Außenraum fort und bildet zur Sporthalle hin eine vielseitig nutzbare „Manege“. Die Bewegung der Stufen leitet in einen großzügigen Freibereich mit verschiedenen Sportangeboten über. Hier können sich die Schüler im Schatten unter den Bestandsbäumen sowie Neupflanzungen erholen und anderen beim Spielen zuschauen. Nach Westen löst sich das Schulgebäude zum Freibereich in Terrassen und überdachte Bereiche auf und wird mit integrierten Kletter- und Boulderwänden selbst zum „Bewegungsparcours“. Die Dachflächen werden ebenfalls pädagogisch genutzt: Neben einem Basketballcourt, Bewegungs- und Chillbereichen werden ein Schulgarten mit Hochbeeten, eine Essens- und eine Werkterrasse angeboten. Die weiteren Dachflächen sind im Sinne der Schwammstadt gestaltet und begrünt, wobei bei der Auswahl der Pflanzen auf klimaresiliente und insektenfreundliche Arten geachtet wird, um die Biodiversität zu stärken. Alle Freiflächen und die KfZ-Stellplätze werden mit geringstmöglicher Versiegelung ausgeführt.

4 Tragwerk und Fassade
Das Gebäude kann mit einer Höhe von max. 13m bis OKFB des obersten Geschosses und Nutzungseinheiten mit jeweils nicht mehr als 400 m2 in Gebäudeklasse 4 (Sonderbau) eingestuft werden. Dadurch wird eine wirtschaftliche Errichtung in Holzbauweise ermöglicht (tragende und aussteifende Bauteile hochfeuerhemmend). Die Gebäudestruktur wird als „Gerüst“ für veränderbare pädagogische Konzepte verstanden und entsprechend als modularer Holz-Skelettbau mit Stützen und Unterzügen aus Brettschichtholz und einer Holz-Balkendecke mit Brettsperrholz-Deckenplatte konstruiert. Der notwendige Schallschutz wird durch eine schwere Schüttung im Bodenaufbau und durch Entkopplung der Holzstützen mit hochbelastbaren Elastomerlagern sichergestellt. Die Holzoberflächen bleiben sichtbar, machen so die Gebäudekonstruktion ablesbar und schaffen ein angenehmes Raumklima und eine warme und freundliche Lernatmosphäre. Die Fassade wird im gleichen Modulraster aus vorgesetzten nichttragenden Holzrahmen-Elementen konstruiert, in die Fenster- und Türelemente in Holz-Alu-Bauweise eingesetzt werden. Die äußere Hülle besteht aus einer hinterlüfteten Holzfassade mit vertikaler Lattung, die mit einer mineralischen Lasur farbig gestaltet wird. Die großflächig verglasten Räume im Erdgeschoss (Pausenhalle, Sporthalle) erhalten eine Holz-Alu-Pfosten-Riegel-Fassade, die ebenfalls elementiert und vorgefertigt werden kann. Das Tragwerk der Sporthalle, die Bodenplatte und die aussteifenden Treppenhäuser werden in Stahlbetonbauweise errichtet.

5 Brandschutzkonzept
Die Räume werden funktionsgerecht in Nutzungseinheiten von <400m2 zusammengefasst, die brandschutztechnisch voneinander abgetrennt werden. Jede Nutzungseinheit kann über eine notwendige Treppe als 1. Rettungsweg bzw. direkt ins Freie verlassen werden. Die maximal zulässigen Rettungsweglängen werden eingehalten. Der 2. Rettungsweg führt über die jeweils angrenzende Nutzungseinheit oder direkt ins Freie. Innerhalb der Nutzungseinheiten müssen keine Brandschutz-anforderungen an die Bauteile berücksichtigen werden, so dass Trennwände transparent gestaltet und die Verkehrsbereiche möbliert und pädagogisch genutzt werden können. Das Gebäude wird mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet.

