Nichtoffener Wettbewerb | 07/2025
Neubau Besuchsinformationszentrum und Seminargebäude der Gedenkstätte Sachsenhausen
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Neubau
©AFF | POLA
Anerkennung
Preisgeld: 7.500 EUR
Architektur
Beurteilung durch das Preisgericht
Der Entwurf referenziert das vorhandene, in der DDR-Zeit 1961 realisierte Museumsgebäude, das sich in unmittelbarer Nähe vor dem Eingang (Lagertor) des ehemaligen Konzentrationslagers befindet. Die Entwurfverfasser:innen greifen die Blockstruktur des Bauwerks auf und transformieren das architektonische Konzept dieses Nachkriegs-Innenhofgebäudes auf das Wettbewerbsgelände. Durch eine Teilung des Blocks entstehen zwei Baukörper (das BIZ und das Seminargebäude), die nochmals verfremdet, sich um das vorhandene Fragment und Teil-Rekonstrukt des ehemaligen SS-Wirtschaftsgebäude beidseitig gruppieren. Diese „Umklammerung“ erzeugt zwar einen unmittelbaren Bezug zwischen dem BIZ bzw. dem Seminargebäude mit dem Baudenkmal. Der Entwurf lässt jedoch eine konkrete Interaktion vermissen. Aus denkmalpflegerischer Sicht wird die unklare Trennung zwischen den Neubauten und dem Baudenkmal kritisch gesehen.
Die Referenzierung des DDR-Baus für die Konzeptentwicklung des Wettbewerbsbeitrags scheint nur bedingt geeignet, da die Bezugnahme auf diese Zeitschicht und diesen Baukörper in der Logik der Aufgabenstellung nicht nachvollziehbar ist.
Ein offenes Plateau, erreichbar durch Rampen und Treppen, verbindet die Baukörper miteinander, was die barrierefreie Erschließung erschwert.
Der Entwurf mit der Einbeziehung des Täter-Gebäudes lässt neue, spannungsvolle Blickbeziehungen entstehen, es ist jedoch zu hinterfragen, ob dieser der historischen Dimension der Aufgabe gerecht wird.
In funktionaler Hinsicht erfüllt der Beitrag im Wesentlichen die Anforderungen. Allerdings werden die Dimensionen der Funktionsflächen und die Anordnung der Lagerflächen als nicht auskömmlich bzw. nicht optimal eingeschätzt.
Besonders hervorzuheben ist bei diesem Beitrag die Thematisierung der Täterebene.
Freiraum
©AFF | POLA
Einbindung
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