Nichtoffener Wettbewerb | 04/2026
Neubau Bürgersaal und Neugestaltung Ortsmitte in Oberreichenbach
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Perspektive
©Henchion Reuter Architekten
1. Preis
Preisgeld: 20.998 EUR
Architektur, Stadtplanung / Städtebau
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Verfasser:
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Mitarbeitende:
Transsolar Energietechnik GmbH
Energieplanung, Nachhaltigkeitskonzept
Erläuterungstext
Entwurfskonzept
Oberreichenbach hat durch die Möglichkeit der Neugestaltung der Ortsmitte und die Errichtung eines Gemeinschaftshauses mit Bürgersaal die einmalige Chance, einen lebendigen und attraktiven Ort für Kultur und Austausch zu schaffen. Unser Ansatz ist es, die vorhanden Qualitäten, sowie aktuelle Anforderungen und Bedarfe angemessen und harmonisch in das historische Ortsbild einzufügen und dabei zukunftsweisende Akzente zu setzen.
Zentrum und Herzstück von Oberreichenbach wird der an der Hauptstraße nach Westen verschobene neue Dorfplatz. Zusammen mit dem Haus Hauptstraße 17, jetzt „Haus der Vereine“, der evangelischen Kirche, dem ehemaligen Schulhaus, und dem Neubau des Bürgersaals bildet er ein stimmiges und ausgewogenes Ensemble. Durch die Einbeziehung vorhandener Bausubstanz sowie die Aufnahme der traditionellen fränkischen Bauweise für die Neubauten, die dem Prinzip Haus/Stall/Scheune als klare Baukörper mit schlichtem steilem Satteldach folgen, entsteht ein neuer Ort mit hoher gestalterischer und freiräumlicher Qualität und großer Selbstverständlichkeit. Gleichzeitig werden historische Bezüge aufgegriffen bzw. wieder hergestellt. Der ehemalige Dorfplatz wird mit seinem Baumbestand zum klimaaktiven und vielfältig nutzbaren Bürgergarten, welcher sich südlich des neuen Bürgersaals, zum Eichenbach als Naturspielplatz entwickelt.
Haus Hauptstraße 17
Das Haus Hauptstraße Nr. 17 mit seinem ortbildprägenden Charakter bleibt erhalten und wird wichtiger Bestandteil der neuen Mitte von Oberreichenbach. Im Erdgeschoss werden hier die Räume für die Vereine untergebracht, welche wiederum über ein eingeschossiges Verbindungsbauwerk an das Foyer und den Bürgersaal, sowie entsprechende Nebenräume angebunden sind. Für das Obergeschoss schlagen wir eine über die Schwalbengasse getrennt erreich- und vermietbare Wohnung vor.
Das Ensemble Haus Hauptstraße 17, Verbindungsbau und Neubau Bürgersaal folgt in seiner Maßstäblichkeit und Anordnung der klassischen Hoftypologie Haus/Stall/Scheune sowie der historischen Bebauung des Ortes.
Bürgersaal
Der Neubau für den Bürgersaal liegt, von der Hauptstraße zurückgesetzt, an dem neuen Dorfplatz gegenüber der Kirche und dem ehemaligen Schulhaus. Ein überdachter Vorbereich sowie ein transparentes, helles Foyer empfangen die Besucher. Foyer und Saal sind gut getrennt aber auch zusammen nutzbar. Verbindungsmöglichkeiten mit dem Außenraum sind gegeben und bieten zahlreiche Nutzungsvarianten. Im Obergeschoss gibt es neben einem Lager- und Technikraum, ein Raum zur freien Verfügung z.B. als Jugendraum, oder aber weitere Vereinstätigkeiten etc.. Die Küche im Erdgeschoss verfügt über eine gute Lager- und Anliefermöglichkeit direkt von der Schwalbengasse aus sowie eine Theke direkt ins Foyer.
Haus Hauptstraße 13 und Nebengebäude
Durch den Abbruch des Hauses Hauptstraße 13 wird die Sichtachse von Osten durch den Bürgergarten auf den Neubau des Bürgersaales freigestellt und eine entsprechende Verbindung möglich.