6 Nutzerkomfort
Ziel ist ein hoher Innenraumkomfort mit möglichst geringem technischen Aufwand („Low-Tech“-Prinzip). Die vorgeschlagenen technischen Lösungen zeichnen sich dabei durch Alltagstauglichkeit, Robustheit und Wirtschaftlichkeit im Betrieb aus:
Raumlufttechnischer Komfort: Die Tiefe und Ausrichtung der Räume ermöglichen eine natürliche Lüftung aller Räume über Dreh-Kipp-Flügel. Zur Vermeidung erhöhter CO2-Konzentrationen und zur Wärme- und Feuchterückgewinnung wird für die Unterrichtsräume ein „hybrides Lüftungskonzept“ mit Stoßlüftung über die Fenster in Kombination mit einer hocheffizienten zentralen Lüftungsanlage als „Grundlüftung“ (ohne aufwändige Steuerungstechnik) empfohlen. Die Lüftungsgeräte können auf dem Dach positioniert werden. Nur die Zuluft wird mit einem Kanalnetz in die Räume geführt. Über Schalldämpfer erfolgt eine Überströmung in die Verkehrsbereiche, wo die Abluft zentral abgeführt wird. Die Holzoberflächen und Lehmbaustoffe der leichten Trennwände wirken feuchtigkeitsregulierend, binden Gerüche und Schadstoffe und schaffen ein natürliches Raumklima. Durch die Bepflanzung der Freianlagen, Dächer und Fassade wird das Mikroklima im Nahbereich des Gebäudes verbessert.
Thermischer Komfort: Die Heizung erfolgt über die städtische Fernwärme und eine Fußbodenheizung, die ein hohes Maß an Behaglichkeit bietet und den Kindern auch Spielen und Lernen „am Boden“ ermöglicht. Für den sommerlichen Wärmeschutz wird der Fensterflächenanteil auf das notwendige Maß beschränkt. Die Fenster werden mit einem automatisch gesteuerten außenliegenden Sonnenschutz ausgestattet. Durch die Verwendung von Lehmbauplatte und Lehmputz wird Speichermasse geschaffen. Für die Behaglichkeit in den heißen Monaten wäre eine passive Kühlung mit einem Grundwasserbrunnen über die Fußbodenheizung oder alternativ eine Adiabate Abluftkühlung über den Grundwasserbrunnen möglich.
Schallschutz und Akustischer Komfort: Gemäß Schallschutzgutachten werden die Außenlärm-Grenzwerte durch die Gewerbenutzung im Osten nur nachts überschritten. Für die Schulnutzung am Tag wäre daher trotz der Einschränkungen im B-Plan eine natürliche Lüftung auch nach Osten möglich. Durch Prallscheiben an den Fenstern oder eine mechanische Lüftung könnte die Situation optimiert werden. Trotzdem werden nur Aufenthaltsräume nach Osten orientiert, die nicht den gesamten Tag über genutzt werden (Fachklassen, Besprechung etc.). Die Unterrichtsräume, die HPT, SVE und ständigen Büroarbeitsplätze werden schallgeschützt zum Hof und nach Süden angeordnet. Die Decken aller Räume und Flure werden zwischen den sichtbaren Holzbalken vollständig mit akustisch wirksamen Abhangdecken aus Holzwolle-Leichtbauplatten belegt. Dadurch kann auf weitere akustische Maßnahmen verzichtet werden. Die Wandflächen bleiben für die pädagogische Nutzung frei.
Visueller Komfort: Alle Aufenthaltsräume bieten gute natürliche Belichtung und Außenraumbezug und erhalten eine tageslichtgesteuerte LED-Beleuchtung. Die Bewegungszonen werden ebenfalls direkt oder über Seiten- und Oberlichter natürlich belichtet. Der Sonnenschutz wird als textile Zip-Markise ausgebildet. Diese bietet Sonnen- und Blendschutz bei gleichzeitigem Außenraumbezug durch die Transluzenz des Behanges. Helle und natürliche Materialien und Farben schaffen eine entspannte und gleichzeitig anregende Lernatmosphäre, eine kontrastreiche Gestaltung unterstützt die Orientierung und Inklusion.

7 Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit
Durch die kompakte und modulare Bauweise, die Verwendung nachhaltiger und robuster Baumaterialien und ein reduziertes Technikkonzept wird die Grundlage für ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit bei den Investitions- und Betriebskosten bei gleichzeitig hohem architektonischem wie ökologischem Anspruch gelegt. Durch die Skelettbauweise mit leichten Trennwänden sind die Raumstrukturen flexibel anpassbar. Eine Erweiterung des Schulgebäudes ist durch Aufstockung aller ein- bis dreigeschossigen Gebäudeteile möglich. Die Baukonstruktion nutzt die positiven Eigenschaften einer trockenen Bauweise: Die Einzelteile können gemäß dem „Cradle to Cradle“-Prinzip sauber getrennt und wiederverwendet oder recycelt werden. Alle Elemente der Tragkonstruktion und der Fassaden werden als „Baukastensystem“ in der Fabrik vorgefertigt und „just in time“ auf die Baustelle geliefert. Dies reduziert die Bauzeit und die Störungen für die Nachbarschaft. Alle nichttragenden Wände werden als leichte Trennwandkonstruktionen mit Holzständerwerk und Holzwollefüllung ausgeführt. Damit ergibt sich in Summe eine äußerst geringe Konstruktionsfläche von ca. 10 % der BGF. Die Betonbauteile können mit Zuschlägen aus rezyklierten Gesteinskörnungen (RC-Beton) hergestellt werden. Der Energiebedarf wird durch eine hochwertige Gebäudehülle mit hohem Dämmstandard und durch den maximalen Einsatz von regenerativen Energien erreicht: Für den Eigenbedarf werden eine Photovoltaik-Anlage und Solarkollektoren für die Warmwasserbereitung geplant. Die überschüssige Energie der PVE Anlagen könnte in Batterie- oder Eisspeichern (unter der Bodenplatte) gespeichert werden. Das Gebäude wird mit kleinstmöglichem UG ausgeführt und beansprucht damit die Ressource Boden so gering wie möglich. Die Versickerung des Regenwassers wird über Sickermulden und Rigolen auf dem Grundstück sichergestellt. Die Dächer werden mit einer Retentionsfähigkeit zur Abmilderung von Starkregenereignissen ausgeführt. Das Regenwasser wird in einer Zisterne gesammelt und als Grauwasser für die Toilettenspülung, Bewässerung der Freianlagen und der Fassadenbegrünung genutzt.

Beurteilung durch das Preisgericht

Das Konzept schließt die beiden städtebaulichen Vorgaben des Häberlebaus und der Wohnbebauung nach Süden mit einem C-förmigen Baukörper ab. Die Baukörper sind in der Art einer Wagenburg mit differenzierter gestalterischer Ausprägung um den Hof gruppiert. Der bauliche Anschluss an die Nachbargebäude ist überzeugend. Nach Südosten wird der Baukörper um ein drittes Obergeschoss erhöht. Die Sporthalle ist um ca. einen Meter im Gelände eingegraben, das Erdgeschoss ist etwas überhöht, um die notwendige Raumhöhe in der Sporthalle nachzuweisen. Hieraus resultiert der im Verhältnis zum Flächenbedarf höhere Brutto-Rauminhalt. Das Pädagogisches Konzept und die innere Struktur der Einheiten ist überzeugend. Die Eingänge zu den Funktionseinheiten HPT, SVE und Schule sind voreinander getrennt. Auch die Trennung der Schule in zwei Geschosse ist pädagogisch richtig. Kritisch zu sehen ist die fehlende Verbindung im Gebäudeinneren zwischen dem Obergeschoss der HPT und der Schule. Das gestalterische Konzept mit der Addierung der gut proportionierten Baukörper über- zeugt, die Fassaden werden locker gegliedert durch differenzierte Fenstergrößen und vermeiden die Einheitlichkeit großer Schulkomplexe. Das Freiraumkonzept bildet inhaltlich und formal die differenzierten pädagogischen und ökologischen, Anforderungen sehr schlüssig ab. Sensitive Erfahrungen und robuste, funktionierende Freiraumelemente werden sehr selbstverständlich kombiniert.