Für das Nebengebäude Haus Hauptstraße 13 schlagen wir verschiedene Varianten bzw. Nutzungsmöglichkeiten vor.
a.) Es bleibt als „Bürgerscheune“ erhalten und wird, wie bisher, als Veranstaltungsort und Lagerfläche genutzt.
b.) Wie vorher jedoch erhält es eine kleine Erweiterung in Holzbauweise Richtung Osten, welche den Baukörper ergänzt/abrundet, und im EG einen überdachten Freisitz mit Brotbackofen anbietet. Im Obergeschoss wird der bereits vorhandene Dachraum als Lager- und Aktionsfläche erweitert.
c.) Es wird durch einen Neubau mit Wohnnutzung (4 kleine Wohnungen zur Vermietung) ersetzt.
Ideenteil südlich des Eichenbachs
Auf dem Grundstück südlich des Eichenbachs schlagen wir zwei versetzt zueinanderstehende Mehrfamilienhäuser mit 2 Geschossen + Dach und je 5 Wohnungen vor.
Freiraumkonzept
Mit dem Bau des neuen Bürgersaals entsteht die Möglichkeit, die öffentlichen Freiräume neu zu organisieren und ein lebendiges grünes Herz für alle Bürger*innen im Ortszentrum zu schaffen. So entsteht durch die Setzung des Bürgersaals ein gefasster Dorfplatz im Zusammenspiel mit Kirche und ehemaliger Schule. Der bestehende Obstbaumhain wird auf einer Fläche aus wassergebundener Wegedecke weiterentwickelt und zu einem schattigen Sitzbereich bzw. beliebtem „Bouletreff“. Durch den offenporigen Belag kann das Regenwasser auf dem multifunktionalen Platz bereits teilweise versickern. Das restliche Regenwasser der Belags- und Dachflächen wird in einer Zisterne unter dem Platz gespeichert und zur Bewässerung der Gehölze in Trockenperioden genutzt. Entlang der Hauptstraße markieren Fahnenmasten und der Maibaum die Besonderheit des Platzes als neues Ortszentrum. Durch die Verlagerung des Dorfplatzes nach Westen können die restlichen Freiflächen zu einem zusammenhängenden klimaaktiven Bürgergarten entwickelt werden, welcher Angebote für alle Bevölkerungs- und Altersgruppen bereithält. Der Bürgergarten schafft zudem eine Durchwegung von der Schwalbengasse entlang des Eichenbachs bis zur Hauptstraße. Hier wird der bisherige Dorf-(park)platz zur Festwiese umgestaltet und schafft das grüne Pendant zum befestigten Platz am neuen Bürgerhaus. Im Schatten der Bestandsbäume wird ein Ort für die Jugend geschaffen. Mit Tischtennisplatte und Outdoorfitnessgeräten wird es einen Treffpunkt zum Sehen und Gesehen-Werden geben. In der dargestellten Entwicklungsoption, mit der „Bürgerscheune“ im Nebengebäude Haus Hauptstraße 13, entstehen ein überdachter Sitzbereich mit Brotbackofen und Bezug in den Bürgergarten. Der nördliche Zugang orientiert sich zum Verbindungsweg zwischen Dorfplatz und Festwiese. Hier entsteht ein kommunikativer Sitzbereich mit einem neuen Brunnenbecken. Der südliche Bereich am Eichenbach wird als naturnaher Spiel- und Lernort gestaltet. Weiden und Erlen sorgen für eine natürliche Verschattung. Teile der zu fällenden Pappel werden zum Spielobjekt im abgeflachten Uferbereich. Im Spiel, z.B. Staudämme bauen, über Steine und Stämme klettern und im Bächlein die Füße abkühle, werden alle kindlichen Sinne gefördert.
Konstruktions- und Materialkonzept
Altbau - Der Gebäudebestand bietet durch seine tragende Massivbauweise eine gute Basis als Speicher- und Ausgleichsmasse. Eine neue Horizontalabdichtung gegen aufsteigende Bodenfeuchte wird erforderlich. Zur energetischen Verbesserung wird auf der Außen- und Innenseite ein Dämmputz vorgeschlagen. Die charakteristisch wichtigen Fenstereinteilungen inkl. Klappläden bleiben erhalten bzw. werden in Anlehnung an die historische Fassung neu hergestellt. Für die Dacheindeckung wird eine zeit- und ortstypische Biberschwanzeindeckung vorgesehen.
Neubau - Der Neubau wird als stringenter Holzbau konzipiert. Lediglich die erdberührende Bodenplatte wird aus Stahlbeton realisiert. Hierauf entsteht ein Holzskelettbau mit Stützen in Brettschichtholz.
Das Tragwerk des Hauptdachs besteht aus einem symmetrischen Satteldach, welches allerdings den Innenraum des Saals asymmetrisch überdeckt. Dieser Randbedingung folgend, wird auch die Auflagerung und damit das Dachtragwerk asymmetrisch konzipiert. Es entsteht ein Raumfachwerk aus Brettschichtholz und stählernen Zugstangen. Als Ersatz für die fehlende „Deckenebene“/Traufscheibe wird ein flächiger Diagonalverband an die Unterspannung des einseitig unterspannten, langen Sparren angebunden. Dieser Diagonalverband koppelt einerseits die Sparrenfüße horizontal und trägt gleichzeitig die Horizontallasten aus Wind zu den ausgesteiften Giebelwänden. Kreuzverbände finden sich gleichermaßen auch in der Unterspannung des langen Sparrens wieder. Hierdurch muss nur jeder 2. Sparren direkt über einen Steher unterstützt werden. Die Lastverteilung zum Nachbarsparren wird über eine konstruktiv durchlaufende Zange realisiert. Durch die gewählte Konstruktion entsteht ein hocheffizientes, steifes und gleichzeitig filigranes Tragwerk. Der Dachraum bleibt durch die schlanken Bauteile offen und voll erlebbar. Das Tragwerk nimmt sich einerseits zurück und betont die asymmetrische Raumgeometrie sehr dezent, kreiert aber gleichzeitig einen eleganten Spannungsraum, der den Lastabtrag erlebbar macht.
Innenwandbereiche bestehen aus einzelnen Tafeln/Elemente und können vor Ort in kürzester Zeit eingehoben, und kraftschlüssig verbunden werden.
Auch die Fassaden können als elementierte Bauteile aus Holz- bzw. Holzwerkstoffen vorgefertigt und hergestellt werden. Sie sind grundsätzlich selbsttragend und werden an das tragende Skelett angehangen oder vorgestellt.
Die Beschränkung auf den nachhaltigen Baustoff Holz garantiert eine wirtschaftliche und zeitsparende Bauweise.
Im Inneren überwiegen helle Naturfarbtöne an Wänden, Böden und angenehme Holzoberflächen für die Decken, mobile Trennwandsysteme, Türen und Einbauten. Die Fensterkonstruktionen werden als Holz-Aluminiumkonstruktion (innen/außen) vorgeschlagen. Insgesamt entsteht eine angenehme, angemessene und nachhaltige Gestaltung. Die äußere Erscheinung wird durch die rot lasierte Holzfassade und den ruhigen zeitlosen Baukörper geprägt.
Weitere Angaben sind im Fassadenschnitt mit entsprechender Legende auf den Plänen enthalten.
Klima- und Energiekonzept
Ziel des Klima- und Energiekonzeptes ist es durch eine Kombination von passiven und aktiven Maßnahmen den Aufwand für den Bau und Betrieb der Gebäude zu minimieren und gleichzeitig eine hohe Nutzungsqualität zu gewährleisten, so dass ein hohes Maß an Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit erreicht wird. Für einen zeitgemäßen und zukunftsfähigen Neubau ist dabei anzustreben, lokale Potentiale so weit wie möglich auszunutzen, um einen möglichst hohen Anteil der für den Gebäudebetrieb nötigen Energie aus erneuerbaren Quellen direkt am Standort bereitzustellen. Außerdem besteht ein Anspruch darin, nur so viel Gebäudetechnik wie nötig vorzusehen und ansonsten eine hohe passive Eigenfunktionalität und ein robustes Betriebsverhalten zu priorisieren („Low-tech“). Um diese Zielstellungen bestmöglich zu erreichen und Synergieeffekte nutzbar zu machen ist ein integraler Konzept- und Planungsansatz erforderlich.