Die zusätzlichen Nutzungsangebote auf den Dachterrassen ziehen Herausforderungen bzgl. Pausenaufsicht und Sicherheitsaspekten nach sich. Die Erschließung erfolgt von der Kloster-Langheim-Straße über die Pausenhalle und von der Westseite über den Maiselplatz in die HPT. Die Erschließung für die einzelnen Funktionsbereiche ist voneinander getrennt und ermöglicht eine konfliktfreie Abwicklung des Schulbetriebs. Die Barrierefreiheit ist gegeben; durch zwei Aufzüge allerdings aufgrund der Baukörperkonzeption etwas aufwendig. Im Erdgeschoss ist ein behindertengerechtes WC nachgewiesen (Bereich SVE). Die Anforderungen des schulischen Konzepts sind sehr gut umgesetzt, die Organisation der HPT über zwei Etagen ist allerdings personalaufwändig. Die Schule ist untergliedert in Nutzungseinheiten < 400 Quadratmeter, die brandschutz- technisch voneinander abgetrennt werden. Jede Nutzungseinheit kann über eine notwendige Treppe als ersten Rettungsweg bzw. direkt ins Freie verlassen werden, der zweite Rettungsweg führt über die jeweils angrenzenden Nutzungseinheiten. Der bauliche Auf- wand zur Trennung in Brandabschnitte ist daher relativ gering. Die bauliche Konstruktion besteht aus Holz-Tafel Elementen und Trägern. Der Schallschutz in den Decken ist durch geeignete Maßnahmen nachzuweisen. Die Tageslichtbelichtung ist gegeben. Eine Unterstützung durch Kunstlicht in den tieferen Klassenräumen ist in je- dem Fall erforderlich. Die vorgeschlagenen Konzepte zur Technik erscheinen plausibel. Die vergleichsweise geringe Bruttogeschossfläche, sowie der Bruttorauminhalt, der sich im Mittelwert wiederfindet, lassen eine durchschnittliche Wirtschaftlichkeit des Projekts er- warten. Die Fassaden mit Holzelementen erfordern voraussichtlich einen erhöhten Pflege- aufwand. Die Fensterflächenanteile an den dargestellten Außenfassaden sind in ihrem Anteil kritisch zu hinterfragen. Nach den dargestellten Fensteröffnungen ist hier der sommerliche Wärmeschutz, insbesondere die Aufheizung auf der Ostseite zu hoch zu erwarten. Eine detaillierte Prüfung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, da keine Fensterelemente in den Grundrissen verortet sind. Die Unregelmäßigkeit der Fensterflächen in Bezug auf die da- hinter liegenden Nutzräume muss hinsichtlich einer gleichmäßigen Tageslichtversorgung überprüft werden. Aufgrund des hohen Fensterflächenanteils sind die energetischen Kenn- werte zu optimieren und nachzusteuern. Die gewählte Materialität und die energetische Konzeption erscheinen ausgewogen. Insgesamt stellt die Arbeit einen guten Beitrag für den Neubau der Bartolomeo-Garelli- Schule dar.
Schwarzplan

Schwarzplan

Lageplan

Lageplan

Einladender Pausenhof

Einladender Pausenhof

Schnitt

Schnitt

Ansicht Nord

Ansicht Nord

Piktogramm Nutzungsverteilung

Piktogramm Nutzungsverteilung