Die Konzipierung des Neubaus in Holzbauweise und die durchdachte Sanierung des Bestandsgebäudes sichern bereits in der Errichtungsphase einen minimierten Fußabdruck an „grauer Energie“. Die Ausführung der Gebäudehülle erfüllt mindestens den aktuellen GEG-Standard und somit einen wirksamen und wirtschaftlichen Wärmeschutz für Neubau und sanierten Bestand.
Die Beheizung des Ensembles erfolgt über einen Anschluss an ein Nachwärmenetz, das mit nachwachsenden Rohstoffen über die benachbarte Hackschnitzelanlage gespeist wird. Damit stehen auch flexible Betriebstemperaturen für den Bestand und den Neubau / Bürgersaal zur Verfügung. Im Bestandsgebäude (sowie den Nebenräumen im Neubauteil) kann weiter mit einfachen Heizkörpern gearbeitet werden, während im Foyer und dem Bürgersaal eine Fußbodenheizung vorgesehen ist.
Raumkühlung ist nicht vorgesehen und auch nicht erforderlich. Durch die Öffnung des Neubaus hauptsächlich in nördlicher Richtung besteht im Zusammenhang mit dem Dachüberstand bereits ein guter baulich-passiver Schutz vor solaren Wärmelasten. Andere Verglasungen erhalten einen außenliegenden Sonnenschutz.
Zur Belüftung ist im Sinne der Einfachheit zunächst ein natürliches Lüftungskonzept vorgesehen, da alle Räume über Fassadenzugang verfügen. Im Bürgersaal besteht die Möglichkeit zur wirksamen Querlüftung – im Bedarfsfall auch unter Einbeziehung des Foyers zur „Vorkonditionierung“ bei niedrigen Außentemperaturen – über Öffnungen im Dachbereich, die auch zur Nachtlüftung und passiven Entwärmung im Sommer eingesetzt werden. Die große Raumhöhe / Raumvolumen hilft in Bezug auf die Luftqualität auch bei Veranstaltungen mit hoher Belegungsdichte. Optional besteht die Möglichkeit, im OG über der Küche ein kompaktes Lüftungsgerät zur Versorgung des Bürgersaales mit einer Grundlüftung zu berücksichtigen.
Die Dacheindeckung des Bürgersaales lässt sich auf der südlichen Dachhälfte mit farblich angepassten Photovoltaik-Modulen ausführen, um erneuerbaren Strom am Standort zu erzeugen. Dabei erscheint eine PV-Anlagengröße im Bereich von 15 kWp möglich, deren Ertrag von etwa 14 MWh/a die Versorgung von Verbrauchern über das Ensemble selbst hinaus ermöglicht (z.B. Elektromobilität o.ä.). Durch den optionalen Einsatz eines Batteriespeichers kann darüber hinaus die Eigenbedarfsdeckung und damit Wirtschaftlichkeit weiter verbessert werden.
Das auf den Dachflächen anfallende Regenwasser wird in einer Zisterne gesammelt und steht als Grauwasser für die Außenbewässerung oder aufbereitet für die Toilettenspülung zur Verfügung.
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Arbeit überzeugt durch den städtebaulich richtigen Ansatz, auf der historischen Winkelsetzung des „ehemaligen Gretelhofs“ aufzubauen und den Bürgersaal als Neuinterpretation des ehemaligen Scheunengebäudes zu verstehen.
Dazu wird dem erhaltenen Bestandsgebäude Hauptstraße 17 zunächst ein geschickt angeordneter Treppenanbau im Süden angesetzt, der es ermöglicht, das Gebäude ohne zu große aufwendige Eingriffe in die Substanz zu erschließen. Die vorgeschlagenen Nutzungen für Vereinsräume sind gut gesetzt, ermöglichen auch Kanzlei- und Gemeinderäume und sind dafür mit den vielfältigen Zugängen gut erschlossen.
Der Verbindungsbau zum Saal erhält die notwendigen Nebenräume und wird in der Gestaltung folgerichtig als untergeordneter Gebäudeteil gestaltet, dem es gelingt, als Verbindungsglied zwischen den beiden Hauptgebäuden zu vermitteln.
Der Saal wird direkt über den Vorplatz über das Foyer erreicht, das eine transparente Verbindung in den südlichen Parkbereich schafft und durch den direkten Zugang zur Küche vielfältig bespielbar macht. Auch der Saal selbst lässt sich sowohl vom Platz als auch vom Park her betreten und erleben. Hierdurch kann eine große Vielfalt an Veranstaltungen ermöglicht werden.
Das vorhandene Scheunengebäude wird ebenfalls erhalten und diesem eine Vielzahl an Funktionen zugeordnet, die von einfachem Bestandserhalt bis hin zu Wohnnutzung aufgezeigt werden. Alle Gebäudeteile können unabhängig voneinander realisiert und bespielt werden. Ein ausreichender Abstand der intensiven Nutzungen zur Nachbarschaft Wohnen ist gewährleistet; Lärmbelästigungen können so vermieden werden.
Die Gebäude werden durch einen durchgehenden Park verbunden, in dem Wegeführung und Nutzungen wie selbstverständlich dem dörflichen Maßstab angemessen erscheinen und an die Wege ins Dorf anknüpfen. Es werden nur notwendige Flächen versiegelt.
Ein direkter Zugang zum Bach vom Saal aus, eine nutzbare Festwiese und nach Altersgruppen differenzierte Spiel- und Aufenthaltsbereiche schaffen hohe Aufenthaltsqualitäten.
Der neue Dorfplatz wird von der Kurvenlage an der Straße zu einem Gegenüber zum Kirchplatz verlegt und ermöglicht so vielfältige Nutzungen für den Weihnachtsmarkt, Zelte usw. Allerdings erscheint es kaum möglich, den Obstbaumbestand in diese intensive Platznutzung zu integrieren.
Die Anzahl und Verteilung der Stellplätze erscheint für die Nutzung zu gering und zu verteilt. Hier ist eine Optimierung erforderlich, der Wegfall der vorhandenen Stellplätze zugunsten eines Jugendtreffs wird hier hinterfragt.
Für den Ideenteil des Straßenraumes werden keine Vorschläge gemacht. Insbesondere Aussagen zur Gestaltung im Kurvenbereich der Straße sowie im Übergang vom Platz zur Kirche werden vermisst.
Die Gestaltung der Gebäude ist in Form und Materialität dem Ort angemessen. Sowohl der schlichte Baukörper mit einfachem Satteldach als auch die Fassadengestaltung in Holzbauweise passt sich an die Umgebung an ohne die örtlich bedeutenden Gebäude wie Kirche oder Schule „übertrumpfen“ zu wollen. Die innere Gestaltung des Saales mit Sichtbarkeit der Tragkonstruktion im Saal verbunden mit der vorgesehenen natürlichen Belüftung ist sowohl atmosphärisch als auch klimatisch ein guter Beitrag.
Die Arbeit wird den Anforderungen an eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung sowohl durch den Erhalt von Bestandsgebäuden als auch durch kompakte Bauweisen und hohem Grünanteil gerecht. Im Ideenteil werden zwei schlichte Baukörper als Mehrfamilienhäuser vorgeschlagen; hier könnte sogar noch eine weitere Verdichtung möglich sein.
Eine wirtschaftliche und zugleich abschnittsweise Realisierung ist möglich.
Insgesamt zeigt die Arbeit eine sehr dem dörflichen Kontext angemessene Haltung und durch einfache gezielte Maßnahmen eine hohe und gut umsetzbare Gestaltqualität.
©Henchion Reuter Architekten
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Modell
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